Life-Work-Balance

Life-Work-Balance

Ich weiß, eigentlich heißt es Work-Life-Balance. Diesen verbalen Verdreher habe ich schon vor knapp drei Jahren fabriziert, als wir im Aufbau unserer Selbständigkeit waren und es bei einem Coaching um das Thema Zeit ging. Unsere Coach meinte damals schmunzelnd, ich hätte also meine Prioritäten schon gesetzt. Mittlerweile leben wir die Selbständigkeit und haben einige Erfahrungen dazu gesammelt, von denen ich heute erzählen möchte.

Beim Einstieg in die Selbständigkeit hörten wir immer wieder: Wer selbständig ist, arbeitet selbst und ständig! Da ist schon was dran, im Positiven und als Herausforderung. Tatsächlich machen wir fast alles selbst – von der Buchhaltung und den Mailkontakten, der Organisation der Reisen, den Kontakten zu den KooperationspartnerInnen, der Terminplanung und der Aktualisierung der Website, vom Schreiben der Blogartikel und dem Marketing bis hin zum Tanzen und Tanzen und Tanzen – auf Workshops und Kursen, bei Auftritten und beim Training. Manchmal scheint es verlockend, die eine oder andere Arbeit abgeben zu können, aber dieses selbst arbeiten hat zwei ganz große Vorteile: erstens fällt viel Kommunikation weg, denn wir sind ganz automatisch immer am Laufenden und wissen über alles Bescheid, und zweitens ist unser Arbeitsalltag dadurch sehr abwechslungsreich. Das ist auch einer der Punkte, den ich ganz besonders schätze und der für mich schon ein erstes Mosaiksteinchen meiner Life-Work-Balance ist. Natürlich macht nicht alles gleich viel Spaß, aber keine der Tätigkeiten dauert ewig und dann gibt es wieder die schönen Dinge – wie das tägliche Tanztraining oder nette Kontakte.
Im Wörtchen ständig lag für mich die größere Herausforderung, denn ich bin eine Denkerin. In der Aufbauzeit sind mir wirklich ständig Gedanken rund um unsere Arbeit durch den Kopf gegangen – beim Frühstück ebenso wie beim Spazierengehen. Anfangs habe ich diese neuen Ideen oder Fragen immer gleich angesprochen, bis Andrea meinte, wir brauchen auch Zeiten, in denen wir nicht über die Arbeit sprechen. Das war wichtig, aber nicht immer leicht durchzuhalten. Heute habe ich gelernt, meinen Kopf frei zu bekommen, nicht immer an die Arbeit zu denken und diese Auszeiten zu genießen. Und wir brauchen die Trennung von Arbeit und Freizeit auch nicht mehr so strikt, können nach ein paar Sätzen, einem kurzen Telefonat oder einer Mailantwort schnell wieder abschalten.

Dass wir mittlerweile gut von Arbeit auf Freizeit umschalten können, macht auch das Reisen so genussvoll. Meist sind wir für unsere Workshops und Kurse ja an wunderschönen Orten, die durchaus beliebte Urlaubsziele sind. So können wir manchmal schon unterwegs ein wenig Urlaubsluft schnuppern, oder es geht sich sogar am Arbeitswochenende in der Mittagspause ein Spaziergang aus – wie dieses Foto aus Rovinj zeigt: Life-Work-Balance am Meer!

Das Wort Urlaub führt uns weiter zu jener Frage, die mich im ersten Jahr der Selbständigkeit sehr beschäftigt hat: brauche ich von der Tätigkeit, die ich liebe und die ich vom Hobby zum Beruf gemacht habe, überhaupt Auszeiten? Als Lehrerin musste mich niemand davon überzeugen, dass ich die Wochenenden und Ferien als Erholungsphasen brauche, aber muss ich mich vom Tangotanzen erholen? Fast ein Jahr lang haben wir, natürlich auch deshalb, weil in der Aufbauzeit sehr viel zu tun war, uns wirklich kaum freie Tage genommen – bis wir am Ende des Jahres ziemlich erschöpft waren. Nun wussten wir, dass es arbeitsfreie Zeit braucht – nicht, um eventuellen Frust zu verarbeiten oder abzuschalten, sondern einfach um uns mal auszuschlafen oder nichts zu tun. Heute ist uns klar, dass der Montag nach einem Arbeitswochenende unser „Sonntag“ ist und dass wir nach einer ganzen Tangowoche einige Tage reservieren, in denen keine neuen Termine auf uns warten und wir erst einmal „Urlaub daheim“ machen.

Damit bin ich schon beim nächsten Punkt: unser Zuhause ist auch unser Arbeitsort. Das spart natürlich viel Zeit! Für unsere Workshops und Kurse sind wir sehr viel unterwegs, aber der tägliche Weg zur Arbeit fällt bei uns weg. Das bedeutet zwar – siehe oben – dass wir selbst die Trennung zwischen Arbeit und Freizeit ziehen müssen, bietet aber enorm viel Lebensqualität. Denn das größte, goldene Mosaiksteinchen, das wohl am meisten zur Balance beiträgt, ist, täglich für uns kochen, in Ruhe das Mittagessen genießen, noch einen Espresso trinken und dann erst weiterarbeiten. Das ist wirklicher Luxus!

Die Aufbaujahre unserer Selbständigkeit sind vorbei und seit Sommer erleben wir, dass wir wirklich die Balance gefunden haben – wir haben festgestellt, dass wir zur Zeit genau das richtige Maß an Arbeit haben. Nun heißt die Herausforderung wohl, diese Balance zu halten und vielleicht das eine oder andere Mal „Nein“ zu sagen, wenn wir angefragt werden. Mal sehen, was das nächste Jahr bringt.

Im Moment sind wir wieder in einer absoluten Ausnahmesituation, denn für uns ist der Advent tatsächlich die stillste Zeit im Jahr. In diesen Wochen vor Weihnachten sind andere Dinge wesentlich und die Menschen kommen nicht zum Tangotanzen – und so haben wir in dieser Zeit fast keine Termine! Dafür starten wir gleich nach den Feiertagen, wenn die meisten von euch ruhige Tage genießen, nach Norddeutschland zu unserer Silvestertangoreise. Life-Work-Balance braucht ja beides, sonst gäbe es keine Balance!

Sigrid

 

Facciamo un giro

Facciamo un giro

Wir drehen eine Runde! Diese Idee hatten wir schon vor Monaten beim Blick in den Terminkalender, als wir feststellten, dass die Woche nach unserem Workshop in Tirol noch nicht verplant ist. „Wenn wir ausnahmsweise mit dem Auto statt mit dem Zug reisen, könnten wir am Rückweg über Italien fahren und endlich wieder einmal Bella Italia genießen!“ Auf den zweiten Blick stellten wir fest, dass wir am Wochenende davor im Waldviertel SOLO TANGO tanzen und schon tauchte die Frage auf: „Vom Waldviertel 300 Kilometer zurück ins Südburgenland und dann gleich nach Innsbruck?“  Wir sind zwar gerne mit unserem kleinen Fiat unterwegs, aber lange Autofahrten lieben wir gar nicht. Also, dann machen wir gleich eine große, zweiwöchige Tour!

So sind wir an einem strahlend schönen Freitag Richtung Norden aufgebrochen – ausgerüstet mit Arbeits- und Freizeitutensilien und voller Vorfreude auf diese Reise. Von Anfang an war klar, dass wir ab nun Arbeit mit Genießen verbinden und es uns richtig fein machen. So legten wir, im Waldviertel angekommen, eine Mittagsrast am Ottensteiner Stausee ein, bevor wir das letzte Stückchen nach Schrems fuhren. In der GEA Akademie fühlten wir uns schon fast wie zu Hause, so vertraut sind uns die Menschen und die Atmosphäre dort schon. Und wie bei allen vorhergehenden Workshops hatten wir wieder eine total nette Gruppe und ein großartiges SOLO TANGO Wochenende.

Sonntag zu Mittag, nach dem herzlichen Abschied von unseren TeilnehmerInnen, tauschten wir die Tanzschuhe gegen Wanderschuhe und machten uns auf ins Schremser Hochmoor und in die Gegend um Heidenreichstein. Das sanfte Herbstlicht, die bunten Blätter, das saftige Grün und das tiefblaue Wasser der Seen und Teiche zauberten eine Stimmung, die beinahe unwirklich schön war! Wir konnten uns kaum sattsehen und sind immer wieder stehen geblieben, um Neues zu bestaunen.

Am Montag machten wir uns auf den Weg nach Salzburg und ließen uns dabei so richtig treiben. Spontan legten wir in Freistadt einen ersten Stopp ein und bummelten durch die kleine, nette Altstadt. Obwohl das Wetter nicht perfekt war, lockte uns das Salzkammergut. So kam ich erstmals nach Gmunden und war sofort begeistert! Der See, die prachtvollen alten Häuser an der Uferpromenade, der Blick auf die Berge! Noch heute hat Gmunden das Flair früherer Tage, als es ein Tummelplatz für SommerfrischlerInnen war. Zum Beispiel in der Conditorei Grellinger am Franz-Josef-Platz, die schon seit 1888 besteht. Beim Blick in das Gästebuch zeigt sich, dass hier nicht nur zu „Kaisers Zeiten“ alles, was Rang und Namen hatte, ein- und ausging und so wurde  K&K im Salzkammergut kurzerhand uminterpretiert in Künstler&Kaiser. Ob die Törtchen damals auch schon so köstlich waren, weiß ich nicht, aber unsere Kaffeepause war der reinste Genuss! Als wir die Conditorei verließen, blitze die Sonne hervor und wir beschlossen, nicht zurück auf die Autobahn zu fahren, sondern auf kleinen Straßen weiter durch das Salzkammergut zu reisen. Unser Cinquecento kletterte die Bergstraße hinauf und schien wie wir von dem Panorama, das sich plötzlich auftat, angetan! Über den Attersee und den Mondsee – mit dem Mond über dem See! – ging es dann am Abend nach Salzburg.

In Salzburg machten wir uns zu Fuß auf den Weg (unser Fiat hat sich eine Pause verdient!), um die Stadt zu erkunden. Wir schlenderten einfach durch die Gassen der Altstadt, ohne Plan und ohne Ziel, machten hier und dort Entdeckungen, zum Beispiel eine Hackbrett spielende Straßenkünstlerin nahe dem Dom, fanden uns plötzlich im Park des Schlosses Mirabell wieder, bestiegen anschließend den Festungsberg und spazierten zum Mönchsberg … inmitten von Tausenden TouristInnen und dennoch allein!

Dann war wieder die Arbeit an der Reihe! Auf der Suche nach einer Kooperation in Süddeutschland sind wir auf ein Seminarhotel nahe dem Chiemsee aufmerksam geworden und haben mit der Geschäftsführerin einen Termin vereinbart. Wir besichtigten das Haus und besprachen eine mögliche Zusammenarbeit. Dann fuhren wir zum See und nach einem köstlichen Mittagessen im Haus am See in Chieming tauschten wir unseren roten Fiat gegen ein blitzblaues Elektroboot und machten eine Spazierfahrt. Ehrlich, so schön kitschig ist es selten!

Am nächsten Tag ging es bei Kaiserwetter nach Tirol zu einer anderen K&K Audienz – der Anblick der beiden Bergmassive des Zahmen und Wilden Kaisers war tatsächlich majestätisch. Auf einer Mautstraße fuhren wir auf die 1000 Meter hoch gelegene Griesneralm direkt an der Nordwand des Wilden Kaisers. Unser Cinquecento blieb dort zurück und wir machten uns auf zu einer Bergtour. Und dieser Tag war so wunderschön, dass ich gar keine Worte finde und einfach die Bilder sprechen lasse:

Ab Freitag war wieder Tanzen angesagt – bei unserem ersten Workshop in Tirol, der ganz unter dem Motto klein und fein stand. Das Seminarhaus Zeit&Raum, mitten im Dorf Mieders, wurde behutsam und stimmig in ein 400 Jahre altes Bauernhaus integriert, hell und freundlich, mit viel Holz, einer angenehmen Atmosphäre und umgeben von einer prachtvollen Bergkulisse.
Klein und ganz besonders war aber auch die Gruppe der Teilnehmerinnen, die sich durch gemeinsame Botanikkurse  bei Anima Miedler gut kannten.  Sie hat nicht nur dieses Wochenende für uns organisiert, sondern die Gruppe mit feinem Gespür begleitet und einen harmonischen Rahmen bereitet. Ein ganz spezielles Tangowochenende!

Nach getaner Arbeit war es dann soweit – auf nach Bella Italia! In Bozen machten wir den ersten Stopp, fuhren weiter nach Trento und durch das Val Sugana nach Valdobbiadene, wo der Prosecco gedeiht. Und vom ersten Moment an waren wir mittendrin in all dem, was wir an Italien so lieben: In Valdobbiadene war Markttag, ein buntes Treiben auf der Piazza und in der kleinen Osteria, in der die Menschen nach dem Einkaufsbummel ein Glas Prosecco tranken und wir eine Mittagsjause einnahmen. Laut und fröhlich war die Stimmung und das Essen köstlich! Dann kurvten wir auf kleinen Straßen umher, um ein Agriturismo zu finden, parkten unseren Cinquecento vor dem Weingut, in dem wir uns einquartierten und machten uns auf zu einer ersten Erkundungsrunde. Am nächsten Morgen marschierten wir wieder los, ohne Landkarte und ohne Markierungen, suchten den Weg durch die Rebzeilen, Hügel auf und Hügel ab, kamen genau zur Mittagszeit an einer Osteria vorbei, in der wir uns stärkten, lagerten uns zur Siesta in einem der Weingärten und beschlossen die Runde mit einem Glas Prosecco bei der Ankunft in „unserem“ Weingut. Da fehlte nur noch eines: ein köstliches Abendessen in einem netten Ristorante! Perfetto!

Langsam nahte das Ende unsere Rundreise und auf einmal war sie da, die freche Idee, als krönenden Schlusspunkt nach Venedig zu reisen. Unser Cinquecento blieb am Dach des Parkhauses zurück und hatte so zumindest eine schöne Aussicht. Wir machten uns zu Fuß auf den Weg und fanden schnell ein nettes, kleines Hotel, bevor wir mit unserem Streifzug durch das Labyrinth der Gässchen und Brücken begannen. Bald machten wir in einer Bar die erste Pause für ein Häppchen – eine Riesenauswahl an Köstlichkeiten machte die Entscheidung nicht einfach! – und ein erstes Glas Wein. Dann gingen wir weiter Richtung Rialtobrücke, entdeckten im Luxuseinkaufstempel eines alten Palazzos den Zugang zu einer Dachterrasse, standen über den Dächern von Venedig und staunten! Während dieser ersten Stunden in der Stadt wussten wir zeitweise gar nicht, ob das denn nun die Wirklichkeit oder ein Traum ist, wir waren wie verzaubert! Je näher wir dem Markusplatz kamen, umso dichter wurde das Gedränge – waren wir in Salzburg noch inmitten von Tausenden TouristInnen unterwegs, so waren es hier wohl Zehntausende. Aber auch das hatte seinen Reiz: sich einfach in die Menge fallen zu lassen, die Menschen zu beobachten, irgendwie doch mit ihnen verbunden, aber eigentlich ganz für uns zu sein. Auf dem ganzen Weg durch die Stadt begleitete uns auch der Tango – immer wieder tauchte ein Werbeplakat für Tango auf, und zur Livemusik vor dem berühmten Cafe Florian am Markusplatz tanzten wir sogar ein paar Schritte. Am Abend dann war es ruhig in der Stadt, Venedig gehörte wieder den VenezianerInnen – ja, die gibt es! – und den wenigen Gästen, die wie wir hier übernachteten und diese besondere Atmosphäre der ruhigen Kanäle, des Lichts in den Gässchen und auf den kleinen Plätzen, und natürlich das köstliche Essen in einer kleinen Osteria schätzen.

Unglaublich, was wir in diesen zwei Wochen gesehen und erlebt haben! So ist dieser Beitrag viel länger geworden als alle anderen, aber was hätte ich auslassen, wovon hätte ich nicht erzählen sollen?  Und ehrlich, ich habe nicht übertrieben, es war wirklich so traumhaft! Immer wieder haben wir festgestellt, wie wunderschön es gerade ist, wie fein wir es haben, wie dankbar und glücklich wir sind!
Era un giro grandissimo e bellissimo!

Sigrid

 

Entdeckungen und Liebesgeschichten

Entdeckungen und Liebesgeschichten

Wir lieben den Tango. Und wir lieben Berlin. Da liegt es nahe, zu einem Tangofestival nach Berlin zu reisen. Und bei dieser Reise haben wir erlebt, wie spannend es ist, an dem oder der Geliebten immer wieder Neues zu entdecken!

Wir haben diesmal in Alt-Moabit gewohnt und somit einen neuen Teil der Stadt kennengelernt. Gleich am ersten Vormittag sind wir entlang der Spree im Tiergarten spaziert, vorbei am Haus der Kulturen und dem neuen Glockenturm gelangten wir zum Platz der Republik. Man könnte diesen Winkel der Stadt als Zentrum der Macht bezeichnen, stehen hier doch auf engem Raum das Bundeskanzleramt, der Bundestag mit seinen drei Parlamentsgebäuden und der alte Reichstag. Die Symbolik spielt in dieser Architektur eine große Rolle: eine Brücke über die Spree innerhalb des Parlaments- und Regierungsviertels verbindet nun die beiden Hälften der einst geteilten Stadt. Und die Kombination aus alten Gebäuden und moderner Architektur, das Zusammenspiel von alt und neu war für mich Spiegel für den Parlamentarismus, auf dem unsere Demokratien basieren: Verbindungen zu suchen, auf Altem aufbauen, um neue Wege zu gehen, ist wohl die hohe Kunst der Politik. Und bei all der Kritik an aktuellen politischen Umständen wird der Wert dieses Parlamentarismus allzu oft vergessen.

Für die Mittagsrast fanden wir an diesem Tag ein kleines Kaffeehaus, ebenfalls direkt an der Spree nahe dem Bahnhof Friedrichstraße. Das Zimt  & Zucker möchte die Wiener Kaffeehauskultur lebendig halten, für mich war es eher wie ein Bistro in Paris. Alte Holzmöbel, liebevolle Details bestimmen die Atmosphäre und die Auswahl an Köstlichkeiten ist groß. Das Parfait aus Erdnüssen, Schokolade und gesalzenem Karamell war ein einziger Genuss! Kein Wunder, dass das Lokal sehr beliebt ist und so fanden wir bei einem zweiten Besuch leider keinen Platz und ließen uns weitertreiben.

Auch im Tiergarten haben wir ein neues Eck entdeckt: den Englischen Garten mit dem Englischen Teehaus. Auf Vorschlag des britischen Stadtkommandanten spendeten König Georg VI.  und die englische Bevölkerung 5000 Bäume und so wurde 1952 aus diesem Teil des verwüsteten, baumlosen Tiergartens eine Parkanlage.  Als Berlin dann von der Mauer umgeben war, war der Tiergarten als Erholungsbereich für die Menschen von großer Bedeutung und das Teehaus ein beliebter Freizeitort – im Sommer mit lauschigen Plätzchen im Park und im Winter im Restaurant mit Kamin. Heute wird das Teehaus mit seinem Selbstbedienungsbereich im Biergarten und dem Restaurant von Familien beim Radausflug ebenso besucht wie von elegant gekleideten Damen und Herren beim Spazieren und Flanieren.

Der Mittelpunkt unserer Berlinwoche war aber ein Ort, den man gewöhnlich nur bei der Ankunft und der Abreise aufsucht – der Hauptbahnhof. Dort fand das Contemporary Tango Festival statt und dieses hat uns nach Berlin gelockt. Eine Woche lang wurde im öffentlichen Raum Tango getanzt, während der Bahnhofsbetrieb wie gewohnt ablief. So mischten sich die Tanzenden mit den Reisenden, so gab es überraschte Blicke und spontane ZuschauerInnen. Eine großartige Atmosphäre, zugleich sehr offen und extrem dicht. In die Tangoklänge mischten sich die Lautsprecherdurchsagen, während des Tanzens mussten wir plötzlich einem Koffer ausweichen und Menschen Platz machen, die es eilig hatten, um ihren Zug zu erreichen. Und dabei zeigte sich wiedermal, wie sehr der Tango im öffentlichen Raum zu Hause ist, wie er mit dem Alltag verschmelzen kann und sich mitten im Trubel seinen Platz sucht.

Contemporary Tango bedeutet aber auch, dem Tango ganz neu zu begegnen, ihn in vielen Facetten zu erleben und seine Vielfalt zu zelebrieren. Zum Beispiel den Tanzstil des Tango Nuevo zu sehen, der viel freier und extrovertierter ist als unsere Art zu tanzen. Oder zu großartiger Livemusik zu tanzen, die Anklänge von anderen Musikrichtungen in den Tango hereinnimmt, diese mit dem Tango verschmilzt und so ganz Neues entstehen lässt. Besonders fasziniert waren wir von Judith Brandenburg und ihrer Formation La  Bicicleta. Sie spielten nicht nur einige Sets, zu denen zu tanzen der reinste Genuss war, sondern gestalteten auch die Show jenes Abends mit. Üblicherweise tanzt dabei ein Paar einige Tangos, diesmal aber gab es eine Fusion von asiatischer Kampfkunst und dem Tango: ein Shaolinmönch und eine Tanguera begegneten sich, improvisierten gemeinsam zur Livemusik, eine unglaubliche Dichte und Spannung entstand auf der Tanzfläche und zwischen diesen fünf Menschen. Wir waren wie verzaubert!

Auch die DJs und DJanes öffneten die Welt des Tangos, wenn wir zu Nontango, also nicht zu Tangomusik tanzten. Da gab es spanische Gitarrenmusik ebenso wie Filmmusik, Frank Sinatra und elektronische Klänge bis hin zu Edith Piaf. Einiges davon war sehr schräg und ungewohnt, anderes äußerst ansprechend und wunderbar zu tanzen.

Tango an sechs Abenden, intensiv und dicht, mit müden Füßen und erfüllten Herzen. Tango immer wieder neu und anders, und wie so oft bei langjährigen Liebesgeschichten flammt plötzlich dieses neue Verliebtsein auf, dieses Hingerissen sein, dieses nicht genug bekommen können. Dennoch irgendwann müde schlafen zu gehen und beglückt aufzuwachen, um der zweiten Liebe zu frönen und sich tagsüber einfach durch Berlin treiben zu lassen. Eigentlich zu schön, um es beschreiben zu können …

Sigrid

 

Ein Dorf an der Grenze und die Kunst

Ein Dorf an der Grenze und die Kunst

Wenn wir für unsere Workshops oder Auftritte unterwegs sind, werden wir immer wieder gefragt, wo wir leben. Und wir sind immer wieder erstaunt, wie vielen Menschen unsere Gemeinde, oder genauer gesagt das Künstlerdorf Neumarkt, ein Begriff ist. Es ist also schon lustig, wenn wir erzählen, dass wir im „letzten Eck“ Österreichs leben und dann zu hören bekommen, dass man dieses eh kennt. Nun, ein Eck ist es ja wirklich, nämlich das Dreiländereck Österreich-Ungarn-Slowenien. Aber gerade dieses abgeschiedene Grenzgebiet war ideal, um ein Anziehungspunkt für KünstlerInnen zu werden. Wie kam es dazu?

Am Anfang, und das waren die 60er Jahre, gab es in Neumarkt ein altes Bauernhaus, das abgerissen werden sollte. Und es gab ein paar Leute, die dieses alte Bauwerk erhalten wollten. Sie konnten den damaligen Landeskonservator, Alfred Schmeller, sofort für ihr Anliegen gewinnen. Dieser hatte die Idee, daraus ein Atelierhaus als Künstlerresidenz zu machen. So wurde zunächst ein Verschönerungsverein zur Rettung des alten Gebäudes gegründet, aus dem später der Kulturverein wurde. Nach dreijähriger Renovierung wurde 1968 das Künstlerrefugium eröffnet, ein Fest, bei dem das ganze Dorf mit gefeiert hat.

Die ersten KünstlerInnen, die diesen Rückzugsort nutzten, ließen nicht lange auf sich warten. Einer der ersten war Johannes Wanke, der Meister des Holzschnittes. Er beschrieb die Gegend hier so: „Im Sommer Sahara, im Winter Sibirien.“ Extreme also, die aber anscheinend anzogen. „Die Abgeschiedenheit und das Klima bedingen die Anziehungskraft dieser Reizgegend“, heißt es im Buch Das Künstlerdorf Neumarkt an der Raab, das von Petra Werkovits und Peter Vukics herausgegeben wurde. Hier konnte man ungestört arbeiten, es lenkte nichts ab, alles konzentrierte sich auf die Arbeit, schöpferische Einsamkeit war möglich.

So kamen im Laufe der Jahre ein weiteres Atelierhaus und andere Gebäude dazu und das Künstlerdorf wurde ein Ort, an dem sich die Créme de la Créme der österreichischen Kunstszene die Türklinke in die Hand gab: Christian Ludwig Attersee, Walter Pichler, Martha Jungwirth, Elfie Semotan, Peter Handke, um nur einige zu nennen. Letzterer hatte sich in Neumarkt eingemietet, um das Konzept für seinen Roman Die Angst des Tormanns beim Elfmeter zu erarbeiten. Auch ihn hatte diese Gegend sehr inspiriert, denn „dieses Buch ist ja eine der schönsten geografischen Beschreibungen von Neumarkt und Jennersdorf“ (Zitat von Peter Sattler).

Einer, dessen Name ganz eng mit dem Künstlerdorf verbunden ist, ist Edi Sauerzopf. Seine Zeichnungen bilden sozusagen eine bildliche Chronik dieses Ortes. Und er war es auch, der die Idee für die Sommerkurse hatte. Im Jahr 1971 gab es zum ersten Mal einen „Sommerkurs für werkgerechtes Gestalten“ mit sieben Teilnehmern. Im zweiten Jahr waren es schon zwanzig und so wurde die Angebotspalette erweitert.

Seither finden jährlich Sommerkurse statt. Die heurige Sommerakademie bietet bzw. bot sechs Wochen lang Kurse zu Malerei und Zeichnung, Drucktechniken, Bildhauerei und Plastisches Gestalten, Fotografie, Musik, Tanz und Schreiben an. Auch Kurse für Kinder waren im Programm. Und im Bereich Tanz gibt es erstmals Tango Argentino. Wir freuen uns schon sehr auf diese Woche mitten im August, Tango vom Solo ins Paar ist das Motto, und der Kurs so gut wie ausgebucht. Wir werden also die Dorfgalerie mit Tangomusik füllen und ausgiebig betanzen.

Dass das Künstlerdorf und darin die Kunst immer noch leben und gedeihen, ist der jetzigen Obfrau des Kulturvereins, Petra Werkovits, zu verdanken. Sie organisiert mit ihrem Team nicht nur die Sommerakademie, sondern auch Ausstellungen, Lesungen und Konzerte das ganze Jahr hindurch. Wir besuchen diese Veranstaltungen, wann immer es der Zeitplan erlaubt, gerne, denn hier finden wir Kunst von hoher Qualität, noch dazu vor der Haustür, und interessante Begegnungen. Gerade auch weil es ein Ort für künstlerischen Austausch ist, ist er weit über das Burgenland hinaus bekannt.

So möchte ich diesen Beitrag mit einem Satz aus dem Programmheft der Sommerakademie beenden:
Der Genuss der Einfachheit hat sie (die KünstlerInnen) das Wesentliche spüren und Großartiges erschaffen lassen.

Andrea

Verwendete Literatur:
Das Künstlerdorf Neumarkt an der Raab, herausgegeben von Petra Werkovits und Peter Vukics, Residenz Verlag

 

4 Frauen und der Tango

4 Frauen und der Tango

Vor ein bisschen mehr als einem Jahr sind wir uns zum ersten Mal begegnet, und es war schnell klar, dass der Tango uns verbindet und dass wir gemeinsam den Tango auf die Bühne bringen wollen – mit Musik, Gesang und Tanz.
Lisa, die Sängerin, kontaktierte uns, nachdem sie ein Posting von uns gesehen hatte. Sie und Christine, die Bandoneonspielerin, bilden gemeinsam das Duo Chantoneon. Schon nach einer kurzen  Beschreibung ihrer Kunst waren wir fasziniert und vereinbarten kurzerhand ein Treffen in Lisas Gesangstudio in Graz. Der herzliche Empfang, die schöne Altbauwohnung mit dem schwarzen Flügel, die beiden sympathischen Frauen, eine Kostprobe ihrer Kunst – da wussten wir, das ist eine dieser Begegnungen, aus der eine wunderbare Zusammenarbeit entstehen kann.

So folgten gleich die nächsten Treffen, sowohl privater Natur, um uns kennen zu lernen, als auch erste gemeinsame Proben. Es fiel uns von Anfang an leicht, zu Lisas Gesang und Christines Bandoneonspiel zu tanzen. Sie als Duo waren ja schon „zusammengespielt“ und nun fügten wir uns noch mit unserem Tanz ein. Zu Livemusik zu tanzen, ist für uns immer ein ganz besonderes Erlebnis – irgendwie noch viel unmittelbarer und intensiver. Und der Dialog, den wir tanzend führen, erweitert sich noch auf einen Dialog mit Musikerin und Sängerin.

Heuer im Frühjahr machten wir uns dann daran, ein Konzept für einen gemeinsamen Auftritt zu entwickeln. Ideen sammeln, ein Programm zusammenstellen, organisatorische Besprechungen, Requisiten und Outfits festlegen, extra Proben und gemeinsame Proben, … und Anfang Juni war es dann so weit. Beim Zinzengrinsen, einem Straßenfest in der Zinzendorfgasse in Graz, hatten wir die Gelegenheit für unseren ersten gemeinsamen Auftritt. Für Lisa und Christine war es der erste Auftritt auf der Straße und für uns der erste Auftritt zu Live-Musik. Also eine Premiere in vielerlei Hinsicht, die uns allen großen Spaß gemacht und, ich denke, auch das Publikum begeistert hat.
Lisas Feststellung nach diesem Auftritt: „Wir sind jetzt eine Band!“, macht deutlich, dass noch viele gemeinsame Auftritte folgen werden, auf die wir uns schon jetzt freuen.

Andrea

 

Die 4 Frauen sind:

Lisa Cristelli, Gesang, www.alphastimme.com

Christine Swoboda, Bandoneon, www.feelfreeyoga.at

Andrea Tieber und Sigrid Mark, Tanz

 

Mi Buenos Aires querido

Mi Buenos Aires querido

Dass die Menschen in Buenos Aires ihre Stadt lieben, haben wir in unserer Zeit dort auf vielfältige Weise erlebt. Nun aber wurde diese Erinnerung beim Workshop SOLO TANGO II wachgerüttelt, denn eine Teilnehmerin, ich nenne sie hier Sonja, war eine Portena. „HafenbewohnerInnen“ nennen sie sich, die Menschen, die in Buenos Aires geboren sind und Buenos Aires im Herzen tragen.

Sonja war schon im Jänner bei einem SOLO TANGO Wochenende in der GEA Akademie und sie ist mir gleich am ersten Abend aufgefallen, weil sie bei allen alten, klassischen Tangos die Texte mitgesungen hat. Und bei ihrem Tanz war sofort zu merken, dass sie zwar die Tangotechnik, die Art der Tangoschritte nicht kennt, aber den Rhythmus spürt und tanzt. Bald kamen wir ins Gespräch und sie erzählte, dass sie in Buenos Aires geboren sei und dort bis zu ihrem 24. Lebensjahr gelebt habe, aber noch nie Tango getanzt hat. Und damit sind wir schon mitten in ihrer Geschichte, die zugleich die Geschichte einer ganzen Generation von Portenas und Portenos ist. Also mal langsam und schön der Reihe nach:

Ihre Großeltern väterlicherseits sind 1933 wie so viele andere aus Deutschland ausgewandert. Ihr 6jähriger Sohn war mit an Bord des Schiffes, das sie nach Buenos Aires brachte. Auch ihre Mutter ist das Kind deutscher Auswanderer, wurde aber bereits in der „Neuen Welt“ geboren. Ihre Geschichte bleibt wie die der Zehntausenden anderen, die von Europa aufgebrochen sind mit der Hoffnung auf ein besseres Leben, im Dunkeln. Die meisten von ihnen kamen aus Italien, dann folgte Spanien und schon an dritter Stelle steht Deutschland. So erstaunt es auch nicht, dass es in einigen Stadtvierteln von Buenos Aires deutsche Gemeinden und mehrere deutsche Schulen gibt. Sonja besuchte eine dieser deutschen Schulen, ging zur Konfirmation und lebte als Jugendliche in der Stadt des Tangos – die in den späten 1970er und frühen 1980ern keineswegs die Stadt des Tangos war! Sie erzählt, dass der Tango für sie als Jugendliche überhaupt keinen Reiz hatte. Tango – das war etwas für die Alten! Sie und ihre FreundInnen tanzten Ballroom oder Rock’ n Roll, aber doch nicht Tango! Und wirklich, auch wir haben in Buenos Aires erfahren, dass es da eine ganze Generation gibt, die nie einen Zugang zum Tangotanzen gefunden hat und die auch heute, als Erwachsene 50+ , nicht Tango tanzen können oder wollen. Aber das heißt dennoch nicht, dass sie mit dem Tango nicht vertraut wären! Wie schon eingangs gesagt, Sonja kennt die Texte vieler alter Tangos, singt sie mit und hat den Tangorhythmus im Blut.

Als Sonja 24 Jahre alt ist, verlässt sie Buenos Aires und geht zu ihrem Bruder nach Deutschland, bleibt dort viele Jahre, heiratet später einen Österreicher und lebt nun schon jahrzehntelang hier. Manchmal taucht der Wunsch auf, das Tangotanzen zu lernen, aber ihr Mann kann mit dieser Musik überhaupt nichts anfangen und so gab es für sie nie die passende Gelegenheit. Bis Sonja im brennstoff, der Zeitung von GEA mit dem Programm der GEA Akademie, von SOLO TANGO liest und sich sofort für einen Workshop anmeldet. Bei diesem ersten Wochenende ist sie immer wieder zu Tränen gerührt. Sie dankt uns, dass wir ihr einen Zugang zum Tango erschlossen hätten, nach dem sie sich so gesehnt habe. Und wir? Wir danken ihr, denn durch ihr Dabeisein wurde dieses Workshopwochenende enorm bereichert und wir reichlich beschenkt! Wir erleben bei ihr den Humor, den wir bei den Menschen in Buenos Aires so geschätzt haben und diese unglaubliche Herzlichkeit. In ihrer offenen Art erzählt sie uns und den TeilnehmerInnen immer wieder von „ihrer Stadt“ und dadurch werden die Musik, der Tanz, die Stimmung des Tangos noch viel greifbarer.

So hat es uns nicht wirklich erstaunt, aber enorm gefreut, als wir sahen, dass Sonja sich zum Aufbauworkshop angemeldet hatte. Und all das, womit sie den ersten Workshop bereichert hatte, intensivierte sich noch: Um Argentinien in den Tanzraum zu holen hat sie eine ganze Reisetasche voller Gegenstände mitgebracht: angefangen von einem Poncho, wie die Gauchos ihn tragen, über Bücher und Bildbände, allem, was ein argentinischer Fußballfan so braucht bis hin zum Mate und zum argentinischen Wein! Und sie erzählt und erzählt und erzählt … und den Wein spendiert sie der ganzen Gruppe bei unserer GEA-Milonga, dem Tanzabend am Samstag! Zu später Stunde fragt sie mich dann, ob wir den Tango Mi Buenos Aires querido spielen könnten.  Ich wähle eine Originalaufnahme aus dem Jahr 1934 und Sonja tanzt und singt gemeinsam mit Carlos Gardel:

Mi Buenos Aires querido                                             Mein geliebtes Buenos Aires
Cuando yo te vuelva a ver                                          am Tag, an dem ich dich wiedersehe

No habrá más penas ni olvido                                  wird es kein Leid und keine Achtlosigkeit mehr geben

Irgendwann an diesem Wochenende sagte sie, dass sie all die Jahre vielleicht deshalb so eine Sehnsucht nach dem Tango hatte, weil sie schon so lange so weit weg von Buenos Aires lebt. Aber ich meine, es ist nicht nur das. Es ist diese Kraft der Tangomusik, die tief in ihr geschlummert hat und die nun einen Weg gefunden hat, um gelebt zu werden. Und wir sind unbeschreiblich glücklich darüber, dass wir dabei ein wenig Geburtshilfe leisten konnten …

Sigrid

 

Ulm feiert den Tanz!

Ulm feiert den Tanz!

Das wunderbare Frühlings- und Vollmondwochenende war gerade richtig, um auf den Straßen und Plätzen dieser schönen Stadt zu tanzen. Ulm hat ein ganz besonderes Flair durch die Kombination von sehr alten, geschichtsträchtigen Bauten mit moderner Architektur, durch seine Lage an der Donau mit dem schönen Donauufer und durch die vielen netten kleinen Plätze, die zum Verweilen einladen. Wir genossen eine private Stadtführung mit Anita Schlesak, einer Journalistin aus Ulm, die uns zu diesem Workshopwochenende eingeladen hatte.

Anita hatten wir vor mehr als einem Jahr beim Reiseleiterinnentreffen von WomenFairTravel kennengelernt, denn sie bietet Reisen in die Sahara an – mehr dazu auf http://www.wüstenliebe.de . Nachdem in Ulm der WeltTanzTag am 29. April jedes Jahr ziemlich groß begangen wird, hatte sie die Idee, an diesem Termin einen SOLO TANGO Workshop zu organisieren. So tanzten wir mit den TeilnehmerInnen an diesem besonderen Wochenende nicht nur im Tanzstudio sondern auch am Münsterplatz. Aber auch zwischen den Tanzeinheiten lockte uns das schöne Wetter ins Freie, z. B. zu einem Picknick im Park. Die Begegnungen und Gespräche, das gemeinsame Genießen und Tanzen führten zu einem sehr schönen und intensiven Gruppenerlebnis.

Als Abschluss dann noch Teil des WeltTanzTages zu sein war einfach großartig,  zu erleben wie die Altstadt von Ulm zur Bühne wurde für TänzerInnen aller Sparten und aller Altersgruppen. Aber die Bilder vermitteln die Stimmung dieses Tanzfestes wohl besser als alle Worte.

So bleibt uns nur noch, ein großes DANKE nach Ulm zu schicken, an Anita für die Einladung und die herzliche Begegnung, an Guido Gerlach für einige der wunderschönen Fotos vom Münsterplatz und an die TeilnehmerInnen dieses Workshops!
Irgendwie sagt unser Gefühl, dass wir nicht das letzte Mal in Ulm waren!!!

Andrea und Sigrid