Mi Buenos Aires querido

Mi Buenos Aires querido

Dass die Menschen in Buenos Aires ihre Stadt lieben, haben wir in unserer Zeit dort auf vielfältige Weise erlebt. Nun aber wurde diese Erinnerung beim Workshop SOLO TANGO II wachgerüttelt, denn eine Teilnehmerin, ich nenne sie hier Sonja, war eine Portena. „HafenbewohnerInnen“ nennen sie sich, die Menschen, die in Buenos Aires geboren sind und Buenos Aires im Herzen tragen.

Sonja war schon im Jänner bei einem SOLO TANGO Wochenende in der GEA Akademie und sie ist mir gleich am ersten Abend aufgefallen, weil sie bei allen alten, klassischen Tangos die Texte mitgesungen hat. Und bei ihrem Tanz war sofort zu merken, dass sie zwar die Tangotechnik, die Art der Tangoschritte nicht kennt, aber den Rhythmus spürt und tanzt. Bald kamen wir ins Gespräch und sie erzählte, dass sie in Buenos Aires geboren sei und dort bis zu ihrem 24. Lebensjahr gelebt habe, aber noch nie Tango getanzt hat. Und damit sind wir schon mitten in ihrer Geschichte, die zugleich die Geschichte einer ganzen Generation von Portenas und Portenos ist. Also mal langsam und schön der Reihe nach:

Ihre Großeltern väterlicherseits sind 1933 wie so viele andere aus Deutschland ausgewandert. Ihr 6jähriger Sohn war mit an Bord des Schiffes, das sie nach Buenos Aires brachte. Auch ihre Mutter ist das Kind deutscher Auswanderer, wurde aber bereits in der „Neuen Welt“ geboren. Ihre Geschichte bleibt wie die der Zehntausenden anderen, die von Europa aufgebrochen sind mit der Hoffnung auf ein besseres Leben, im Dunkeln. Die meisten von ihnen kamen aus Italien, dann folgte Spanien und schon an dritter Stelle steht Deutschland. So erstaunt es auch nicht, dass es in einigen Stadtvierteln von Buenos Aires deutsche Gemeinden und mehrere deutsche Schulen gibt. Sonja besuchte eine dieser deutschen Schulen, ging zur Konfirmation und lebte als Jugendliche in der Stadt des Tangos – die in den späten 1970er und frühen 1980ern keineswegs die Stadt des Tangos war! Sie erzählt, dass der Tango für sie als Jugendliche überhaupt keinen Reiz hatte. Tango – das war etwas für die Alten! Sie und ihre FreundInnen tanzten Ballroom oder Rock’ n Roll, aber doch nicht Tango! Und wirklich, auch wir haben in Buenos Aires erfahren, dass es da eine ganze Generation gibt, die nie einen Zugang zum Tangotanzen gefunden hat und die auch heute, als Erwachsene 50+ , nicht Tango tanzen können oder wollen. Aber das heißt dennoch nicht, dass sie mit dem Tango nicht vertraut wären! Wie schon eingangs gesagt, Sonja kennt die Texte vieler alter Tangos, singt sie mit und hat den Tangorhythmus im Blut.

Als Sonja 24 Jahre alt ist, verlässt sie Buenos Aires und geht zu ihrem Bruder nach Deutschland, bleibt dort viele Jahre, heiratet später einen Österreicher und lebt nun schon jahrzehntelang hier. Manchmal taucht der Wunsch auf, das Tangotanzen zu lernen, aber ihr Mann kann mit dieser Musik überhaupt nichts anfangen und so gab es für sie nie die passende Gelegenheit. Bis Sonja im brennstoff, der Zeitung von GEA mit dem Programm der GEA Akademie, von SOLO TANGO liest und sich sofort für einen Workshop anmeldet. Bei diesem ersten Wochenende ist sie immer wieder zu Tränen gerührt. Sie dankt uns, dass wir ihr einen Zugang zum Tango erschlossen hätten, nach dem sie sich so gesehnt habe. Und wir? Wir danken ihr, denn durch ihr Dabeisein wurde dieses Workshopwochenende enorm bereichert und wir reichlich beschenkt! Wir erleben bei ihr den Humor, den wir bei den Menschen in Buenos Aires so geschätzt haben und diese unglaubliche Herzlichkeit. In ihrer offenen Art erzählt sie uns und den TeilnehmerInnen immer wieder von „ihrer Stadt“ und dadurch werden die Musik, der Tanz, die Stimmung des Tangos noch viel greifbarer.

So hat es uns nicht wirklich erstaunt, aber enorm gefreut, als wir sahen, dass Sonja sich zum Aufbauworkshop angemeldet hatte. Und all das, womit sie den ersten Workshop bereichert hatte, intensivierte sich noch: Um Argentinien in den Tanzraum zu holen hat sie eine ganze Reisetasche voller Gegenstände mitgebracht: angefangen von einem Poncho, wie die Gauchos ihn tragen, über Bücher und Bildbände, allem, was ein argentinischer Fußballfan so braucht bis hin zum Mate und zum argentinischen Wein! Und sie erzählt und erzählt und erzählt … und den Wein spendiert sie der ganzen Gruppe bei unserer GEA-Milonga, dem Tanzabend am Samstag! Zu später Stunde fragt sie mich dann, ob wir den Tango Mi Buenos Aires querido spielen könnten.  Ich wähle eine Originalaufnahme aus dem Jahr 1934 und Sonja tanzt und singt gemeinsam mit Carlos Gardel:

Mi Buenos Aires querido                                             Mein geliebtes Buenos Aires
Cuando yo te vuelva a ver                                          am Tag, an dem ich dich wiedersehe

No habrá más penas ni olvido                                  wird es kein Leid und keine Achtlosigkeit mehr geben

Irgendwann an diesem Wochenende sagte sie, dass sie all die Jahre vielleicht deshalb so eine Sehnsucht nach dem Tango hatte, weil sie schon so lange so weit weg von Buenos Aires lebt. Aber ich meine, es ist nicht nur das. Es ist diese Kraft der Tangomusik, die tief in ihr geschlummert hat und die nun einen Weg gefunden hat, um gelebt zu werden. Und wir sind unbeschreiblich glücklich darüber, dass wir dabei ein wenig Geburtshilfe leisten konnten …

Sigrid

 

Milonga …

Milonga …

… ein klingender Name für alle, die sich vom Tango angezogen fühlen. Ein Name mit zwei Bedeutungen: einerseits meint er eine bestimmte Musikrichtung im Tango (eine beschwingtere, fröhlichere Variante im 2/4-Takt) und andererseits die Tanzveranstaltung für TangotänzerInnen.

Es dauerte ein paar Momente, bis sich ihre Augen an die spärliche Beleuchtung gewöhnt hatten. Das Lokal war nicht sehr groß und hoffnungslos überfüllt. Zwei Reihen Tische und Stühle grenzten die quadratische Tanzfläche nach allen Seiten hin ab. Die eng umschlungenen Paare dort waren so dicht gedrängt, dass sie mehr standen als sich bewegten. Die Luft war stickig, die Musik laut … Die Pausenmelodie erklang, dann setzte die Musik aus. Die Tanzfläche leerte sich … Die Tanzfläche war noch immer leer, Gläser klirrten, Stimmengewirr erfüllte den Raum. Noch immer kamen neue Gäste durch die Eingangstür herein. Dann erklang die Stimme des Discjockeys aus den Lautsprechern, und fast zeitgleich setzte die Musik ein … Sie beobachtete die Tanzpaare. Die meisten Frauen hatten die Augen geschlossen und hingen wie schlafend an der Brust ihrer Tanzpartner. Deren Gesichtsausdruck verriet indessen äußerste Konzentration, da sie sich einen Weg durch das Gewimmel suchen mussten, ohne die kostbare Fracht in ihren Armen irgendwo anzustoßen … Die Tanzfläche war jetzt so voll gepackt wie ein Stadtbus am Feierabend. Wie machten die das bloß, auf solch engem Raum zu tanzen?

Diese Beschreibung einer Milonga in Buenos Aires stammt aus dem Roman Drei Minuten mit der Wirklichkeit von Wolfram Fleischhauer. Er beschreibt sozusagen das „Original“, denn mittlerweile kann man auf der ganzen Welt Milongas besuchen, in unterschiedlichsten Lokalitäten von Schlosssälen bis zu Kellerkneipen.

Wir waren am vergangenen Samstag auf einer von Tango GRAZioso veranstalteten Milonga in der Nähe von Graz. Als wir um ca. 22.00 Uhr eintrafen, wurde bereits getanzt. Auch bei uns in Europa orientiert man sich bei den Beginnzeiten an den Buenos Aires-Zeiten. Dort braucht man allerdings vor 23.00 Uhr nicht da sein, denn richtig los geht es eigentlich ab Mitternacht. Hier in Graz gab es ab 22.00 Uhr Livemusik. Das Tango-Orchester Graz spielte wieder einmal auf. Wir sind große Fans dieses Orchesters, denn ihr Spiel ist nicht nur ein Hörgenuss, sondern man kann auch wunderbar dazu tanzen, und so war die Tanzfläche bald ähnlich voll wie oben beschrieben. An diesem Abend spielten sie für uns fünf tandas. Tandas – was ist das? Man könnte sagen, es ist die Struktur einer Milonga. Gemeint sind damit die Musikabschnitte. Eine tanda besteht aus drei oder vier Tangos. Dann folgt die sogenannte cortina, dabei wird nicht Tangomusik, sondern irgendeine andere Musik gespielt. Währenddessen leert sich die Tanzfläche, die Tanzpaare trennen sich, um sich für die nächste tanda neu zu mischen.

Traditionelle Milongas laufen nach bestimmten Ritualen ab. Das beginnt schon bei der Aufforderung zum Tanzen. Dies geschieht nämlich über Blickkontakte. Wenn ein Mann, meist sind es die Männer, die auffordern, mit einer bestimmten Frau tanzen möchte, blickt er sie an, selbst wenn sie sich am anderen Ende des Saales befindet. Wenn die Frau es bemerkt und den Blick erwidert, nimmt sie die Aufforderung an. Die beiden treffen sich auf der Tanzfläche und beginnen zu tanzen. Es ist eine sehr subtile Art der Aufforderung und erspart den Männern die peinliche Situation, sich einen Korb zu holen. Zugleich ermöglicht sie den Frauen, eine Aufforderung diskret abzulehnen, indem sie den Blick abwenden. Überhaupt dienen diese bestimmte Struktur einer Milonga und die Rituale dazu, Peinlichkeiten zu vermeiden. So ist es eine feste Regel, eine ganze tanda mit dem- bzw. derselben TanzpartnerIn zu tanzen. Man muss jedoch nicht gleich zu Beginn einer tanda auffordern, sondern kann das z.B. erst ab dem zweiten oder dritten Tango tun, wenn man mit jemandem noch nie getanzt hat. Am Ende der tanda, während die cortina gespielt wird, trennt man sich auf jeden Fall. So kann man ohne peinliche Erklärung wieder zu tanzen aufhören. „Ohne Rituale kann es keine Begegnung von Fremden geben“, sagt eine der Protagonistinnen im Roman von Wolfram Fleischhauer. Auch wenn es anfangs etwas umständlich und sonderbar wirkt, sie haben einen Sinn, diese Rituale, und mit der Zeit üben sie eine besondere Faszination aus.

Als auf der Milonga am Samstag der letzte live gespielte Tango der letzten tanda verklungen war, war die Begeisterung groß und frenetischer Applaus entlockte den MusikerInnen noch eine Zugabe. Wir wollten alle nicht aufhören zu tanzen …

Andrea

 

Primavera

Primavera

Frühling – überall auf der Welt wird er herbeigesehnt, in Liedern besungen, in Gedichten beschrieben, … und es gibt sogar Tangos, die dem Frühling gewidmet sind. Am bekanntesten unter ihnen Primavera Portena von Astor Piazzolla, 1970 komponiert, eine Huldigung nicht nur dem Frühling, sondern auch seiner Heimatstadt Buenos Aires. Wenn ich das Stück höre, blüht er auf, vor meinem geistigen Auge, der Frühling dort. Denn als wir vor vier Jahren im November am Rio de la Plata ankamen, war da gerade Frühling und die blühenden Jacaranda-Bäume haben uns schon auf dem Weg vom Flughafen in die Innenstadt begrüßt. Diese Bäume über und über mit lila Blüten übersät, sind dort wohl der Inbegriff des Frühlings.

Während es in Buenos Aires jetzt gerade Herbst wird, ist er bei uns nicht mehr aufzuhalten, der Frühling. Jedes Jahr von Neuem staune ich über dieses Wunder, das sich da in der Natur vollzieht. Diese unbändige Kraft namens Leben, die zum Vorschein kommt. Ich sitze jetzt eben in unserer Wohnung bei geöffneten Terrassentüren und lasse ihn hereinströmen, den Frühling: Vogelgezwitscher (hab heute auch das erste Mal den Kuckuck gehört), wärmende Sonnenstrahlen, Blütenduft und dieses Grün, das intensiver nicht sein könnte. Alle Sinne werden angeregt und wecken auch meine Lebensgeister. Die verborgene Kraft in den Pflanzen schenkt uns Energie und so feiern wir den Frühling auch am Teller. Ich möchte diesmal ein paar unserer Frühlingsrezepte verraten, die ich so liebe, weil sie Geschenke der Natur und einfach zuzubereiten sind.

Frühlingskräutersalat mit Schafkäse zum Beispiel: Dafür sammle ich direkt vor unserer Haustür verschiedenste Kräuter wie Löwenzahn, Gundelrebe, Giersch, Sauerampfer, Knoblauchrauke, Labkraut, Scharbockskraut, Schafgarbe, … Diese Kräuter werden nur gewaschen, dann über dem Schafskäse verteilt, mit einem Dressing aus Zitronensaft, Olivenöl und Salz übergossen und mit einigen Blüten von Veilchen, Gänseblümchen oder Primel gekrönt. Jeder Bissen dieses frischen, köstlichen Gerichtes offenbart andere Geschmäcker!

 

Mit denselben Kräutern lässt sich auch eine Frittata zubereiten. Dafür werden die Kräuter nach dem Waschen klein geschnitten, in Olivenöl kurz angeröstet und mit verquirlten mit Salz und Pfeffer gewürzten Eiern übergossen. Die Eier stocken lassen, das Ganze einmal wenden und fertig ist ein Gericht, das Energie und Vitamine gleichermaßen liefert.

 

Auch die Knospen des Löwenzahns lassen sich zu einem köstlichen Pastagericht verarbeiten: Dazu kocht man Spaghetti. In einer Pfanne mit Olivenöl werden die Knospen ca. 5 min gebraten, dann mit Schlagobers aufgegossen und mit Salz und Pfeffer gewürzt. Die Spaghetti dazugeben, durchmischen und mit Parmesan servieren. Für alle, die bitter mögen, sehr zu empfehlen!

 

Zur Zeit ernten wir auch ein wildes Gemüse, nämlich Hopfensprossen. Hier bei uns im Südburgenland wächst wilder Hopfen sehr häufig an sonnigen Waldrändern, wo er die Bäume als Klettergerüst nutzt. Dort, wo man die verdorrten Ranken hoch oben entdeckt, sprießen jetzt im Frühling am Boden darunter die jungen Sprossen aus der Erde. Sie haben eine Ähnlichkeit mit wildem Spargel, auch vom Geschmack – eine subtile, zarte Bitterkeit. Die zarten Stängel verlieren ihre rauen Härchen in der Sekunde, da sie in kochendes Salzwasser getaucht werden. Viel länger sollten sie auch nicht drin verweilen, um nur ja schön knackig zu bleiben. Dann braucht es eigentlich nur noch etwas zerlassene Butter, ein Spiegelei und einen Hauch von Parmesan, fertig ist ein Frühlingsmahl von knackigster Gestalt!

Viel Spaß beim Sammeln und Nachkochen!
Auf den Frühling – egal, ob du ihn mit eigenen Gedichten, mit Musik und Tanz oder mit Köstlichkeiten am Teller feierst!

Andrea

 

María de Buenos Aires

María de Buenos Aires

Ein Konzertabend, letzte Woche in Graz erlebt, war so beeindruckend, dass ich davon erzählen möchte. Tangomusik von Astor Piazzolla, interpretiert von dem Ensemble folksmilch und der Sängerin Christiane Boesiger, im Grazer Orpheum – María de Buenos Aires, eine „Tango-Operita“.

Dieses eher selten aufgeführte Werk wurde in Graz erst zum zweiten Mal auf die Bühne gebracht. Vor vielen Jahren (1970er, 80er ?) im Minoritensaal wurde es zu einem Flop mit nicht einmal 200 verkauften Karten, diesmal im ausverkauften Orpheum löste es Begeisterungsstürme aus.

Auf der Bühne nichts als die drei Musiker in Schwarz mit ihren Instrumenten, ein Sofa, ein Tisch und eine Stehlampe, und ebenfalls in Schwarz mit Hut die virtuose Luzerner Sopranistin. Sie füllte die Rolle der Maria mit so viel Temperament, Leidenschaft und Sinnlichkeit, dass man sie für eine „echte Portena“ halten könnte. Im Laufe des Abends fühlte ich mich sowieso nach Buenos Aires versetzt. Die Musik von Piazzolla, die gesungene Sprache – dieser typische Klang aus dem Gebiet des Rio de la Plata, immer wieder eingespielter Verkehrslärm der Stadt und die Texte von Horacio Ferrer, die die Verrücktheit dieser Stadt zum Ausdruck bringen. Das alles zusammengefügt zu einem Ganzen als Verneigung vor Buenos Aires und seinen Frauen.

Nun, wie entstand es eigentlich, dieses besondere Stück Tangomusikgeschichte? Im Jahr 1968 am Rio de la Plata. Es war gerade Horacio Ferrers erster Gedichtband erschienen und Piazzolla war von Ferrers Lyrik angetan: „Du verwirklichst in der Poesie dasselbe wie ich in der Musik.“ Eine sich gegenseitig inspirierende Zusammenarbeit begann. Piazzolla beauftragte Ferrer, sich einen Stoff für ein musikalisch-lyrisches Theater zu überlegen. Ferrer lieferte darauf die Vorlage für María. Piazzolla war begeistert und zog sich Anfang 1968 nach Uruguay zurück, wo er mit der Arbeit begann. Er vollendete sie in Buenos Aires, wo am 8. Mai 1968 die Uraufführung stattfand.

Es ist eine Oper in 16 Bildern, die sehr oft konzertant aufgeführt wird. Eine Nummernoper, in der sich Gesangsnummern, Sprecheinlagen und instrumentale Zwischenspiele abwechseln. Die Musik ist geprägt von verschiedensten Stilen des Tangos und seiner Vorläufer, vermischt sich aber auch mit Elementen der klassischen Musik und des Jazz. Die instrumentale Besetzung besteht üblicherweise aus einem Bandonéon oder Akkordeon, einem Klavier, mindestens einer Geige bzw. Streicher und einem Schlagzeug. An Akkordeon, Geige, Kontrabass und Schlagzeug haben die drei Musiker von folksmilch dieses Werk hier in Graz zum Leben erweckt. Die berühmtesten Nummern aus diesem Stück sind Fuga y misterio und Yo soy María, in der Maria sich temperamentvoll selbst vorstellt: „Ich bin María … María Tango, María der Vorstadt, María Nacht, María fatale Leidenschaft, María der Liebe zu Buenos Aires bin ich!“

Im weiteren Verlauf wird in surrealen Bildern die Geschichte dieser Maria, die von Anfang an unter einem Unglücksstern stand, erzählt: von ihrem tristen Leben in der Vorstadt, von ihrem Abstieg in die Unterwelt der Stadt, von ihrem Tod und ihrem Begräbnis, von ihrem Schatten, der, nachdem ihr Körper begraben ist, verloren durch Buenos Aires streift, und davon wie dieser Schatten zu gebären beginnt. Marías Schatten gebiert ein Mädchen. Ob es die wiedergeborene María ist, lässt das Ende offen.

Nachdem der letze Applaus hier in Graz verklungen war, nach diesem feurigen wie berührenden Abend zugleich, haben mich die Bilder, die Musik und dieses Buenos Aires-Feeling jedenfalls noch länger begleitet …

Andrea

 

Gibt es Tango – Weihnachtsmusik?

Gibt es Tango – Weihnachtsmusik?

In vielen Genres gibt es eigene Musikstücke für Weihnachten, die meist schon Tage und Wochen vor dem Fest erklingen. Ich denke an weihnachtliche Gospels oder traditionelle Volkslieder, alte Madrigale oder die Weihnachtshits der Rock- und Popmusik. Letztere werden in unseren Breiten bekanntlich in Geschäften und Lokalen und sämtlichen Radiosendern so häufig gespielt, dass man sie am liebsten gar nicht mehr hören möchte – oder wie steht es mit deiner Vorliebe für Last Christmas … ? Während ich das schreibe fällt mir übrigens auf, dass ich diesen Song heuer noch gar nicht gehört habe – dieses Glück hatte ich bisher nur einmal, nämlich vor drei Jahren, als wir ab Mitte November in Buenos Aires waren und dort eine gänzlich andere Advent- und Weihnachtsstimmung erlebten. Und Buenos Aires ist auch schon das Stichwort für die Frage, die diesem Artikel zugrunde liegt: Gibt es auch im Genre Tango eigene Musikstücke für die Weihnachtszeit?

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Nun, ich habe bisher keinen Tango gehört, in dem die Worte felicidas festas oder navidad vorgekommen wären, würde mich aber nicht getrauen, deshalb diese Frage mit hundertprozentiger Sicherheit zu verneinen, denn so sehr ich Tangomusik liebe und mittlerweile schon viele Stücke kenne, so ist die Welt der Tangomusik zu groß, um alles kennen zu können. Bei genauerem Nachdenken, Hinhören und Hineinlesen in die Texte fällt mir aber ein ganz wesentlicher Aspekt auf, der bei vielen Tangos auftaucht und der doch ganz nahe an die modernen Weihnachtslieder aus Pop und Rock kommt: Im Tango geht es um die „großen Gefühle“ – um Liebe, Sehnsucht, Schmerz, Verlassen werden, Liebeskummer, …

Der Text von Last Christmas wäre da nicht unpassend:
Last Christmas, I gave you my heart
But the very next day, you gave it away
This year, to save me from tears
I’ll give it to someone special

So weit, so gut. Aber mir geht es ja um den Tango, also auch um die Tangotexte. Die Texte sind eigentlich Gedichte, die älteren davon im Dialekt Lunfardo, der in den Hafenvierteln von Buenos Aires gesprochen wurde. Aber auch die Texte auf Spanisch sind oft schwer zu übersetzen, will man nicht nur die Worte, sondern die Stimmung vermitteln. Ich erinnere mich in diesem Zusammenhang an eine Begegnung mit einem alten Herrn in Buenos Aires. Wir waren zum Tanzen ausgegangen und saßen neben ihm. Lange Zeit tanzte er nicht, sondern sang die jeweiligen Tangos mit. Er fragte dann, ob uns die Texte auch so gut gefallen und war ganz verwundert, dass wir sie ja gar nicht verstehen, weil wir die Sprache nicht so gut beherrschen. Erstaunt frage er, wie wir dennoch den Tango lieben können. Für ihn gehörten Musik und Text untrennbar zusammen und erst in jenen Tagen, als er schon über 70 Jahre alt war, lernte er das Tangotanzen. Seine Frage hat mich veranlasst, immer wieder Übersetzungen anzuschauen und so in die Welt der Tangotexte einzutauchen.

Manchmal erlebe ich dabei eine ziemliche Überraschung, zum Beispiel bei dem Tango Vida mia: Die Melodie klingt romantisch, beim Zuhören und Tanzen habe ich das Gefühl nicht nur Sehnsucht und Liebe sondern auch Geborgenheit, Nähe und Erfüllung zu spüren. Der Blick auf den Text enthüllt aber einen Tango über die Sehnsucht nach dem geliebten Menschen und über den Schmerz, die Trennung, die Einsamkeit:

Mein Leben
Aus der Ferne liebe ich dich mehr.
Mein Leben, denk an meine Rückkehr.
Ich weiß, dass man für Gold deine Küsse nicht haben kann …
Und ich wünsche mir, dich zu halten
An meine Seite gebunden
Und so zu ersticken
Meine Einsamkeit.

Und da bin ich, fast möchte ich sagen „leider“, schon wieder bei Last Christmas, einem romantisch-schmalzigen Ohrwurm über eine unglückliche Liebe …

Tangotexte erzählen zwar häufig, aber doch nicht ausschließlich von enttäuschter Liebe. Die Sehnsucht, die Hoffnung und Erwartung wird immer neu besungen und durch die Musik verstärkt. So etwa bei einem der ganz berühmten Tangos, der in den Goldenen Jahren von Carlos Gardel gesungen wurde und seither sozusagen „sein Tango“ geworden ist:2127081511_1cb5e6b1be_o

El Dia que me quieras / Der Tag an dem du mich liebst

Am Tag, an dem du mich liebst
Wird die Rose sich schmücken
Und sich feierlich kleiden in den schönsten Farben.
Und Glockenläuten zum Wind
Um zu sagen, dass du nun mir gehörst …

Am Tag, an dem du mich liebst,
Wird es nichts als Glück geben. …
Das Leben wird blühen
Und es wird kein Leid mehr geben.

Mit einem Text, der in ganz anderer Weise über die Sehnsucht nach Liebe spricht, beschäftigen wir uns derzeit intensiv beim Erarbeiten eines neuen wo/men tango acts. Der Text der Balada para un loco zur Musik von Astor Piazzolla stammt von Horacio Ferrer, einem der ganz großen Tangodichter. Die Sehnsucht nach Liebe kann uns ja wirklich manchmal verrückt werden lassen …

Liebe mich, so wie ich bin,
verrückt, verrückt, verrückt,
mach den Weg frei für die Liebe, so dass wir die verrückte Magie des Lebens
noch mal versuchen werden …

So komme ich zur Erkenntnis, dass es keinen Weihnachtstango braucht, um einzutauchen in die Sehnsucht nach Liebe und die Magie des Lebens, von der viele gerade in diesen Tagen träumen. Denn eigentlich geht es dabei ja nicht um Weihnachten, um diese wenigen Tage im Jahr, die manchmal gar so überhäuft sind mit Sentimentalität. Es geht um unsere Sehnsucht als Menschen, zu lieben und geliebt zu werden, an jedem Tag des Jahres. Und davon erzählen viele Tangotexte – egal, wann wir sie hören.

Sigrid

 

PS.: Wie wir Weihnachten 2013 in Buenos Aires erlebt haben, kannst du in diesen beiden Artikeln nachlesen!

Feliz Navidad und Weihnachtsparty

Don’t cry for me, Argentina!

Don’t cry for me, Argentina!

Dieses Wochenende sind wir ganz auf celeste, auf himmelblau, auf die Nationalfarbe Argentiniens eingestellt. Denn in den nächsten Tagen treffen Ereignisse zusammen, die uns intensiv mit Argentinien verbinden …

8084347736_73a3daa368_bZunächst einmal sind wir gerade in den Proben für einen Musical-Abend, der morgen hier in unserer Nachbargemeinde stattfindet. Ein Abend mit Musik und Tanz aus zahlreichen Musicals und da darf auch Evita nicht fehlen. Sie zählte wohl zu den zwiespältigsten Frauen des 20. Jhds., von den einen abgelehnt und gehasst, von den anderen vergöttert und geliebt. Als dann das Musical von Andrew Lloyd Webber verfilmt und die Titelrolle mit Madonna besetzt wurde, war die Aufregung in Argentinien nicht mehr zu bremsen – für die einen ein Affront, dass ihre Heilige von sooooo einer Person dargestellt werden soll, für die anderen der Beweis von Evitas Unehrbarkeit. Nun, die Regisseurin des Musical-Abends hat uns schon vor Monaten gefragt, ob wir bei dieser Aufführung einen Tango tanzen würden. Aber, es gibt im Musical keinen „richtigen“ Tango und außerdem werden aus allen Musicals die Highlights herausgenommen, die „Ohrwürmer“, die jeder und jede kennt und liebt. Also, wir tanzen Tango – crossover zu Nicht-Tango-Musik – zu Don’t cry for me, Argentina! Für mich war und ist es total spannend, sich in den Proben nicht nur mit dem Tanz sondern mit der Geschichte dahinter zu beschäftigen, den Film nochmals anzuschauen und diese Eindrücke in die Interpretation des Stückes einfließen zu lassen. Erinnerungen kamen hoch, zum Beispiel an jenen Samstag in Buenos Aires, an dem wir mit unseren argentinischen Freunden im Evita-Museum waren und natürlich angeregt diskutiert haben über diese Frau und darüber, wie sie als Argentinier heute zu ihr stehen. All das schwingt jetzt mit, wenn wir morgen auf die Bühne gehen werden, als Evita und Che, und tanzen.

dscf3324-2Und genau zu jenem Zeitpunkt, am Abend des 12. November, bin ich mit meinen Gedanken auch in der Vergangenheit: genau vor 3 Jahren sind wir ins Flugzeug gestiegen und am Morgen des 13. November in Buenos Aires angekommen! Die ganze letzte Woche schon tauchen immer wieder Bilder vor meinem inneren Auge auf – die Fahrt vom Flughafen in die Innenstadt, vorbei an den schäbigen Häusern der Randbezirke, die aber an jeder Ecke „geschmückt“ waren mit den lilafarbenen Blüten der Jacarandabäume. Patricia und Nestor, die Freunde meiner Eltern, haben uns nicht nur an diesem ersten Tag abgeholt und in unsere Wohnung gebracht, sondern durch sie konnten wir in all den Wochen so viel über dieses Land und seine Menschen erfahren. Ich erinnere mich an diese erste Autofahrt durch den unvorstellbar dichten Verkehr, den Stau auf der Prachtstraße 9 de Julio mit ihren 16 Spuren, den Lärm und Gestank, der uns den Alltag dieser 3 Monate immer wieder verdrießt hat. Aber auch an all die schönen Ecken, die die beiden uns in Buenos Aires gezeigt haben. Wie alle Portenos lieben sie ihre Stadt und sind sie sehr stolz auf sie. Ich war in den Tagen vor der Reise ziemlich aufgeregt und ehrlich gesagt auch ein wenig ängstlich, was mich da am anderen Ende der Welt in dieser Millionenstadt erwarten würde. Wir hatten einige Romane gelesen, die im Laufe des 20. Jhds. in Buenos Aires spielen und haben uns so mit der Stadt und ihrer Geschichte vertraut gemacht. Wir haben die begeisterten Reiseberichte von Tangotanzenden gelesen, die den Sehnsuchtsort aller Tangotänzerinnen und –tänzer in höchsten Tönen gepriesen haben. Ich war also gespannt und wohl auch positiv voreingenommen. Und tatsächlich, wir waren im Tango-Himmel! Und die Menschen, denen wir begegnet sind, waren großartig mit ihrer Herzlichkeit und Hilfsbereitschaft und ihrem grenzenlosen Humor. Aber, in die Stadt Buenos Aires konnte ich mich bis zum Schluss nicht so ganz verlieben. Und als wir gefragt wurden, wann wir wiederkommen werden, da war für uns schon klar, dass es uns nicht so schnell wieder nach Buenos Aires zieht – sorry, and: Don’t cry form me, Argentina!

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Nun, drei Jahre sind seither vergangen. Auf dem Weg nach Buenos Aires hatten wir den Traum im Gepäck, Straßenkünstlerinnen zu werden und heute sind wir AdanzaS. In Buenos Aires sind die ersten Artikel für diesen Blog entstanden und heute ist er ein fixer Bestandteil unserer Arbeitswoche. Und ebenfalls in Buenos Aires hat unser intensives, tägliches Training mit Yoga und Tango begonnen, ohne das ich mir meinen Alltag nicht mehr vorstellen kann. Vielleicht zieht es uns auch deshalb zurzeit nicht zurück nach Buenos Aires, weil unser momentanes Leben noch immer so stark geprägt ist, von dem, was dort seinen Anfang genommen hat. Also, thank you, Argentina, and – don’t cry …

Adios, Sigrid

 

Goldene Jahre des Tangos

Goldene Jahre des Tangos

Wie ich schon im Blogartikel über die Entstehung des Tangos erzählt habe, wurde er in seinen Anfängen von der Mehrheit der Leute als eine Art niedere Musik betrachtet, unzüchtig und der Beachtung nicht wert. 1921 hieß es noch in einer argentinischen Zeitschrift, dass „die gebildeten Bürger noch nicht bereit seien, diese vorstädtische Musik zu akzeptieren, die für die Unterschicht gemacht war.“ Aber nach und nach hat er sich doch Eintritt verschafft und „unter das kultivierte Ästhetikempfinden der Oberschicht gemischt“.

Die Cafés im Zentrum der Stadt Buenos Aires begannen Tango-Trios zu engagieren. Tangopartituren wurden von den jungen Leuten der Oberschicht, zuerst zwar noch heimlich, aber doch erworben und gespielt. Langsam löste sich die Tangomusik vom Rotlichtmilieu, um in Bars, Cafés und Salons aufgeführt zu werden.

13192685785_2fecdf5ab9_oSeinen Durchbruch erhielt der Tango Argentino aber über den Umweg Paris. Es gab ein paar wagemutige Argentinier, junge Männer der Oberschicht, die den Tango in den noblen Pariser Salons einführten, die so anders und so weit weg waren von der Welt, in der er geboren wurde. Ab 1907 kamen argentinische Musiker (in den Tango-Orchestern gab es damals keine Frauen) und SängerInnen nach Paris. Fest steht, dass der Tango 1912 Paris ganz und gar erobert hat, man tanzte ihn genau so viel oder mehr als Walzer. Paris war ja zu Anfang des Jahrhunderts das kulturelle Zentrum der westlichen Welt, was dort angesagt war, strahlte auf ganz Europa und auf die Vereinigten Staaten aus. Das Tangofieber erfasste alle sozialen Schichten von den Varietétänzerinnen bis zum Präsidenten Frankreichs und seiner Frau. Kirche, PolitikerInnen, Adlige, BürgerInnen, Intellektuelle, KünstlerInnen, alle beteiligten sich an dem heiß geführten Meinungsstreit, niemand der nicht Position bezogen hätte zum Tango. Sogar vor dem Papst wurde Tango getanzt, um zu entscheiden, ob er Sünde sei oder nicht. Das finde ich sehr amüsant, wenn ich daran denke, dass der jetzige Papst Argentinier ist und selbst Tango getanzt hat.

In nur wenigen Jahren verbreitete sich also der Tango von den Salons der Adeligen und KünstlerInnen zu den Tangotees, den Dancings und den Musette-Bällen. Dabei muss man bedenken, welches Klima in jenen Jahren herrschte: die Spannungen vor dem ersten Weltkrieg, der Streik der Staatsbediensteten, die Trennung von Kirche und Staat, … Der damaligen französischen Gesellschaft passte der Tango wie angegossen. Alles war in Aufruhr, im Umbruch. Diese dumpfe, überall unterschwellig zu spürende Unruhe, dieser Befreiungsdrang, der in diesen angespannten Körpern nahezu explodierte, nichts anderes war der Tango. Das alles lässt Elsa Osorio ihre Protagonistin in ihrem Roman Im Himmel Tango sagen. Vielleicht hat der Tango-Boom heute mit den Parallelen zu jener Zeit zu tun?

4322248164_0293b7d336_oDie ArgentinierInnen waren erst mal überrascht, als in den französischen Gesellschaftsseiten zum Thema Argentinien nicht von Fleisch und Getreide die Rede war, sondern vom Tango. Über den Umweg Paris wurde der Tango schließlich auch in Buenos Aires akzeptiert, und bald gefeiert. Es entstanden in Folge die „typischen Orchester“ mit ihren großen Namen, wie Julio De Caro, Osvaldo Fresedo, Anibal Troilo, Juan D’Arienzo, Carlos Di Sarli, … um nur einige zu nennen. Auch heute noch wird auf den Milongas zu den Werken dieser Musiker getanzt. Außerdem traten in der Zeit auch erstmals Chansonniers in Erscheinung, die später die eigentlichen TangosängerInnen wurden.

3658517924_caafbc54dc_oZur Legende unter ihnen wurde Carlos Gardel (1890 – 1935). In Buenos Aires aufgewachsen, galt seine Liebe von Anfang an dem Gesang. Er nahm früh Gesangsunterricht, sang bis 1917 aber ausschließlich Heimatlieder. Berühmtheit erlangte er aber dann als Tangosänger. „Er singt jeden Tag besser“, machte bald die Runde, und so war er schnell fester Bestandteil der Tangoszene. Er betätigte sich auch als Schauspieler und war ein äußerst produktiver Komponist. Sein früher Tod durch einen Flugzeugabsturz und viele geheimnisvolle Rätsel um einige Aspekte seines Lebens (u. a. dass er möglicherweise schwul war) machten ihn jedenfalls, neben Evita und Diego Maradonna, zu einem der drei „Nationalheiligen“ Argentiniens. Sein Grabmal am Friedhof von Chacarita in Buenos Aires ist jedenfalls auch heute noch Pilgerstätte seiner BewunderInnen.

Sicherlich auch durch ihn lebte Buenos Aires als Tango-Metropole auf und ist bis heute Anziehungspunkt der Tangobegeisterten aus aller Welt. So möchte ich meinen Artikel mit den Zeilen aus einem seiner berühmtesten Lieder, Mi Buenos Aires querido, beschließen:

Mein geliebtes Buenos Aires
Am Tag, an dem ich dich wiedersehe
Wird es kein Leid und keine Achtlosigkeit mehr geben.

Andrea

Verwendete Literatur:
Tango, Eduardo Araníbar, Heel-Verlag 2008
Im Himmel Tango, Elsa Osorio, Suhrkamp-Verlag, 2008