Das liebe Geld …

Das liebe Geld …

Über Geld spricht man nicht. Geld hat man! So lautete einer der unantastbaren Stehsätze meiner Kindheit. Ich finde, es ist höchste Zeit dieses Tabu zu brechen und über Geld zu reden! Auf unserem Weg in die Selbständigkeit war dieses Thema von Anfang an zentral und durchaus emotional, also auch mit Sorgen und Ungewissheiten verbunden. Aber schön langsam, beginnen wir der Reihe nach …

Seit meinem 23. Lebensjahr war ich in der glücklichen Lage, monatlich ein Gehalt auf meinem Konto vorzufinden. Erst als klar war, dass ich als Lehrerin kündigen werde, wurde mir diese scheinbare Selbstverständlichkeit immer bewusster und die Frage, wie es sein wird, wenn diese Sicherheit wegfällt, drängte sich auf. Ich nahm das zum Anlass über mein Verhältnis zu Geld nachzudenken und bin auf das Buch SteinReich von Luisa Francia gestoßen. Gleich am Anfang des Buches stellt sie fest, dass wir Menschen es sind, die dem Geld, diesem Stück Papier oder diesem runden Metall, seine Wertigkeit und damit seinen Wert und seine große Bedeutung geben. Als Kinder haben wir schöne Steine gesammelt und sie als großen Schatz angesehen. Die Augen konnten sich nicht daran sattsehen. Warum sollten die Augen eines Erwachsenen nicht mehr beim Anblick von Steinen, sondern von Münzen leuchten? Eine wunderbare, fast magische Begegnung in Buenos Aires verdeutlichte mir dieses Thema eindrucksvoll:

Wir saßen in der U-Bahn, die gerade erstaunlich leer war. Da stieg eine alte Frau ein, klein, mit dunkler Hautfarbe, barfuß und ärmlich gekleidet – aber mit einer aufrechten Körperhaltung und der Ausstrahlung einer Königin! Ohne Worte ging sie an uns vorbei und reichte uns im Vorbeigehen ein kleines Stückchen Papier, herausgerissen aus einer Zeitung. Wir waren irritiert und überlegten, was dies zu bedeuten habe. Ein Mann nebenan machte mit einer Geste klar, dass er sie für verrückt hielt. Aber uns wurde bald klar, worum es ging – es war ein Tausch! Und tatsächlich, kurz drauf kam die Frau zurück, blieb wieder nicht stehen, sondern verlangsamte nur ihren würdevollen Schritt und nahm aus meiner Hand das Stück Papier entgegen, das ich ihr reichte – einen Geldschein. Ohne sich umzudrehen verließ sie die U-Bahn an der nächsten Station. Ich war tief berührt, hatte das Gefühl von dieser Frau, die wie aus dem Nichts auftauchte und wieder verschwand, eine Lektion für mein Leben geschenkt bekommen zu haben: Wir selbst geben den Dingen ihren Wert und wir selbst haben den größten Wert, den es auf dieser Welt gibt!

Ein weiteres Thema rund ums Geld, von dem Luisa Franca in ihrem Buch spricht, war in dieser Begegnung enthalten – nämlich dass das Geld fließen muss. Gerade in Zeiten der Knappheit rät unsere Gesellschaft zum Sparen, zum Festhalten dessen, was man/frau hat. Aber nur wenn ich loslassen kann, das Geld fließen lasse, wird es auch wieder zu mir zurückfließen. So war es uns in jenen ersten Monaten nach der Kündigung wichtig, zwar bewusster mit Geld umzugehen, aber es weder zu horten noch anzufangen, damit zu knausern. Nicht das Festhalten, sondern das Loslassen hält alles im Fluss! Und schon  nach kurzer Zeit merkten wir, dass wir mit viel weniger Geld auskamen als zu jener Zeit, da wir beide „gut verdient“ hatten und uns „etwas leisten konnten“. Wir haben uns materiell sehr reduziert, aber wir haben das nie als Einschränkung oder Verzicht erlebt, sondern überrascht festgestellt, dass uns nichts abgeht, wenn wir weniger konsumieren! Das Geld konnte nach wie vor fließen, etwa für gute Lebensmittel oder einen schönen Espresso, für Momente des Genießens. Aber viele andere materielle Dinge, so haben wir festgestellt, brauchen wir einfach nicht (mehr). Und so hatten wir auch immer genug Geld, obwohl wir viel weniger zur Verfügung hatten als in jenen Jahren, als das Konto monatlich mit einem Gehalt gefüttert wurde.

Im letzten Teil des Buches formuliert Luisa Franca 64 Orakelsprüche rund ums Geld und einer davon hat uns sofort angesprochen und in der Folge begleitet:

Du machst neue Lernprozesse und gehst an viele Orte, um viele verschiedene neue Dinge zu erfahren und zu lernen. Es ist nicht gerade eine besitzintensive Zeit, dafür sammelst du Erfahrungen und Wissen, die du später in Materie umsetzen kannst. Deine Lehr- und Wanderjahre stehen an, egal wie alt du bist. Denk daran, dass viele Frauen mit vierzig, sogar mit fünfzig ein völlig neues Leben anfangen. Frauen sind unbegrenzt lernfähig! Werde eine Nomadin in der Welt der starren Gesetze und Unveränderlichkeiten. Denn wenn du beweglich bist, bewegst du auch die Welt. (Orakel 56).

Treffender könnten die Jahre, in denen wir unsere Selbständigkeit aufgebaut haben, kaum beschrieben werden! Anfangs scherzten wir noch, ob die Lehrzeit drei oder vier Jahre lang sein werde. Sie dauerte exakt drei Jahre! Und heute sind wir soweit, unsere Erfahrungen in Materie, sprich in Geld, umsetzen zu können und finanziell auf eigenen Beinen zu stehen. Wir verdienen viel weniger als früher, aber wir kommen auch mit viel weniger Geld aus und haben dennoch das Gefühl – im wahrsten Sinne des Wortes – im Wohlstand zu leben. Für mich hat sich außerdem der Bezug von Arbeit und Lohn stark verändert. Als Lehrerin war das Gehalt etwas, das automatisch auf mein Konto kam. Ich habe nie darüber nachgedacht, aber meine Arbeit hatte keinen direkten Bezug zu meinem Gehalt. Wenn wir jetzt zum Beispiel eine Tango-Privatsunde geben, dann haben wir am nächsten Tag Geld in der Tasche, um einkaufen oder essen gehen zu können. Das ist viel unmittelbarer und konkreter. Und das Schöne ist, es geht sich einfach immer aus! Wir haben das, was wir brauchen. Wir machen uns nicht wirklich Sorgen ums Geld, die Ängste vor der Selbständigkeit haben sich schrittweise in Luft aufgelöst, sobald wir uns auf den Weg gemacht haben und unsere Lehr- und Wanderjahre begonnen hatten. Als wir in dieser Zeit einmal die Grundzüge für unsere Selbständigkeit zusammengetragen haben, haben wir folgende Sätze aufgeschrieben: Mehr und mehr sind wir uns des Wertes unserer Arbeit bewusst. Geld und unser Verhältnis zu Geld fühlen sich gut an. Wir sind begeistert davon, in Wohlstand zu leben!

Und wir haben gelernt, übers Geld zu reden, unsere Finanzen zu planen, das Geld fließen zu lassen. Immer wieder denke ich dabei an jene Frau in Buenos Aires, die sich ihres Wertes so sicher war und werde durch sie ermutigt, für unsere Arbeit einen angemessenen Preis zu verlangen. Auch sie war eine Nomadin in der Welt der starren Gesetze. Und sie hat uns gezeigt, dass diese auch in Sachen Geld nicht unveränderlich sind, sondern dass es auf den Blickwinkel ankommt.

Sigrid

Verwendete Literatur:
SteinReich, Luisa Francia, Verlag Frauenoffensive

 

Reisegeschichten

Reisegeschichten

Für unsere Tango-Silvesterreise traten wir sie an, die langen Reise nach Norden durch den ehemaligen Ostblock. Dabei  begleitete uns ein Film, den wir vorab als Einstimmung auf den Ort, an den wir uns begeben würden, gesehen hatten. Jahrestage von Margarethe von Trotta, erzählt die Geschichte der Gesine Cressphal und ihrer Familie aus einem kleinen Dorf in Mecklenburg.

Auf Grund der Tatsache, dass der Nachtzug Wien – Berlin eingestellt worden war (unglaublich!), waren wir mit dem Bus unterwegs und passierten so Schauplatz um Schauplatz dieses Films. Wir bestiegen also in Wien den Bus, ziemlich voll und sehr eng bestuhlt, müssen wir uns gleich einmal auf wenig Bewegungsraum einstellen, aber zumindest haben die Chauffeure eine ruhige und angenehme Fahrweise. Quer durch die Tschechei geht es zunächst – trostlos wirkende Ortschaften, Regen und Nebel, weites Land und sonst nichts. Wir fallen in einen Dämmerschlaf. Erst in Prag kommt Leben auf und weckt ein wenig die Lebensgeister und vor allem die Erinnerung an den Film. Denn hier endet der Film mit der Niederschlagung des Prager Frühlings.

Gesine Cressphal ist im Auftrag einer amerikanischen Bank auf dem Weg nach Prag, um Dollar-Kredite zu vermitteln und so die Tschechoslowakei in ihren Unabhängigkeitsbetrebungen zu unterstützen. Aber dazu soll es nicht mehr kommen, die sowjetischen Panzer rollen schon …

Genau 50 Jahre ist das jetzt her und wir reisen jetzt ohne Grenzkontrollen durch ein Tschechien, das zur EU gehört. Auf unserer Fahrt mitten durch die Stadt präsentiert sie sich stolz mit Karlsbrücke und Prager Burg und diese altehrwürdigen Gebäude, die über der Moldau thronen, erzählen auch ihre Geschichten.  Zuerst noch der Moldau und dann der Elbe folgend geht es weiter Richtung Norden, diesmal durch ausgedehnte Wälder. Bald nachdem wir die Grenze zu Deutschland passiert haben, erreichen wir Dresden. Der neue Hauptbahnhof, ein sehenswertes Gebäude, versetzt mich wieder in den Film.

Hier absolviert Jakob, Gesines Geliebter, die Ausbildung zum Lokomotivführer in den Anfängen der DDR. Im aufstrebenden Sozialismus nimmt man sich vor allem der jungen Menschen an, Ausbildung und Arbeitsplätze sind gesichert, aber gehen einher mit ideologischer Erziehung, bei der keine Abweichungen geduldet werden. Bei einem Zugunglück verliert Jakob sein Leben, bevor die gemeinsame Tochter Marie geboren wird. Als Marie elf Jahre alt ist, rollen die Fragen nach dem Vater Gesines Vergangenheit auf …

Wir haben hier unseren zweiten und letzten Stopp vor Berlin. Auch Dresden, schon im Abendlicht, zeigt am Ufer der Elbe seine Schätze: Frauenkirche, Residenzschloss und Kathedrale. Ab jetzt begleitet uns Dunkelheit, die Zeit vergeht seeehr langsam. Als endlich die Lichter von Berlin auftauchen, sind wir erleichtert, bald der Enge dieses Busses entkommen zu können. Wieder in Berlin! Wenn im Moment auch nur für eine Nacht im Hotelzimmer, im Motel One am Hauptbahnhof. Ansprechendes Design, das Zimmer nicht groß, aber mit stilvollem Bad und sehr bequemem Bett, einer tollen Aussicht über das nächtliche Berlin, eine einladende Bar und ein reichhaltiges Frühstücksbuffet mit vielen Bio-Produkten, ideal für einen Zwischenstopp. Auch in Gesines Geschichte war Berlin Zwischenstopp – auf der Flucht in den Westen.

Gesine und ihrer Freundin Anita wird es, nachdem sie das Abitur in der Tasche haben, zu eng in der sozialistischen DDR und sie fliehen in den Westen. Noch gibt es keine Mauer, die Flucht ist relativ einfach, auch wenn die Spitzel der Stasi auch schnell mal nachkommen in den Westen. Aufhalten können sie die beiden aber nicht. Als die Mauer gebaut wird, lebt Gesine bereits in New York …

Ausgeruht und gestärkt konnten wir also am nächsten Morgen die Weiterreise antreten – mit dem Zug noch zwei Stunden nordwärts in die Mecklenburgische Seenplatte. Bei der Fahrt durch die Landschaft, als die ersten Seen auftauchen, werden sie wieder lebendig, die Bilder aus dem Film, denn hier nimmt er seinen Anfang.

Im Jahr 1933 wird Gesine Cressphal in einem kleinen Dorf in Mecklenburg geboren. Ihre Kindheit ist geprägt von Hitlers Machtergreifung, dem Krieg und der sowjetischen Besatzung …

Vier Jahrzehnte deutscher Geschichte werden also in diesem Film ziemlich spannend erzählt und haben so für mich diese Reise auch zu einer Reise durch die Geschichte gemacht. Bald erreichen wir Waren, das Tor zum Seenparadies der Müritz, von wo uns ein Taxi zum Gutshof Neu Schönau bringt. Wir haben das Ziel unserer langen Reise erreicht. Das liebevoll renovierte Gutshaus umgeben von einigen kleinen Seen, hätte wohl auch viele Geschichten zu erzählen. Jetzt aber bildet es einen wunderschönen Rahmen für unsere Tangowoche im hohen Norden.

Andrea

Buch- und Filmtipp:

Jahrestage,
ein Film von Margarethe von Trotta,
nach dem gleichnamigen Roman von Uwe Johnson

 

Women only?!

Women only?!

Kürzlich ist unsere erste Tangowoche für Frauen, veranstaltet vom Berliner Reiseunternehmen WomenFairTravel, zu Ende gegangen. WomenFairTravel hat pro Jahr ca. 200 Reisetermine weltweit im Programm und beschreibt sich selbst wie folgt: Wir veranstalten sinnliche, ökologische und faire Gruppenreisen für Frauen, von denen einige einzigartig auf dem touristischen Markt sind. … Sie sollen vor allem intensive Reiseeindrücke und authentische Begegnungen mit anderen Frauen ermöglichen und viel Spaß machen! … Die Frauen im Blick zu haben liegt uns im Sinn. Überall auf der Welt. WomenFairTravel – Reisen für Frauen mit Weitblick!

In den letzten Wochen hat die Ankündigung dieser Frauenreise unter anderem auf unserer Facebookseite für Diskussionen gesorgt. Ist es am Beginn des 21. Jahrhunderts überhaupt noch notwendig eigene Frauenreisen anzubieten? Oder ist es nicht sogar diskriminierend, wenn sich das Angebot ausschließlich an Frauen richtet? Ich denke, diese kritischen Fragen spiegeln wider, dass das Verhältnis von Männern  und Frauen im Moment recht angespannt und vielleicht erneut im Umbruch ist. Vor dieser Reise haben wir geantwortet, dass es schon erstaunlich ist, dass diese eine Tangowoche nur für Frauen neben unseren vielen anderen Reise- und Workshopangeboten, die für alle offen sind, ein Problem darstellt. Gerade über Silvester fühlen sich zum Beispiel allein reisende Frauen in Hotels nicht immer ganz wohl. Jetzt, nach der Reise, weiß ich einmal mehr, wie schön und wertvoll es ist, immer wieder einmal reine Frauengruppen zu erleben! Da geht es aber wie so oft im Leben nicht um „besser“ oder „schlechter“, nicht darum, sich von Männern abkapseln zu wollen, sondern einfach darum, für eine bestimmte Zeit diese Form der Begegnung unter Frauen erleben zu können.

Natürlich ist auch immer wieder die Frage aufgetaucht, wie es denn überhaupt möglich wäre, ohne Männer einen Tangokurs zu veranstalten. Ganz einfach, indem Frauen die führende und die folgende Rolle lernen und tanzen. Die Motivationen dafür sind sehr breit gefächert. Da gibt es zum einen jene Frauen, die auf den Milongas in ihrer Stadt fast den ganzen Abend herumsitzen und darauf warten, wenigstens einige Male zum Tanzen zu kommen. Die Tangoszene ist mancherorts recht konservativ und da wird es nicht immer gerne gesehen, dass eine Frau einen Mann zum Tanz auffordert. Wir kennen einige Frauen, für die dieses Warten so frustrierend war, dass sie aufgehört haben, Tango zu tanzen. Wenn diese Frauen nun die Rolle der Führenden lernen, dann können sie ihre Tangoleidenschaft leben. Doch es gibt auch ganz andere Gründe, warum Frauen das Führen lernen wollen. Eine Teilnehmerin in diesem Kurs meinte am Beginn der Woche, sie wolle das Führen einfach ausprobieren, weil sie spürt, dass es da eine Seite in ihr gibt, die gelebt werden will. Am Ende des Kurses war es unglaublich zu sehen, wie schnell und wie großartig sie sich in dieser Rolle zurecht gefunden hat! Es war eine Freude, ihr beim Tanz zuzusehen und frau könnte glauben, dass sie das Führen schon jahrelang macht. Sie war dann selbst auch ganz begeistert und erfreut über das, was sie bei sich entdeckt hat. Einige Teilnehmerinnen haben immer wieder die Rollen getauscht und wollten das Führen und Folgen (kennen)lernen, um so das Wesen des Tangos noch besser verstehen zu können. Unser Verständnis von Führen und Folgen auf Augenhöhe hat dies wohl erleichtert und wurde von den Frauen sehr geschätzt. Eine andere Teilnehmerin wiederum wollte in ihrer gewohnten Rolle als Folgende bleiben, weil sie im Alltag als alleinerziehende Mutter und in ihrer beruflichen Selbständigkeit stets die Führende ist und daher im Tanz den Ausgleich sucht. Eine kleine Episode während des Tanzens zeigt, was für sie dabei wichtig ist: Als ich einmal mit ihr tanzte und sie mit einem neuen Schritt noch nicht sofort klar gekommen ist, wollte sie das korrigieren. Ich sagte ihr, das sei nicht notwendig, es sei meine Aufgabe als Führende daraus eine neue Möglichkeit zu finden.  Und sie war ganz glücklich und meinte wie schön es sei, einmal die Verantwortung ganz abgeben zu können.

Ganz automatisch war dieser Kurs also auch ein Nachdenken über die Rollen im Tango und ein Experimentieren mit den Rollen als Führende und Folgende. Und als wir im Thementeil Mujeres y Tango die Geschichte der Frauen im Tango, also „Herstory“ erzählten und zur Musik von Komponistinnen, Sängerinnen und Frauentrios tanzten, war das besonders intensiv für uns alle.

Neben diesen Erfahrungen im Tanz war auch das Zusammensein als Gruppe von 32 Frauen (mit den Teilnehmerinnen des Feldenkrais-Kurses) in diesem Seminarhaus äußerst angenehm. Es gab diese vielen, authentischen Begegnungen, Gespräche mit interessanten Frauen, die von ihrem jeweiligen Lebenshintergrund her ganz unterschiedliche Sicht- und Denkweisen einbrachten, es gab eine Woche lang eindeutig eine frauengerechte Sprache und es gab viel Spaß – so, wie WomenFairTravel es beschreibt. Dass wir in dieser Woche vom Koch des Hauses, also von einem Mann, mit köstlichem Essen versorgt wurden, bringt den Rollentausch auf einer anderen Ebene nochmals ins Spiel! Ist doch schön, wenn die Rollenbilder einmal mehr aufgebrochen werden!

Nun, unsere Kooperation mit WomenFairTravel wird auch 2018 weiter bestehen bleiben und die nächste Silvester-Tangoreise für Frauen ist bereits fixiert. Nach dieser wunderbaren Woche freuen wir uns schon jetzt darauf!

Sigrid

 

Spätherbst an der Kvarner Bucht

Spätherbst an der Kvarner Bucht

Während ich diese Zeilen schreibe, sitze ich am Balkon unseres Zimmers im Hotel Miramar und blicke immer wieder hinaus auf die Kvarner Bucht. Vor mir liegt das glitzernde Meer, die tiefstehende Sonne zaubert um diese Jahreszeit eine ganz neue, ungewöhnliche Atmosphäre aufs Wasser. Eine leichte Brise lässt die Wellen tanzen und sorgt so gemeinsam mit der Sonne für eine stetig wechselnde Choreographie. Dahinter heben sich die Inseln Cres und Krk ab, liegen scheinbar verlassen im Meer, denn durch die tiefstehende Gegensonne sind keine Einzelheiten, sondern nur ihre Umrisse auszumachen. Noch weiter am Horizont sind die schneebedeckten Berge zu sehen und der Blick reicht bis hinunter zum Velebit Gebirge. Am Morgen war der Wind, der von diesen Schneebergen her kam, noch frisch. Jetzt, zur Mittagszeit, ist er angenehm und kühlend, denn mit einer der Jahreszeit angepassten, wärmeren Hose und einem Pullover ist es hier an diesem Sonnenplätzchen richtig  warm.

Soeben sind wir von einem Spaziergang durch Opatija zurückgekehrt. Das kleine Städtchen im Nordwesten der Kvarner Bucht mit seinen 13.000 Einwohnern ist zur Ruhe gekommen. Nach einer langen Sommersaison, in der vor allem im Juli und August die Straßen, Strände und Bars ziemlich überfüllt sind, scheint es nun wieder zu sich selbst zu finden. Am Lungomare, dem Spazierweg direkt am Meer, begegnen uns fast nur Einheimische, alle im Wintermantel oder mit einer Daunenjacke, manche beim gemütlichen Flanieren, manche auf der täglichen Runde mit ihrem Hund, andere beim Joggen oder gemütlich auf einer Bank sitzend. Alles geht hier langsam von statten, und auch die wenigen TouristInnen, die jetzt hierher kommen, scheinen sich diesem Tempo anzupassen. Ein Kaffee oder ein Aperitif auf der Sonnenterrasse des Cafe Wagner, ein kleiner Tratsch, für alles scheint Zeit zu sein. Mir fällt dabei ein Liedtext von Reinhard Mey ein, in dem er zwar eine Seebad an der Ostsee besingt, der aber auch hier an der Kvarner Bucht im Spätherbst voll und ganz zutrifft:

Ich liebe das Ende der Saison!

Die Tage werden kürzer und die Schatten werden länger..
Im Kurhaussaal rücken sie die Tische enger
Und heizen manchmal schon den vord‘ren Raum.
Der heißumkämpfte Tisch, den nur die Halbgötter bekamen,
Ist nicht mehr heißumkämpft und plötzlich frei.
Und dein Gesicht hat endlich für den Kellner einen Namen,
Du bist auf einmal wichtig und nicht nur Tisch Nummer drei!

An den verwaisten Fahnenmasten klopfen lose Leinen
Und irgendwo dort drüben schlägt ein Gartentor im Wind.
Wie all diese Geräusche deutlicher und lauter scheinen,
Wenn erst die lauten Stimmen der Saison verklungen sind!

Der Kiosk und das Eiscafé machen nach und nach dicht.
Zittern glitzernde Tautropfen im späten Sonnenlicht.
Wenn jetzt die Sonne scheint, dann ist das nicht mehr selbstverständlich,
Und du nimmst jeden Strahl einzeln und dankbar hin.
Nichts ist mehr so wie‘s war, und du kannst spür‘n: Alles ist endlich.

Ich liebe das Ende der Saison!

(Reinhard Mey, Text gekürzt)

Für das heutige Opatija ist Ende November wirklich die Sommersaison zu Ende, denn die Zeit, als Adelige und BürgerInnen aus Mitteleuropa hier den Winter verbrachten, ist längst vorbei. Gerade noch für Weihnachten oder Silvester öffnen einige wenige Hotels, darunter auch das Hotel Miramar, dann ist endgültig alles für die Winterpause geschlossen. Für die Menschen, die hier leben, ist das wohl gut so, denn nun haben sie ihre Stadt am Meer wieder für sich. Im Café um die Ecke treffen sich wieder alte Bekannte, die Einkaufsstraße erstickt nicht mehr im Verkehrsstau und in der alten Markthalle bieten die Frauen die herbstliche Ernte an – Spinat, winzig kleiner Radicchio, Kohl und Kraut, Nüsse, Kaki und getrocknete, kleine Feigen, die an den Sommer erinnern.

Wir haben Opatija nun schon zu den verschiedensten Jahreszeiten bereist – im April und Mai, im Juli und nun zum zweiten Mal Ende November. Es ist spannend einen Ort immer wieder anders zu erleben und jedes Mal haben wir dieses Plätzchen an der Kvarner Bucht genossen. Aber, eines ist mir heute klar geworden: Ich liebe Opatija am Ende der Saison!

Sigrid

 

Argentinischer Tango im Südburgenland?!

Argentinischer Tango im Südburgenland?!

Im Sommer 2013 war ein Kamerateam mit der ORF-Redakteurin Sabine Lentsch bei uns, um einen Beitrag für die Serie Mein Traumhaus zu gestalten. Wir sollten uns für einen Lieblingsplatz auf unserem Hof entscheiden und sofort war klar, dass dies unser Tanzsaal ist! Das Interview begann dann ebendort mit der Frage: „Argentinischer Tango im Südburgenland?“ Nun, was damals überraschend und unglaublich geklungen hat, ist Realität geworden.

In den letzten Jahrzehnten hat sich der Tango ausgehend von Buenos Aires auf der ganzen Welt verbreitet. In beinah jeder größeren Stadt gibt es die Möglichkeit, Tango zu tanzen.

Wir leben seit einigen Jahren im Südburgenland und haben hier bei einem Wochenendworkshop im Jahre 2007 unsere ersten Tangoschritte gemacht, denn überraschenderweise war diese ländliche Region kein weißer Fleck auf der Tango-Weltkarte. Als wir den Tango zu unserem Beruf machten, wollten wir dazu beitragen, den Tango hier noch stärker zu verwurzeln und gerade in dieser Woche erleben wir voller Freude, dass uns dies gelungen ist!

Mit dem Workshop SOLO TANGO reisen wir seit mehr als einem Jahr durch Österreich, nach Kroatien und demnächst auch nach Deutschland. Am vergangenen Wochenende gab es den ersten Workshop hier im Südburgenland. Gemeinsam mit der Grazer Yogalehrerin Christine Swoboda gestalteten wir im Hotel Das Eisenberg YOGA &/oder TANGO. Die Kombination von Yoga und Tango ist für uns nicht neu, praktizieren wir doch täglich Yoga und erleben es als wunderbaren Ausgleich und als Ergänzung zum Tanz. Christine haben wir als Musikerin kennengelernt, sie spielt das Bandoneon und macht gemeinsam mit einer Grazer Sängerin Tangomusik. Da war sofort klar, dass wir ein gemeinsames Wochenende anbieten wollen, an dem sich unsere Leidenschaften verbinden, Grenzen verschwimmen und Körper, Geist und Seele in Einklang gelangen. Am Ende der Yogaeinheiten führte uns Tango-Livemusik, gespielt am Bandoneon, in die Entspannung. Am freien Tanzabend tanzten Tanzpaare und SolotänzerInnen auf der gleichen Tanzfläche – eine Vision für zukünftige Milongas?

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Das Eisenberg hat den perfekten Rahmen für dieses Wochenende geboten. Bestens umsorgt, kulinarisch-herbstlich verwöhnt, mit Zeit für Wellness oder einem Spaziergang zum Dreiländereck haben die TeilnehmerInnen die Zeit hier im Südburgenland sehr genossen. Und wir hatten unseren ersten Workshop SOLO TANGO quasi vor der Haustür, am nächsten Hügel, fast in Sichtweise von unserem Traumhaus.

In den nächsten Tagen geht es aber gleich mehrfach weiter mit dem Tango im Südburgenland:

Morgen Abend geben wir einer Tangobegeisterten hier in unserer Gemeinde wieder eine Privatstunde. Diese Tango Lessons sind nur ein kleiner, aber überaus schöner Teil unserer Arbeit, bei dem wir Einzelpersonen oder Paaren klassischen Unterricht im Tango als Paartanz geben. Der große Vorteil von Einzelstunden ist, dass wir ganz individuell auf die Wünsche und den jeweiligen Tanzlevel eingehen können und daher rasch Erfolge sichtbar werden, die wiederum Lust aufs Weitertanzen machen.

Neben den Privatstunden gibt es einmal im Monat in Neumarkt an der Raab einen Tango-Übungsabend und der nächste Termin ist gleich am kommenden Sonntag. Diese Abende sind offen für alle Tanzbegeisterten, egal ob sie die ersten Tangoschritte wagen oder schon leidenschaftlich Tango tanzen. Wir begleiten die Tanzenden, sind da bei Fragen, geben Tipps und Hilfestellungen oder zeigen gerne auch neue Schritte. Auch an diesen Abenden ist die Runde meistens nicht sehr groß, ein Übungsabend im Südburgenland wird nicht so rege besucht wie einer in Graz oder Wien. Aber das ist für uns nicht entscheidend. Wir freuen uns, dass es diese Abende schon seit mehreren Jahren gibt und manche dafür extra aus der Weststeiermark, dem Mittelburgenland oder sogar aus Wien anreisen, um im Südburgenland Tango zu tanzen!

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Neben SOLO TANGO und den Tango Lessons sind Auftritte, bei denen wir Tango tanzen ein wichtiger Teil unserer Arbeit. Und gerade damit hat es hier in der Region am längsten gedauert! Nun, das Südburgenland bietet sich ja wirklich nicht so ganz für Straßenkunst an. Zum zweiten Mal aber wurden wir vom Tanzverein sidestep zu einem Auftritt im Rahmen einer seiner Veranstaltungen eingeladen. Am 11. November feiert St. Martin an der Raab das FESTUM MARTINI NOVUM mit einem vielfältigen Programm. Unter dem Motto „gan(s)z fantastisch“ gibt es ein buntes Abendprogramm mit unterschiedlichsten Tanzperformances. Wir werden dabei unseren wo/men tango act Encuentro tanzen, einen Cross-over-Tango zu Don’t cry form me Argentina aus Evita darbieten und gemeinsam mit anderen Frauen erstmals eine SOLO TANGO – Performance zur Aufführung bringen. So sind wir an diesem Abend gleich dreimal auf der Bühne und damit ist der Argentinische Tango wohl endgültig im Südburgenland angekommen!

OLYMPUS DIGITAL CAMERAEs ist wohl zwischen den Zeilen zu lesen und lässt sich auch nicht verheimlichen, dass wir uns darüber sehr freuen und auch ein klein wenig stolz darauf sind. In dieser Woche ist der Tango hier in der Region ganz komprimiert und intensiv zu erleben. Aber das Schönste ist, dass es darüber hinaus noch weitere Kooperationen hier im Südburgenland gibt und es im nächsten Jahr unter anderem bei der Sommerakademie im Künstlerdorf Neumarkt eine ganze Tangowoche geben wird. Aber davon erzählen wir besser ein andermal. Denn, der Tango ist hier nicht nur angekommen, um kurz mal vorbei zu schauen, wir sind uns sicher, dass er sich hier ebenso wohlfühlt wie wir und dass er hier bleiben wird!

Sigrid

 

Meine, deine, uns’re Leibspeis!

Meine, deine, uns’re Leibspeis!

Wer ins Waldviertel reist, landet früher oder später bei Sonnentor! Und wenn, wie für uns auf der Durchreise zur GEA Akademie, die Zeit nicht für eine Führung reicht, dann ist es eben eine gemütliche Mittagspause im Bio- Gasthaus Leibspeis. Mitten im kleinen Ort Sprögnitz, südlich von Zwettl, ist es nicht nur optisch eine überraschende Neuauflage der Institution Dorfwirtshaus sondern zugleich ein kulinarischer Quantensprung in der Kategorie Ausflugsgasthaus!

Schon beim Betreten des hellen, großen Gastraumes ist eine offene und angenehm leichte Atmosphäre spürbar. Die helle Holzverkleidung, der hohe Raum, die bunten Sessel und Pölster wirken sehr einladend. Wir suchen uns einen Platz nahe dem Kräuterregal und erkunden gleich die riesige Auswahl, bevor wir uns in die Speisekarte vertiefen. Die Herbstkarte bietet natürlich Köstlichkeiten mit Kürbis und Kastanien, Pilzen und Äpfeln. Dann erblicken wir die große Tafel mit den Tagesspezialitäten und spätestens da wissen wir, dass wir wiederkommen werden, denn am liebsten würden wir uns von oben nach unten durchkosten!

Aber zuerst kommt die Frage nach den Getränken: selbstverständlich gibt es eine große Auswahl an Bio-Säften und Sonnentor-Tees. Sollte es einen Grund zu feiern geben (und den Weg hierher gefunden zu haben, wäre schon ausreichend als Begründung!), wartet ein Brut Rosé vom Weingut Loimer aus Langenlois. Er ist einer von fünf Winzern des Vereins respekt-BIODYN, deren Weine hier in schöner Auswahl offen angeboten werden. Wir entscheiden uns aber für ein Hadmar, das bernsteinfarbene Bio-Bier aus Weitra und stoßen an auf den Genuss.

Bald schon steht die Klare Rindsuppe mit Steinpilz-Brandteigkrapferln vor uns auf dem Tisch. Und sie ist mit ihrer dunklen Farbe nicht nur optisch eindrucksvoll, sondern ein außerordentliches Geschmackserlebnis! Danach teilen sich unsere Geschmäcker: Andrea wechselt mit Waldviertler Mohnnudeln mit frischem Zwetschkenröster gleich auf die süße Seite, ich habe mich für eine Erdäpfel-Maronirolle mit fruchtigem Apfel-Rotkraut entschieden. Bei beiden Gerichten genießen zu allererst die Augen und erfreuen sich unsere Nasen ob der Fülle an Gerüchen, bevor der Gaumen an die Reihe kommt und, wie zu erwarten, keineswegs enttäuscht wird. Wir schlemmen schweigend und genießen die einzelnen Geschmacksnuancen, die sich hier zusammenfügen.

Noch bevor mein Teller leer ist, weiß ich aber leider, dass Erdäpfelteig und Maronifülle tatsächlich sehr sättigend sind und sich für mich keiner der Süßen Träume ausgehen wird. So muss ich mich mit einer neuerlichen Lektüre der Speisekarte und dem Erträumen dieser Träume begnügen: Omas Grießkochtopf mit Zwetschkenröster etwa, oder Schokomoussetörtchen mit Kürbiseis und eingelegtem Kürbis, dann gäbe es noch Schutzengel Creme-Brulee mit Roseneis oder eine Maroni-Oberstorte und natürlich die Mohnnudeln … . Aber, wie schon eingangs gesagt, vielleicht beim nächsten Mal!

Am Weg zum Auto schauen wir uns noch ein wenig um in diesem kleinen Dorf, das so ganz von Sonnentor geprägt wird. Wir erblicken die Kräuterhalle, den Frei-Hof und verschiedene Kräutergärten. Und bei diesem Rundblick kommt mir in den Sinn, was ich soeben gelesen habe: Leben und leben lassen, gegenseitige Anerkennung und Wertschätzung, fruchtbare Kooperationen: das ist unsere Philosophie. Das Waldviertel ist wahrhaft ein guter Boden, auf dem Ideen gedeihen und Lebenskonzepte umgesetzt werden – zur Freude der WaldviertlerInnen und weit darüber hinaus!

Sigrid

Über die Liebe, den Mut, die Wirtschaft und das Leben!

Über die Liebe, den Mut, die Wirtschaft und das Leben!

Die Überschrift dieses Artikels war das Thema eines Vortrages von Heini Staudinger in Feldbach, bei dem wir gestern gewesen sind. Wie bei unseren ersten beiden Begegnungen mit ihm an unseren Workshopwochenenden im Waldviertel trug er wieder seine rote Jacke, dunkle Jeans und natürlich Waldviertler. Und wie im persönlichen Gespräch wirkte er auch am Podium im ersten Moment beinahe unsicher, vielleicht unschlüssig. Er spricht anfangs sehr langsam und bedächtig und unterbricht seine Rede immer wieder an ungewöhnlichen Stellen, mitten im Satz, nach einem Wort. Es scheint so, als wollte er seine Gedanken gerade erst ordnen oder als wollte er gerade dieses eine Wort hervorheben, indem er es so isoliert im Satzgefüge dastehen lässt. Es braucht einige Minuten, um sich auf seine ganz besondere Sprechweise einzustellen und diese Pausen als Anker zu erkennen, um sich selbst in den Worten wiederzufinden. Im Laufe des Vortrages erzählt er von seinem Leben, beginnend mit einer Reise nach Afrika, per Moped von seiner Heimatstadt in Oberösterreich aus, die er mit einem Freund als 19jähriger gemacht hat. Er erzählt von seinem beruflichen Weg, von der Entstehung seiner Firma und natürlich von der Auseinandersetzung mit der Finanzmarktaufsicht, die ihm den Titel „Finanzrebell“ eingebracht hat. In all diese Erzählungen fließen seine Gedanken über das Leben, über die Welt, über uns Menschen und unsere Werte ein und immer wieder redet er sich richtig in Schwung. Da ist dann nichts mehr von Ruhe und Bedächtigkeit zu spüren, da kann es schon passieren, dass er sehr leidenschaftlich wird und manchmal Gefahr läuft ins Moralisieren zu kommen. Aber sogleich folgt die nächste Pause, in der er sich und uns Zeit lässt, wieder zur Ruhe zu kommen und das Gesagte nachklingen zu lassen. Im Folgenden möchte ich versuchen, einige seiner Aussagen zusammenfassen:

Immer wieder geht es um die Kraft der Ideen als Ausgangsbasis für Veränderungen. Darum, die eigenen Kräfte zu mobilisieren, um seiner Sehnsucht zu folgen. Da muss ich zuerst in mich hinein hören, um diese Sehnsucht überhaupt einmal zu spüren. Natürlich ist es dann nicht ganz leicht, die Zwänge aufzubrechen und auszubrechen aus dem üblichen Muster des Lebens. Da gibt es ja auch viele Ängste, die sich zu Wort melden. Er schlägt vor, mit diesen Ängsten in einen Dialog zu treten und ihnen zu sagen: „Heute Abend hab‘ ich was vor, bei dem ich froh wäre, wenn du ein bisschen zur Seite trittst…“ In dieser Aussage zeigt sich auch einer seiner Wesenszüge, die humorvolle Selbstkritik, mit der er an das Leben herangeht. Heini Staudinger meint, dass nicht Geldmangel unsere Projekte verhindert, sondern es sind unsere Ängste. Aber so wie es ansteckende Krankheiten gibt, gibt es auch ansteckende Gesundheit – so, wie Angst ansteckend ist, ist es auch der Mut!

Ein weiteres Thema, das immer wieder in kurzen Zwischensätzen auftaucht, ist die Freude an meiner Arbeit, an meinem Alltag. „Wenn du am Stammtisch im Wirtshaus sagst, dass es heute in der Arbeit leiwand war, dann wirst du für verrückt erklärt!“ Jahrzehntelang hat man uns eingeredet, schön sei es nur, wenn man möglichst wenig tun muss, nur faul sein kann und trotzdem viel Geld hat.

Das Thema Geld zieht sich wie ein roter Faden durch den Abend. Für Heini Staudinger gilt: Nicht, weil man viel Geld hat, kann man etwas machen, sondern weil man wenig braucht. Auf seiner Reise nach Afrika hat er gelernt, dass das Wichtigste im Leben das Leben selbst ist. In unserer Gesellschaft gelten so viele andere Dinge, etwa das Geld, das Auto, der Besitz … als die wichtigsten Dinge. Er erzählt auch von der Greißlerei seiner Eltern, in der er aufgewachsen ist und wo er die Grundfähigkeiten fürs Leben gelernt hat (grüßen, dienen und bedienen und kopfrechnen zählt er etwa dazu). Die wichtigste Erkenntnis habe er gewonnen, als es für kleine Greißler immer schwieriger wurde und rundum viele zugesperren mussten. Da sagten seine Eltern: „Solange wir das Auskommen haben, gibt es nichts zu jammern!“ Das sei der entscheidende Punkt für ein gelungenes Leben, den er auch noch mit einem Zitat von Seneca unterstreicht: Nie ist zu wenig, was genügt! In seiner Firma habe er sich jahrelang gefreut, wenn in der Bilanz eine „0“ herausgekommen ist, denn das hat bedeutet: wir haben das Auskommen! In diesem Zusammenhang erwähnt er auch, dass das Waldviertel häufig als „Krisenregion“ bezeichnet wird. Einmal habe ein Journalist ihn gefragt, ob dort jetzt Armut herrsche. Heini Staudinger hat geantwortet: „Wer weiß, dass er genug hat, der ist reich. In diesem Sinne haben wir viele Arme!“

Jetzt, während ich diese, seine Gedanken niederschreibe und sie in mir nachklingen, spüre ich, wie nahe mir vieles von dem, was Heini Staudinger als Basis für sein Leben bezeichnet, ist. Wir haben bisher noch nie ein längeres, persönliches Gespräch mit ihm geführt. Er kennt uns, unsere Geschichte der letzten Jahre und unseren Lebenstraum nicht. Aber ich weiß jetzt, warum uns unser Weg in die GEA Akademie geführt hat und diese Firma unser wichtigster Kooperationspartner geworden ist – wir denken sehr ähnlich über das Leben, wir setzten die gleichen Maßstäbe und wir schätzen das Glück des Lebens. Am Freitag werden wir zum dritten Mal in diesem Jahr ins Waldviertel fahren und unseren Workshop halten. Meine Freude und Dankbarkeit ist nun, nach diesem Vortrag und dem „gedanklichen Unterbau“ noch größer geworden. Danke, Heini Staudinger!

Sigrid

 

Alles zu seiner Zeit!

Alles zu seiner Zeit!

Wanderurlaub in Österreich – wir sind wirklich in die Jahre gekommen! In unseren 30ern hatte diese Art von Urlaub keinen Reiz für uns! Da liebten wir die Toskana und bereisten sie so oft es ging, manchmal auch nur für ein verlängertes Wochenende.

Eine Reise in diese Kulturlandschaft war jedes Mal prall gefüllt mit dem Erleben von Kunst- und Kulturschätzen, großartigen Bauwerken, der Kulturlandschaft mit Wein- und Olivengärten, der kleinen Orte und prächtigen Städte mit ihren Häusern und Palazzi im goldenen Schnitt. Damals war Slow Travel noch kein Begriff für uns – ohne nachzudenken nahmen wir die 800 km Anreise mit dem Auto hin, und zu unserer Lieblingsbeschäftigung vor Ort gehörten die Spazierfahrten auf kleinen Nebenstraßen, auf denen wir das Land entdeckten. Auch über sozio-historische Fragen machten wir uns damals noch keine Gedanken, als ob diese großartigen Bauwerke losgelöst von gesellschaftlichen Strukturen ihrer Zeit hätten entstehen können – unabhängig von reichen Adelsfamilien und der mächtigen Kirche, die die Menschen als Untertanen und billige Arbeitskräfte instrumentalisierten. Unser Blick galt der Schönheit und war dennoch nicht nur oberflächlich. Er galt zwar noch nicht einer kritischen Reflexion, aber er führte zu einem Verstehen von diesem italienischen Lebensgefühl des Genießens. Genussvolles Essen und Trinken, nicht in Form einer Nobelküche, sondern der einfachen Küche der Toskana, die mit wenigen, aber hochwertigen Zutaten auskommt und daraus je nach Jahreszeit Köstlichkeiten zaubert. Bis heute hat das Essen auf unseren Reisen einen zentralen Stellenwert und das verdanken wir mit Sicherheit jenen Reisen in die Toskana.

Nachdem wir unser Bauernhaus hier im Südburgenland gekauft hatten, gab es einige Jahre lang wenige bis gar keine Urlaube. Als Zeit und Finanzen das Reisen wieder möglich machten, hatte sich auch unser Reiseverhalten geändert. Da wir jetzt am Land lebten zog es uns in die Stadt! Eine Woche Paris, eine Woche Berlin, einige Tage in Amsterdam – Städtereisen faszinierten uns! Und wir entdeckten das Reisen mit der Bahn, genauer gesagt mit dem Nachtzug. Vor Ort lernten wir das Flanieren, das Sich- treiben-lassen als kostbaren Zeitvertreib. Die Besichtigung der Bauwerke war nicht mehr so spannend (wenn du einmal über die Hintergründe nachzudenken beginnst, dann kannst du sie auch nicht mehr ausblenden!). In jeder Stadt fanden wir unzählige Möglichkeiten wann, wo und wie wir gut essen konnten: ein Häppchen beim Marktbummel am Vormittag, ein kleines Mittagessen im Bistro, Leckereien in der Patisserie, ein Aperitif in einer Bar, ein köstliches Abendessen – wir schlemmten uns durch die Küchen der Welt! Wunderbar! Und wir gingen auf Wanderschaft! Wir erwanderten ganze Stadtviertel, gingen von einem Ort an den nächsten und erlebten so auch die weniger touristischen Straßen und Plätze, das Alltagsleben der Menschen, die versteckten und unbekannten Ecken und machten dabei manche unerwartete Entdeckung. Immer seltener nahmen wir einen Reiseführer zur Hand, sondern kamen auf unseren Wanderungen durch die Städte einfach so an dem, was „man gesehen haben muss“ vorbei.

Wie in der Zeit, als wir unser Haus renoviert haben, waren auch die letzten Jahre eine Zeit ohne Urlaube – aber diesmal dennoch eine Zeit des Reisens. Unsere Reisen mit dem Tango – für die Straßenkunst oder einen Workshop – ließen uns viel herumkommen und immer wieder konnten wir dabei „so nebenbei“ eine Stadt erleben, einen Gipfel besteigen, einen Landstrich entdecken. Aber es war nie Urlaub im Sinne einer arbeitsfreien Zeitspanne, in der der Alltag zurückbleiben kann. Dies konnten wir nun wieder einmal erleben und wir knüpften dabei direkt an unsere Urlaubserfahrungen der früheren Jahrzehnte an – aus unseren Wanderungen durch die Städte wurde das Wandern in der Natur, aus dem Tramezzino in der Bar die Jause auf der Alm! Ein Wanderurlaub in den Alpen war genau das Richtige, um abzuschalten und den Kopf frei zu bekommen! Mit jedem Schritt, mit jedem Blick in die Bergwelt, an jedem Gebirgsbach und auf jedem Gipfel bin ich ein Stück mehr zur Ruhe gekommen und bei mir angekommen. Ich musste meine Gedanken an die Arbeit nicht bei Seite schieben – sie waren einfach nicht da! Ich liebe den Tango, aber er ist mir tagelang nicht in den Sinn gekommen und, ehrlich, er ist mir auch nicht abgegangen. Und jetzt, wieder daheim, erfreue ich mich an den Klängen der Tangomusik, genieße ich das Tanzen, gelingt der Neustart in den Arbeitsalltag wie von selbst. Aber die Bilder der Berge, die Klänge des Gebirgsbaches und die Gerüche der köstlichen Jause auf der Alm sind noch präsent. Und diese Mischung hat etwas ganz Besonderes, ich nenne es einfach Lebensfreude oder, wie damals in der Toskana: La dolce vita!

Sigrid

 

Ich bin dann mal FAST weg!

Ich bin dann mal FAST weg!

Wie so vieles hat sich auch das Reisen in den letzten 25 Jahren sehr verändert. Keine Sorge, es folgt jetzt keine Lobeshymne auf die gute alte Zeit. Ich bin keine, die die Vergangenheit glorifiziert, aber ich denke gerne darüber nach, was gesellschaftliche Veränderungen mit uns machen und wie sich die technischen Veränderungen auch auf die persönlichen Erfahrungen einer Reise auswirken. Nehmen wir als Beispiel die dreiwöchige Reise per Rad durch Portugal, die Andrea und ich vor genau 25 Jahren gemacht haben:

Wir sind mit unseren Rädern in Graz ins Flugzeug gestiegen und im Pauschalurlaubsparadies Faro gelandet. Vom Flughafen sind wir losgeradelt, erst an die südwestliche Spitze Europas, nach Sagres, wo wir einige Tage auf einem Campingplatz waren. Dann ging es mit dem Zug nach Porto, um von dort 10 Tage lang mit dem Rad nach Lissabon zu fahren. Meist haben wir wild campiert und die Route mit Hilfe einer Landkarte zusammengestellt. Kein Navi, kein Routenplaner, kein App für … – wir sind einfach so drauf losgefahren. Unsere Familien wussten nicht, wo wir gerade sind, wir waren nicht per Handy, Skype, Social Media oder Mail erreichbar – wir waren einfach weg! Auf uns allein gestellt, mussten wir mit so manchen ungeplanten Wendungen und unerfreulichen Überraschungen wie etwa der Tatsache, dass man ein Fahrrad in portugiesischen Nachtzügen nur am Abfahrtsbahnhof und nicht bei Zwischenhalten verladen kann, zurechtkommen – ohne schnell zu googeln, welche Alternativen sich nun anbieten. War dies besser oder schlechter als heute? Weder noch, es war anders! Und es hat bewirkt, dass wir viele neue Erfahrungen machten und ein Trainingscamp puncto Selbständigkeit absolvierten. Wäre uns etwas zugestoßen, hätte uns niemand gleich gesucht. War es damals weniger gefährlich als heute? Auf jeden Fall war das Sicherheitsbedürfnis der Gesellschaft nicht so medial hochgeschaukelt wie heute. Unsere Familien wussten nur, wann wir wieder am Flughafen Graz ankommen und sie uns bitte abholen sollten. Gegen Ende dieser dreiwöchigen Reise ist uns am Campingplatz in Lissabon eine deutschsprachige Tageszeitung in die Hände gefallen und wir haben uns wieder eingeklinkt in die reale Welt(politik). Dazwischen waren wir einfach mal weg …

Vor knapp vier Jahren waren wir, wie viele von euch ja wissen, für drei Monate in Buenos Aires. Auch da haben wir uns im Vergleich zu anderen Reisenden noch geweigert, ein Handy mitzunehmen oder auf Facebook zu gehen und immer erreichbar zu sein. Aber wir hatten das Notebook im Reisegepäck. Die Anfänge dieses Blogs sind dort entstanden in Form unserer Mails aus Buenos Aires, die wir zweimal wöchentlich an ca. 30 Personen verschickt haben. Unsere Freundinnen und Freunde sowie unsere Brüder haben gelegentlich auf diese Mails geantwortet und uns so über Ereignisse zu Hause am Laufenden gehalten und zu Weihnachten haben wir von einer öffentlichen Telefonzelle aus unsere Eltern angerufen. Wir waren also nicht mehr ganz verschwunden, aber wir haben uns ganz bewusst so weit wie möglich ausgeklinkt – im wahrsten Sinne des Wortes meilenweit entfernt von dem Leben, das wir bis dahin geführt hatten und sehr auf uns konzentriert in dieser Zeit, in der wir die Weichen für die Verwirklichung unseres Traumes gestellt haben. Zurückgekehrt sind wir mit der Entscheidung, diesem Traum zu folgen – den Tango und die Straßenkunst zu unserem Beruf zu machen.

Warum erzähle ich gerade heute diese beiden Beispiele aus der Vergangenheit? Warum denke ich nach über die heutige Art zu reisen – mit Handy, Notebook, Navi und Apps? Nun, wie Andrea schon in einem Blogartikel im Juni berichtet hat, ist ihr Bruder Sepp gerade zu Fuß unterwegs nach Irland. THELONGWALKHOME ist für ihn und seinen irischen Freund Eammon mehr als eine persönliche Reise. Es geht den beiden nicht nur um die Erfahrung einer Wanderreise quer durch Europa, sondern sie sammeln auch Spenden für die Demenzforschung. Und dies ist nur möglich, wenn sie nicht ganz weg sind, sondern in einem Blog von ihren Erfahrungen berichten, wir alle mit verfolgen können, wo sie gerade sind und wie es ihnen geht, wenn diverse Medien auf sie aufmerksam werden und sowohl englischsprachige als auch österreichische Radiostationen ein Telefoninterview bringen … . Ich frage mich seit Wochen, wie es den beiden wohl damit geht – in so einer Ausnahmesituation, die eine dreimonatige Wanderschaft zweifelsohne ist, doch nicht ganz weg und für sich zu sein. Wie wäre die Reise für sie, wenn sie nicht medial verlinkt und durch all diese Kommunikationsmedien mit ihren Lieben zu Hause und einer gar nicht so kleinen Öffentlichkeit verlinkt wären? Ich weiß, diese Frage ist sinnlos, denn sie haben sich eben für diese Form des Reisens entschieden und – wie Heini Staudinger sagt – das Leben kennt keine Generalprobe! Aber ich bin mir sicher, dass ihre Reise ganz anders verlaufen wäre, hätte sie vor 25 Jahren stattgefunden oder hätten sie sich entschieden, so zu reisen wie damals.

Ich neige dazu, dem Reisen ohne oder mit minimaler Nutzung der Kommunikationsmedien den Vorzug zu geben, weil ich glaube, dass es gut tut, mal GANZ weg zu sein – allein mit sich selbst und der Reisegefährtin bzw. dem Reisegefährten, ohne Ablenkungen von außen, ganz im Hier und Jetzt. Aber dafür brauche ich nicht die Vergangenheit zu verherrlichen, ich muss nur wissen, was ich will und mich zwischen der einen und der anderen Form des Reisens entscheiden. Zugegeben, manchmal ist das gar nicht so ganz einfach. Aber es lohnt sich, darüber nachzudenken, oder?

Sigrid

 

PS: Wir folgen ab heute der italienischen Tradition des Ferragosta – bis Ende August werden wir die meiste Zeit FAST und dann auch mal GANZ weg sein – ein paar Tage in den Bergen. Daher gibt es in dieser Zeit auch keinen neuen Blogartikel!

 

Übernachten in Berlin

Übernachten in Berlin

Wir sind zwar jetzt leider nicht in Berlin, geben also in diesem Fall keine persönlichen Tipps weiter, sondern möchten in diesem Blogartikel ein E-Book zum Thema Übernachten in Berlin vorstellen. Die Plattform, über die wir das letzte Mal unser Quartier fanden, gibt es mittlerweile nicht mehr. So haben wir uns gefreut, als Julia Grunwald uns kontaktierte, um auf dieses E-Book aufmerksam zu machen. Für diejenigen, die eine Berlinreise planen, gibt es neben interessanten Informationen über Berlin einen Überblick über das breite Angebot an Übernachtungsmöglichkeiten vom Bed & Breakfast, über private Gästezimmer, Hostels, Wellnesshotels bis hin zum Hotelschiff mit Komfort und den Luxushotels der Stadt.

Hier ein kurzer Auszug zum Reinlesen:

Hotels in Berlin-Mitte: Urlaub im Herzen der Stadt

Der Stadtbezirk Mitte liegt im Herzen der deutschen Hauptstadt. Er ist der älteste Teil Berlins und beherbergt somit auch die meisten historischen Sehenswürdigkeiten. Wer das pulsierende Berliner Lebensgefühl und vor allem das aufregende Nachtleben der Stadt hautnah kennenlernen möchte, sollte sich nach einer Urlaubsunterkunft in Mitte umsehen.

Urlaubsdomizil inmitten von Sehenswürdigkeiten

Eine Herberge in Berlin-Mitte ist der perfekte Ausgangspunkt für eine Sightseeing-Tour. Der Bezirk im Stadtkern ist flächenmäßig überschaubar, so dass Sie zu vielen Sehenswürdigkeiten bequem zu Fuß gelangen. Hier lockt eine spannende Mischung aus historischen Bauwerken und moderner Architektur. In Mitte können TouristInnen berühmte Bauten wie das Brandenburger Tor, den Deutschen und Französischen Dom, das Rote Rathaus oder das Kronprinzenpalais bewundern. Auch eines der Wahrzeichen von Berlin liegt im Stadtbezirk: der 368 Meter hohe Fernsehturm. Von seiner Turmkugel aus können TouristInnen einen atemberaubenden Panoramablick über ganz Berlin genießen. Auch für Kulturinteressierte ist eine Urlaubsunterkunft in Mitte interessant, denn auf der Museumsinsel befinden sich die bedeutendsten Berliner Museen auf engstem Raum. Mit etwas Glück finden Sie auch ein Hotelzimmer mit Blick auf eines der berühmten Berliner Bauwerke.

Urlaubsunterkünfte für jeden Geschmack in Mitte

Der lebendige Stadtbezirk Mitte beherbergt zahlreiche Hotels, die ihren Gästen nach aufregenden Sightseeing-Touren eine Oase der Ruhe bieten wollen. Interessierte finden hier z. B. viele Hotels mit Wellnessbereich, die neben Entspannung im Whirlpool oder in der Sauna auch verschiedene Schönheitsanwendungen offerieren. Neben diesen Häusern im gehobeneren Preissegment gibt es auch viele gemütliche und preiswerte Gästehäuser im Stadtbezirk. Unter http://www.berlin-hotelverzeichnis.de/ können Sie nach Hotelangeboten in Berlin-Mitte suchen.

Dieses E-Book im PDF-Format kann man kostenlos und ohne Verpflichtungen herunterladen und so eine Entscheidungshilfe für die Quartiersuche in Berlin zur Verfügung haben.

Berlin ist immer eine Reise wert – viel Spaß beim Schmökern wünscht euch

Andrea