Life-Work-Balance

Life-Work-Balance

Ich weiß, eigentlich heißt es Work-Life-Balance. Diesen verbalen Verdreher habe ich schon vor knapp drei Jahren fabriziert, als wir im Aufbau unserer Selbständigkeit waren und es bei einem Coaching um das Thema Zeit ging. Unsere Coach meinte damals schmunzelnd, ich hätte also meine Prioritäten schon gesetzt. Mittlerweile leben wir die Selbständigkeit und haben einige Erfahrungen dazu gesammelt, von denen ich heute erzählen möchte.

Beim Einstieg in die Selbständigkeit hörten wir immer wieder: Wer selbständig ist, arbeitet selbst und ständig! Da ist schon was dran, im Positiven und als Herausforderung. Tatsächlich machen wir fast alles selbst – von der Buchhaltung und den Mailkontakten, der Organisation der Reisen, den Kontakten zu den KooperationspartnerInnen, der Terminplanung und der Aktualisierung der Website, vom Schreiben der Blogartikel und dem Marketing bis hin zum Tanzen und Tanzen und Tanzen – auf Workshops und Kursen, bei Auftritten und beim Training. Manchmal scheint es verlockend, die eine oder andere Arbeit abgeben zu können, aber dieses selbst arbeiten hat zwei ganz große Vorteile: erstens fällt viel Kommunikation weg, denn wir sind ganz automatisch immer am Laufenden und wissen über alles Bescheid, und zweitens ist unser Arbeitsalltag dadurch sehr abwechslungsreich. Das ist auch einer der Punkte, den ich ganz besonders schätze und der für mich schon ein erstes Mosaiksteinchen meiner Life-Work-Balance ist. Natürlich macht nicht alles gleich viel Spaß, aber keine der Tätigkeiten dauert ewig und dann gibt es wieder die schönen Dinge – wie das tägliche Tanztraining oder nette Kontakte.
Im Wörtchen ständig lag für mich die größere Herausforderung, denn ich bin eine Denkerin. In der Aufbauzeit sind mir wirklich ständig Gedanken rund um unsere Arbeit durch den Kopf gegangen – beim Frühstück ebenso wie beim Spazierengehen. Anfangs habe ich diese neuen Ideen oder Fragen immer gleich angesprochen, bis Andrea meinte, wir brauchen auch Zeiten, in denen wir nicht über die Arbeit sprechen. Das war wichtig, aber nicht immer leicht durchzuhalten. Heute habe ich gelernt, meinen Kopf frei zu bekommen, nicht immer an die Arbeit zu denken und diese Auszeiten zu genießen. Und wir brauchen die Trennung von Arbeit und Freizeit auch nicht mehr so strikt, können nach ein paar Sätzen, einem kurzen Telefonat oder einer Mailantwort schnell wieder abschalten.

Dass wir mittlerweile gut von Arbeit auf Freizeit umschalten können, macht auch das Reisen so genussvoll. Meist sind wir für unsere Workshops und Kurse ja an wunderschönen Orten, die durchaus beliebte Urlaubsziele sind. So können wir manchmal schon unterwegs ein wenig Urlaubsluft schnuppern, oder es geht sich sogar am Arbeitswochenende in der Mittagspause ein Spaziergang aus – wie dieses Foto aus Rovinj zeigt: Life-Work-Balance am Meer!

Das Wort Urlaub führt uns weiter zu jener Frage, die mich im ersten Jahr der Selbständigkeit sehr beschäftigt hat: brauche ich von der Tätigkeit, die ich liebe und die ich vom Hobby zum Beruf gemacht habe, überhaupt Auszeiten? Als Lehrerin musste mich niemand davon überzeugen, dass ich die Wochenenden und Ferien als Erholungsphasen brauche, aber muss ich mich vom Tangotanzen erholen? Fast ein Jahr lang haben wir, natürlich auch deshalb, weil in der Aufbauzeit sehr viel zu tun war, uns wirklich kaum freie Tage genommen – bis wir am Ende des Jahres ziemlich erschöpft waren. Nun wussten wir, dass es arbeitsfreie Zeit braucht – nicht, um eventuellen Frust zu verarbeiten oder abzuschalten, sondern einfach um uns mal auszuschlafen oder nichts zu tun. Heute ist uns klar, dass der Montag nach einem Arbeitswochenende unser „Sonntag“ ist und dass wir nach einer ganzen Tangowoche einige Tage reservieren, in denen keine neuen Termine auf uns warten und wir erst einmal „Urlaub daheim“ machen.

Damit bin ich schon beim nächsten Punkt: unser Zuhause ist auch unser Arbeitsort. Das spart natürlich viel Zeit! Für unsere Workshops und Kurse sind wir sehr viel unterwegs, aber der tägliche Weg zur Arbeit fällt bei uns weg. Das bedeutet zwar – siehe oben – dass wir selbst die Trennung zwischen Arbeit und Freizeit ziehen müssen, bietet aber enorm viel Lebensqualität. Denn das größte, goldene Mosaiksteinchen, das wohl am meisten zur Balance beiträgt, ist, täglich für uns kochen, in Ruhe das Mittagessen genießen, noch einen Espresso trinken und dann erst weiterarbeiten. Das ist wirklicher Luxus!

Die Aufbaujahre unserer Selbständigkeit sind vorbei und seit Sommer erleben wir, dass wir wirklich die Balance gefunden haben – wir haben festgestellt, dass wir zur Zeit genau das richtige Maß an Arbeit haben. Nun heißt die Herausforderung wohl, diese Balance zu halten und vielleicht das eine oder andere Mal „Nein“ zu sagen, wenn wir angefragt werden. Mal sehen, was das nächste Jahr bringt.

Im Moment sind wir wieder in einer absoluten Ausnahmesituation, denn für uns ist der Advent tatsächlich die stillste Zeit im Jahr. In diesen Wochen vor Weihnachten sind andere Dinge wesentlich und die Menschen kommen nicht zum Tangotanzen – und so haben wir in dieser Zeit fast keine Termine! Dafür starten wir gleich nach den Feiertagen, wenn die meisten von euch ruhige Tage genießen, nach Norddeutschland zu unserer Silvestertangoreise. Life-Work-Balance braucht ja beides, sonst gäbe es keine Balance!

Sigrid

 

Was Bücher bewirken …

Was Bücher bewirken …

Seit wir uns vor fünf Jahren auf den Weg gemacht hatten, unser Berufsleben komplett zu ändern, erlebten wir es immer wieder: Dinge ergeben sich, Türen öffnen sich, alles fügt sich. Von einem solchen Beispiel möchte ich heute erzählen.

Als wir noch als Lehrerinnen unterrichteten, besuchten wir das Queertango-Festival in Berlin. In dem Hotel, in dem wir damals abgestiegen waren, fiel uns ein Buch in die Hände: Die Straßensängerin. Am Klappentext ist folgendes zu lesen:

Die arbeitslose Fotografin Anna hat ein ungewöhnliches Ziel – sie beantragt eine Umschulung zur Straßensängerin, was natürlich abgelehnt wird. Aber Anna verfolgt ihr Vorhaben mit Sorgfalt und Gründlichkeit, unterstützt von Freundinnen, dem Sparschwein Louise, ihrer fiktiven Muse Madam X und beflügelt von der Erinnerung an eine Stimme, die sie vor Jahren in Paris gehört hat.

Wir waren sofort fasziniert und verschlangen das Buch. Auch wenn es ein Roman ist,  ist es so lebensnah geschrieben, dass das Beispiel der Protagonistin Anna, die wirklich Straßensängerin wurde, für uns als Wegweiserin diente. Mit diesem Buch wurde aus unserem Traum eine Vision, und wir fassten Mut. Es brachte uns auf den Weg.

Nun haben wir selbst schon die fünfte Saison – unglaublich! – als Straßenkünstlerinnen hinter uns und konnten immer wieder Parallelen zu Annas Weg entdecken. Aber wer konnte das so erzählen, wer war diese Autorin? Dass wir sie wirklich einmal persönlich kennenlernen sollten, davon hatten wir damals noch keine Ahnung. Aber wie gesagt, wenn es sein soll, ergeben sich die Dinge.

Als Straßenkünstlerinnen waren wir natürlich auch in Berlin, wie auch nicht, wenn dort alles seinen Anfang nahm und Berlin sowieso für Straßenkunst ein tolles Pflaster im wahrsten Sinne des Wortes ist. Da wir wussten, dass die Autorin dieses Buches, Traude Bührmann, eine Berlinerin ist, nutzten wir die Chance während dieses Berlinaufenthaltes. Wir nahmen mit dem Berliner Verlag Krug & Schadenberg, der zwar nicht dieses, aber andere Bücher von Traude Bührmann herausgegeben hatte, Kontakt auf. Und wirklich, die Verlegerinnen brachten uns zusammen. Wir begegneten uns persönlich, verbrachten einen wunderschönen Tag gemeinsam in Berlin, tauschten uns aus und mochten uns auf Anhieb.

Aber hier ist die Geschichte noch nicht zu Ende, denn heuer im Sommer erreichte uns eine sehr freudige Nachricht aus Berlin: der Parallelkurs zu unserem Tango über Silvester ist Kreatives Schreiben mit – Traude Bührmann! Wir jubelten, mit ihr gemeinsam, sie schreibend, wir tanzend eine Frauenreise zu begleiten, das hätten wir uns nicht erträumen können.

Veranstaltet wird diese Reise von WomenFairTravel, einem Frauenreisebüro ebenfalls aus Berlin. Und wahrscheinlich hat Evelyn Bader, die Leiterin dieses Reisebüros, die uns und unsere Geschichte und auch Traude Bührmann gut kennt, für diese Kombination nicht lange überlegen müssen. Unsere Vorfreude auf den kommenden Jahreswechsel ist jedenfalls groß.

Also mal angenommen du schreibst gerne, hast Silvester noch nicht verplant und nun Lust bekommen, diese Autorin und die Autorin in dir kennen zu lernen, dann kannst du dich unter dem Motto Federleicht das Jahr Revue passieren lassen auf eine spannende Reise begeben.

Andrea

 

Das liebe Geld …

Das liebe Geld …

Über Geld spricht man nicht. Geld hat man! So lautete einer der unantastbaren Stehsätze meiner Kindheit. Ich finde, es ist höchste Zeit dieses Tabu zu brechen und über Geld zu reden! Auf unserem Weg in die Selbständigkeit war dieses Thema von Anfang an zentral und durchaus emotional, also auch mit Sorgen und Ungewissheiten verbunden. Aber schön langsam, beginnen wir der Reihe nach …

Seit meinem 23. Lebensjahr war ich in der glücklichen Lage, monatlich ein Gehalt auf meinem Konto vorzufinden. Erst als klar war, dass ich als Lehrerin kündigen werde, wurde mir diese scheinbare Selbstverständlichkeit immer bewusster und die Frage, wie es sein wird, wenn diese Sicherheit wegfällt, drängte sich auf. Ich nahm das zum Anlass über mein Verhältnis zu Geld nachzudenken und bin auf das Buch SteinReich von Luisa Francia gestoßen. Gleich am Anfang des Buches stellt sie fest, dass wir Menschen es sind, die dem Geld, diesem Stück Papier oder diesem runden Metall, seine Wertigkeit und damit seinen Wert und seine große Bedeutung geben. Als Kinder haben wir schöne Steine gesammelt und sie als großen Schatz angesehen. Die Augen konnten sich nicht daran sattsehen. Warum sollten die Augen eines Erwachsenen nicht mehr beim Anblick von Steinen, sondern von Münzen leuchten? Eine wunderbare, fast magische Begegnung in Buenos Aires verdeutlichte mir dieses Thema eindrucksvoll:

Wir saßen in der U-Bahn, die gerade erstaunlich leer war. Da stieg eine alte Frau ein, klein, mit dunkler Hautfarbe, barfuß und ärmlich gekleidet – aber mit einer aufrechten Körperhaltung und der Ausstrahlung einer Königin! Ohne Worte ging sie an uns vorbei und reichte uns im Vorbeigehen ein kleines Stückchen Papier, herausgerissen aus einer Zeitung. Wir waren irritiert und überlegten, was dies zu bedeuten habe. Ein Mann nebenan machte mit einer Geste klar, dass er sie für verrückt hielt. Aber uns wurde bald klar, worum es ging – es war ein Tausch! Und tatsächlich, kurz drauf kam die Frau zurück, blieb wieder nicht stehen, sondern verlangsamte nur ihren würdevollen Schritt und nahm aus meiner Hand das Stück Papier entgegen, das ich ihr reichte – einen Geldschein. Ohne sich umzudrehen verließ sie die U-Bahn an der nächsten Station. Ich war tief berührt, hatte das Gefühl von dieser Frau, die wie aus dem Nichts auftauchte und wieder verschwand, eine Lektion für mein Leben geschenkt bekommen zu haben: Wir selbst geben den Dingen ihren Wert und wir selbst haben den größten Wert, den es auf dieser Welt gibt!

Ein weiteres Thema rund ums Geld, von dem Luisa Franca in ihrem Buch spricht, war in dieser Begegnung enthalten – nämlich dass das Geld fließen muss. Gerade in Zeiten der Knappheit rät unsere Gesellschaft zum Sparen, zum Festhalten dessen, was man/frau hat. Aber nur wenn ich loslassen kann, das Geld fließen lasse, wird es auch wieder zu mir zurückfließen. So war es uns in jenen ersten Monaten nach der Kündigung wichtig, zwar bewusster mit Geld umzugehen, aber es weder zu horten noch anzufangen, damit zu knausern. Nicht das Festhalten, sondern das Loslassen hält alles im Fluss! Und schon  nach kurzer Zeit merkten wir, dass wir mit viel weniger Geld auskamen als zu jener Zeit, da wir beide „gut verdient“ hatten und uns „etwas leisten konnten“. Wir haben uns materiell sehr reduziert, aber wir haben das nie als Einschränkung oder Verzicht erlebt, sondern überrascht festgestellt, dass uns nichts abgeht, wenn wir weniger konsumieren! Das Geld konnte nach wie vor fließen, etwa für gute Lebensmittel oder einen schönen Espresso, für Momente des Genießens. Aber viele andere materielle Dinge, so haben wir festgestellt, brauchen wir einfach nicht (mehr). Und so hatten wir auch immer genug Geld, obwohl wir viel weniger zur Verfügung hatten als in jenen Jahren, als das Konto monatlich mit einem Gehalt gefüttert wurde.

Im letzten Teil des Buches formuliert Luisa Franca 64 Orakelsprüche rund ums Geld und einer davon hat uns sofort angesprochen und in der Folge begleitet:

Du machst neue Lernprozesse und gehst an viele Orte, um viele verschiedene neue Dinge zu erfahren und zu lernen. Es ist nicht gerade eine besitzintensive Zeit, dafür sammelst du Erfahrungen und Wissen, die du später in Materie umsetzen kannst. Deine Lehr- und Wanderjahre stehen an, egal wie alt du bist. Denk daran, dass viele Frauen mit vierzig, sogar mit fünfzig ein völlig neues Leben anfangen. Frauen sind unbegrenzt lernfähig! Werde eine Nomadin in der Welt der starren Gesetze und Unveränderlichkeiten. Denn wenn du beweglich bist, bewegst du auch die Welt. (Orakel 56).

Treffender könnten die Jahre, in denen wir unsere Selbständigkeit aufgebaut haben, kaum beschrieben werden! Anfangs scherzten wir noch, ob die Lehrzeit drei oder vier Jahre lang sein werde. Sie dauerte exakt drei Jahre! Und heute sind wir soweit, unsere Erfahrungen in Materie, sprich in Geld, umsetzen zu können und finanziell auf eigenen Beinen zu stehen. Wir verdienen viel weniger als früher, aber wir kommen auch mit viel weniger Geld aus und haben dennoch das Gefühl – im wahrsten Sinne des Wortes – im Wohlstand zu leben. Für mich hat sich außerdem der Bezug von Arbeit und Lohn stark verändert. Als Lehrerin war das Gehalt etwas, das automatisch auf mein Konto kam. Ich habe nie darüber nachgedacht, aber meine Arbeit hatte keinen direkten Bezug zu meinem Gehalt. Wenn wir jetzt zum Beispiel eine Tango-Privatsunde geben, dann haben wir am nächsten Tag Geld in der Tasche, um einkaufen oder essen gehen zu können. Das ist viel unmittelbarer und konkreter. Und das Schöne ist, es geht sich einfach immer aus! Wir haben das, was wir brauchen. Wir machen uns nicht wirklich Sorgen ums Geld, die Ängste vor der Selbständigkeit haben sich schrittweise in Luft aufgelöst, sobald wir uns auf den Weg gemacht haben und unsere Lehr- und Wanderjahre begonnen hatten. Als wir in dieser Zeit einmal die Grundzüge für unsere Selbständigkeit zusammengetragen haben, haben wir folgende Sätze aufgeschrieben: Mehr und mehr sind wir uns des Wertes unserer Arbeit bewusst. Geld und unser Verhältnis zu Geld fühlen sich gut an. Wir sind begeistert davon, in Wohlstand zu leben!

Und wir haben gelernt, übers Geld zu reden, unsere Finanzen zu planen, das Geld fließen zu lassen. Immer wieder denke ich dabei an jene Frau in Buenos Aires, die sich ihres Wertes so sicher war und werde durch sie ermutigt, für unsere Arbeit einen angemessenen Preis zu verlangen. Auch sie war eine Nomadin in der Welt der starren Gesetze. Und sie hat uns gezeigt, dass diese auch in Sachen Geld nicht unveränderlich sind, sondern dass es auf den Blickwinkel ankommt.

Sigrid

Verwendete Literatur:
SteinReich, Luisa Francia, Verlag Frauenoffensive

 

Tango Argentino – ein Lebensstil!

Tango Argentino – ein Lebensstil!

 Eine Art zu gehen, eine Art zu sein, eine Haltung, ein Gefühl.

Diese Aussagen beschreiben sehr gut, dass Tango Argentino mehr ist als ein Tanz.  Je intensiver wir uns mit diesem Tanz auseinander setzen, umso mehr wird uns bewusst, wie sehr er auf unser Leben einwirkt, in die Tiefe geht und Lebenseinstellungen verändert. Was meine ich genau damit?

Nun, zum einen ist es die Körperhaltung, die sich verändert hat. Ich bemerke es nicht nur selbst, sondern bekomme es auch als Rückmeldung sowohl von „alten“ Freundinnen als auch von Menschen, denen ich zum ersten Mal begegne. Ich hatte noch vor vier Jahren eine sehr schlechte Körperhaltung mit hängenden Schultern und nach vorne geneigtem Kopf, dadurch auch immer wieder Verspannungen und Schulterschmerzen. Langsam, aber sicher, hat sich mit intensivem Tangotanzen in diesen vier Jahren meine Körperhaltung in eine aufrechte Haltung verwandelt und die Beschwerden sind verschwunden. Es hat sich überhaupt meine Körperwahrnehmung verändert, ich nehme meine Bewegungen bewusster wahr, wozu mein Körper fähig ist und wozu nicht, wie ich dastehe, wie ich gehe, usw. Diese Wahrnehmungen wirken in die Tiefe und führen in Folge auch zu einer anderen Lebenshaltung (Wie gehe ich durchs Leben?). Mit der Erkenntnis, dass die Lebenshaltung wiederum die Körperhaltung beeinflusst, schließt sich der Kreis.
In unseren Solo Tango-Workshops legen wir auch großen Wert darauf, Körperwahrnehmung zu schulen und auf die Haltung zu achten. Und Rückmeldungen, wie diese, zeigen, was es bewirkt: Ich habe gelernt, Haltung zu bewahren und gehe jetzt aufrechter und traue mich mehr aufzuschauen, das habe ich (vor allem in der jetzigen Lebensphase) gebraucht!

Eine weitere Lebenseinstellung, die sich durch das Tangotanzen verändert hat, betrifft das Wahrnehmen von Zeit. Hatte ich früher oft das Gefühl, nicht genug Zeit zu haben bzw. gestresst zu sein, so habe ich dieses Gefühl jetzt nur noch ganz selten. Tango ist Entschleunigung! Ein wesentliches Grundelement des Tangotanzens ist das Gehen, ein Gehen im Rhythmus der Musik. Einen Fuß vor den anderen setzen, nichts überstürzen, sich nicht hetzen, nicht drängen lassen. Schritt für Schritt vorgehen und jeden Schritt genießen. Nicht zu weit vordenken. Die Vorhaben ohne Eile angehen, die Geschwindigkeit auf mein eigenes Maß reduzieren. So wird im Buch Tango macht glücklich von Susanne Köb beschrieben, was Schritte setzen im Tango bedeutet. Aber nicht nur die Schritte, auch viele andere Bewegungen kann man im Tango bewusst langsam ausführen, sozusagen Langsamkeit zelebrieren. Mir liegt das besonders, da ich ein eher langsamer Typ bin, es entspricht meinem Lebenstempo. Und gleichzeitig kann ich aber auch Schnelligkeit trainieren, denn damit ein Tanz interessant wird, braucht es beides, Verzögerung und Beschleunigung, langsam-zelebrierte Schritte im Wechsel mit blitzschnell ausgeführten Überraschungseffekten. Je mehr ich das übe, umso mehr Sicherheit bekomme ich, dass ich schnell sein kann, wenn es darauf ankommt. Und das führt insgesamt zu mehr Gelassenheit in meinem Leben.

Tango Argentino ist ein Ausdruckstanz, kein abstrakter Tanz, deshalb kann er symbolisch für das Leben im Allgemeinen interpretiert werden, heißt es auch im oben genannten Buch. Tangotanzen ermöglicht mir, meine Persönlichkeit zum Ausdruck zu bringen. Ein kreatives Element des Tangotanzens sind sogenannte Verzierungen, mit denen ich spielen und damit dem Tanz meine ganz persönliche Note geben kann. Diese Verzierungen, wie der Tanz überhaupt, sind immer auch eine Interpretation der Tangomusik. Die Musik transportiert grundlegende Gefühle von Liebe und Würde einerseits, Schmerz und Trauer andererseits. So habe ich die Möglichkeit, meine Emotionen und Gefühle im Tanz auszudrücken und dabei Haltung zu bewahren. Und das sind Konzepte, die ich analog für mein ganzes Dasein sehen kann.

Zum Schluss möchte ich noch eine weitere Teilnehmerin eines unserer Solo Tango-Workshops zu Wort kommen lassen, die uns ihre Conclusio zukommen ließ:

TANGO hilft dabei den Weg zu gehen. Ganz im Hintergrund wirkend.
Ich werde es bewusst einsetzen für mich, noch mehr, gerade die Verzierungen.
AUFRECHT
IM EIGENEN TEMPO
MIT ERHOBENEM HAUPT
MIT DER MÖGLICHKEIT ZUR FREIEN ENTSCHEIDUNG
MIT DER MÖGLICHKEIT DIE ENTSCHEIDUNGSPHASEN MIT VERZIERUNGEN DARZUSTELLEN

Dem ist wohl nichts mehr hinzuzufügen!

Andrea

 

Verwendete Literatur:
Tango macht glücklich, Susanne Köb, agiledition, Wien 2015

 

Über die Liebe, den Mut, die Wirtschaft und das Leben!

Über die Liebe, den Mut, die Wirtschaft und das Leben!

Die Überschrift dieses Artikels war das Thema eines Vortrages von Heini Staudinger in Feldbach, bei dem wir gestern gewesen sind. Wie bei unseren ersten beiden Begegnungen mit ihm an unseren Workshopwochenenden im Waldviertel trug er wieder seine rote Jacke, dunkle Jeans und natürlich Waldviertler. Und wie im persönlichen Gespräch wirkte er auch am Podium im ersten Moment beinahe unsicher, vielleicht unschlüssig. Er spricht anfangs sehr langsam und bedächtig und unterbricht seine Rede immer wieder an ungewöhnlichen Stellen, mitten im Satz, nach einem Wort. Es scheint so, als wollte er seine Gedanken gerade erst ordnen oder als wollte er gerade dieses eine Wort hervorheben, indem er es so isoliert im Satzgefüge dastehen lässt. Es braucht einige Minuten, um sich auf seine ganz besondere Sprechweise einzustellen und diese Pausen als Anker zu erkennen, um sich selbst in den Worten wiederzufinden. Im Laufe des Vortrages erzählt er von seinem Leben, beginnend mit einer Reise nach Afrika, per Moped von seiner Heimatstadt in Oberösterreich aus, die er mit einem Freund als 19jähriger gemacht hat. Er erzählt von seinem beruflichen Weg, von der Entstehung seiner Firma und natürlich von der Auseinandersetzung mit der Finanzmarktaufsicht, die ihm den Titel „Finanzrebell“ eingebracht hat. In all diese Erzählungen fließen seine Gedanken über das Leben, über die Welt, über uns Menschen und unsere Werte ein und immer wieder redet er sich richtig in Schwung. Da ist dann nichts mehr von Ruhe und Bedächtigkeit zu spüren, da kann es schon passieren, dass er sehr leidenschaftlich wird und manchmal Gefahr läuft ins Moralisieren zu kommen. Aber sogleich folgt die nächste Pause, in der er sich und uns Zeit lässt, wieder zur Ruhe zu kommen und das Gesagte nachklingen zu lassen. Im Folgenden möchte ich versuchen, einige seiner Aussagen zusammenfassen:

Immer wieder geht es um die Kraft der Ideen als Ausgangsbasis für Veränderungen. Darum, die eigenen Kräfte zu mobilisieren, um seiner Sehnsucht zu folgen. Da muss ich zuerst in mich hinein hören, um diese Sehnsucht überhaupt einmal zu spüren. Natürlich ist es dann nicht ganz leicht, die Zwänge aufzubrechen und auszubrechen aus dem üblichen Muster des Lebens. Da gibt es ja auch viele Ängste, die sich zu Wort melden. Er schlägt vor, mit diesen Ängsten in einen Dialog zu treten und ihnen zu sagen: „Heute Abend hab‘ ich was vor, bei dem ich froh wäre, wenn du ein bisschen zur Seite trittst…“ In dieser Aussage zeigt sich auch einer seiner Wesenszüge, die humorvolle Selbstkritik, mit der er an das Leben herangeht. Heini Staudinger meint, dass nicht Geldmangel unsere Projekte verhindert, sondern es sind unsere Ängste. Aber so wie es ansteckende Krankheiten gibt, gibt es auch ansteckende Gesundheit – so, wie Angst ansteckend ist, ist es auch der Mut!

Ein weiteres Thema, das immer wieder in kurzen Zwischensätzen auftaucht, ist die Freude an meiner Arbeit, an meinem Alltag. „Wenn du am Stammtisch im Wirtshaus sagst, dass es heute in der Arbeit leiwand war, dann wirst du für verrückt erklärt!“ Jahrzehntelang hat man uns eingeredet, schön sei es nur, wenn man möglichst wenig tun muss, nur faul sein kann und trotzdem viel Geld hat.

Das Thema Geld zieht sich wie ein roter Faden durch den Abend. Für Heini Staudinger gilt: Nicht, weil man viel Geld hat, kann man etwas machen, sondern weil man wenig braucht. Auf seiner Reise nach Afrika hat er gelernt, dass das Wichtigste im Leben das Leben selbst ist. In unserer Gesellschaft gelten so viele andere Dinge, etwa das Geld, das Auto, der Besitz … als die wichtigsten Dinge. Er erzählt auch von der Greißlerei seiner Eltern, in der er aufgewachsen ist und wo er die Grundfähigkeiten fürs Leben gelernt hat (grüßen, dienen und bedienen und kopfrechnen zählt er etwa dazu). Die wichtigste Erkenntnis habe er gewonnen, als es für kleine Greißler immer schwieriger wurde und rundum viele zugesperren mussten. Da sagten seine Eltern: „Solange wir das Auskommen haben, gibt es nichts zu jammern!“ Das sei der entscheidende Punkt für ein gelungenes Leben, den er auch noch mit einem Zitat von Seneca unterstreicht: Nie ist zu wenig, was genügt! In seiner Firma habe er sich jahrelang gefreut, wenn in der Bilanz eine „0“ herausgekommen ist, denn das hat bedeutet: wir haben das Auskommen! In diesem Zusammenhang erwähnt er auch, dass das Waldviertel häufig als „Krisenregion“ bezeichnet wird. Einmal habe ein Journalist ihn gefragt, ob dort jetzt Armut herrsche. Heini Staudinger hat geantwortet: „Wer weiß, dass er genug hat, der ist reich. In diesem Sinne haben wir viele Arme!“

Jetzt, während ich diese, seine Gedanken niederschreibe und sie in mir nachklingen, spüre ich, wie nahe mir vieles von dem, was Heini Staudinger als Basis für sein Leben bezeichnet, ist. Wir haben bisher noch nie ein längeres, persönliches Gespräch mit ihm geführt. Er kennt uns, unsere Geschichte der letzten Jahre und unseren Lebenstraum nicht. Aber ich weiß jetzt, warum uns unser Weg in die GEA Akademie geführt hat und diese Firma unser wichtigster Kooperationspartner geworden ist – wir denken sehr ähnlich über das Leben, wir setzten die gleichen Maßstäbe und wir schätzen das Glück des Lebens. Am Freitag werden wir zum dritten Mal in diesem Jahr ins Waldviertel fahren und unseren Workshop halten. Meine Freude und Dankbarkeit ist nun, nach diesem Vortrag und dem „gedanklichen Unterbau“ noch größer geworden. Danke, Heini Staudinger!

Sigrid

 

Wie will ich leben?

Wie will ich leben?

Ist diese Frage nicht vermessen? Zugegeben, sie spiegelt unsere privilegierte Lebenssituation in einem reichen europäischen Land wider, denn wir wissen alle, dass Millionen von Menschen sich den Luxus dieser Frage gar nicht leisten können. Und dennoch, ich glaube, dass auch bei uns viele Menschen sich kaum die Muse nehmen, diese Frage immer wieder mal durchzudenken, um sich klar zu werden, wie sie ihr Leben gestalten möchten. Denn im Unterschied zu früheren Generationen, in denen die Berufswahl und der Familienstand als wesentliche Eckpfeiler des Lebens meist vorgegeben waren, können wir unser Leben heute viel freier und individueller gestalten – wenn wir uns dies bewusst machen und die Konsequenzen dieser Entscheidungen bedenken. Als Lehrerin in der Berufsschule wählte ich das Thema „Wie will ich leben“ für eine der letzten Unterrichtseinheiten der Abschlussklassen. Die angehenden GärtnerInnen standen kurz vor ihrer Lehrabschlussprüfung und für viele stellte sich die Frage, ob sie in diesem Beruf bleiben wollen, ob sie eine Familie gründen oder ob andere Lebensziele in ihnen schlummern. Es war immer wieder spannend zu erleben, wie schnell den jungen Leuten klar wurde, dass ihre Träume konkrete Konsequenzen bringen werden: wenn mir Geld wichtig ist und ich viel verdienen möchte, wird es kaum möglich sein, einen Job zu haben, bei dem mir viel Freizeit bleibt. Was also ist mir wichtiger – freie Zeit oder Geld? Wenn ich eine Familie gründe, dann wird es schwierig, mich voll auf eine Karriere zu konzentrieren – auch wenn sich diese Frage bisher eher Frauen als Männer stellen mussten, denn kaum ein Manager wurde je gefragt: „Wie bringst du einen 80 Stunden Job in Einklang mit deinem Vatersein?“ Und wenn ich ein Haus mit großem Garten haben möchte, wird aus langen Reisen und Spontanität auch nicht viel werden. Also: wie will ich leben?

Wir, Andrea und ich, sind die besten Beispiele dafür, dass sich diese Frage nicht nur beim Eintritt ins Berufsleben – so wie für meine ehemaligen SchülerInnen – stellt, sondern dass es immer wieder im Leben spannend sein kann, darüber nach zu denken und dann kleinere oder, wie in unserem Fall, auch größere Veränderungen vorzunehmen. Wenn man sich zu solchen Veränderungen entschließt, ist es oft hilfreich, zu erfahren, wie es anderen dabei ergangen ist. Kürzlich ist mir ein Buch in die Hände gefallen, das dieser Frage äußerst amüsant nachgeht. Der Untertitel zeigt schon, dass hier so manches über den Kopf geworfen wird: Die Kunst, ein kreatives Leben zu führen und dabei Geld zu verdienen. Tom Hodgkinson gibt in Business für Bohemiens auf unterhaltsame Art seine persönlichen Erfahrungen zu diesem Thema wieder. Immer wieder wagt er den geistigen Spagat zwischen fundiertem Fachwissen und klarer Information einerseits und humorvollen Anekdoten rund um sein Unternehmen und seine Ansicht von einem glücklichen Leben andererseits. Er zeigt auf, dass die Frage „Wie will ich leben“ durchaus nicht neu ist: Die alten Griechen hatten ein ethisches Prinzip, das als eudaimonia bezeichnet wurde. Es bedeutet Glückseligkeit im Sinne von Erfüllung. … Sie sollten darüber nachdenken, woraus Ihr „gutes Leben“ bestehen könnte.

So wie ich meinen SchülerInnen, so macht er seinen LeserInnen den Vorschlag, sich genau dafür Zeit zu nehmen: Jetzt rate ich Ihnen, einen langen Spaziergang zu machen und über Ihr Leben nachzudenken. Wenn Sie wieder nach Hause kommen, setzen Sie sich mit einem Notizblock hin und schreiben auf, was Sie tun möchten und wie Sie leben wollen. Was macht Ihnen Spaß und was verschafft Ihnen Befriedigung? Wie würde Ihr idealer Tag aussehen? Und er verheimlicht auch nicht, dass die Antworten auf diese Fragen mit ganz konkreten Konsequenzen verbunden sind. Materielle Dinge, viel Geld und Besitz sind ihm nicht wichtig – es reicht ihm, wenn er sich abends sein Bier im Pub um die Ecke leisten kann und anstelle weiter Urlaubsreisen mit der Familie ein Picknick im Grünen macht.

Auch für uns hat die Entscheidung das Leben zu ändern, einen sicheren und gut bezahlten Beruf aufzugeben und unserem Traum zu folgen, materielle Auswirkungen gebracht. Aber auch wenn wir uns finanziell zur Zeit weniger leisten können, so sind wir der Meinung, den größten Luxus haben, den es in unserer westlichen Welt geben kann: Wir leben nicht nur unseren Traum, wir erleben viele ideale Tage mit einem Tagesablauf, der uns entspricht und einem Arbeitsalltag, an dem wir Zeit haben für scheinbar so selbstverständliche Dinge wie ein gemütliches Frühstück und ein selbst gekochtes Mittagessen. Der Konsum wird für uns immer weniger wichtig, wir merken, dass wir kaum mehr daran interessiert sind. So fällt es absolut nicht schwer auf Materielles zu verzichten. Denn so leben zu können, wie ich will, ist einfach der pure Genuss – und wohl auch ein ziemlicher Luxus. Aber eigentlich geht es nur um die Frage, wie die Konsequenzen einer Veränderung im Leben aussehen, und ob ich mit diesen gut leben kann. Dann steht der eudaimonia, der Glückseligkeit im Sinne von Erfüllung nichts mehr im Wege.

In diesem Sinne wünsche ich: „Ein gutes Leben!“

Sigrid

 

Verwendete Literatur: Tom Hodgkinson, Business für Bohemiens, Verlag Kein & Aber

 

Winterzeit im Südburgenland

Winterzeit im Südburgenland

Nun, bevor er sich verabschiedet, der Winter, ein paar Gedanken über diese Jahreszeit, die nicht gerade meine Lieblingsjahreszeit ist. Dennoch hat sie gewisse Vorzüge, die ich im heurigen Winter entdeckt habe. Und es war ja wirklich ein richtiger Winter: erster Schnee im November, wochenlang dichter Raureif im Dezember, Frost, Eis und Schnee den ganzen Jänner. Direkt vor unseren Fenstern konnten wir diese Naturschauspiele bewundern. Wir machten aber auch trotz Kälte ausgedehnte Spaziergänge durch eine verzauberte, erstarrte Landschaft – vollkommene Stille, alles zur Ruhe gekommen. Und das überträgt sich dann auch auf dich. Winterzeit erlebte ich als Zeit des Rückzugs: in mich gehen, reflektieren, das vergangene Jahr abschließen, Platz schaffen für Neues, …

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Ich stellte fest, dass wir das Glück haben, dass unsere momentane Arbeit dem Rhythmus der Jahreszeiten angepasst ist. Wir hatten Ende November unseren letzten Workshop und starten jetzt Mitte Februar wieder mit dem ersten dieses Jahres, und die Straßenkunstsaison beginnt sowieso erst, wenn es wieder wärmer wird. Nicht dass es in dieser Zwischenzeit keine Arbeit gab, aber es war eine Arbeit, die genau der Jahreszeit entsprach: wir hielten Rückschau, überarbeiteten Dinge, erledigten die Buchhaltung – auch eine Art der Rückschau, planten für das neue Jahr, trainierten intensiv, nahmen und nehmen auch selbst wieder einmal Tango Privatstunden, und hatten auch den Freiraum, den es braucht, um einen kreativen Prozess in Gang zu bringen und ein neues Stück zu entwickeln. Aus einer Idee eine Geschichte zu machen, die wir tanzen können – das war wohl die schönste Arbeit des Winters und wir freuen uns schon darauf, damit auf die Straße zu gehen. Das Stück steht, die Kostüme sind in Arbeit, die Requisiten bestellt, jetzt geht es noch ans Ausfeilen und proben, proben, proben, … . Der Frühling kommt, lasst euch überraschen!

Andrea