Berlin klingt nach …

Berlin klingt nach …

Nun sind wir zwar schon eine Woche zuhause und genießen wieder das Landleben, aber ich muss diesmal doch noch von Berlin berichten – von unserem letzten Abend da und von den Begegnungen, die diesen Abend möglich gemacht haben.

Also, wir hatten die Idee, wenn wir schon in Berlin sind, die Zeit auch fürs Kontakteknüpfen zu nützen. Ich habe ja schon in meinem ersten Berlin-Artikel erwähnt, dass das Buch „Die Straßensängerin“ eine Inspirationsquelle für unseren Weg war. Nun wussten wir, dass die Autorin dieses Buches, Traude Bührmann, in Berlin lebt und beim Verlag Krug und Schadenberg, ebenfalls mit Sitz in Berlin, als eine der Autorinnen geführt wird. So nahmen wir mit dem Verlag unter dem Motto „Wie Bücher weiterwirken …“ Kontakt auf. Ein anderes Buch, von diesem Verlag herausgegeben, war nämlich der Anlass, dass wir begannen, uns mit Herrendarstellerinnen zu beschäftigen und jetzt auch als solche auftreten: „Die Muschelöffnerin“ von Sarah Waters. Das und unsere Geschichte erzählten wir also kurz in einer Mail und baten darum, den Kontakt zu Frau Bührmann herzustellen. DSCF4961Unser Wunsch, Traude Bührmann persönlich kennenzulernen, ging in Erfüllung. Mehr als das, die beiden Verlegerinnen waren von unserer Geschichte so begeistert, dass sie diese gleich auf ihre Website stellten. Und Traude Bührmann trafen wir insgesamt gleich drei Mal. Sie kam zu einem unserer Auftritte auf dem Hackeschen Markt und interessierte sich sehr dafür, wie es im Moment um die Straßenkunst bestellt ist. Da sie auch Stadtführerin in Berlin ist, kamen wir in den Genuss, eine ganz private Führung zu erhalten. Das Ziel war das Tempelhofer Feld, ehemaliger Flughafen von Berlin. Nach der Stilllegung des Flughafens, haben die BürgerInnen von Berlin per Volksentscheid durchgesetzt, dass dieses Gelände nicht verbaut, sondern als Freizeitareal genutzt wird. Und das wird es, und wie! Radfahren, Skaten, Drachensteigen, Gärtnern, Grillen, Chillen, … – vor allem am Wochenende finden sich hier unzählige Menschen ein und beleben das weite, freie Feld. „Dieser Volksentscheid zeigt, dass wir wirklich etwas bewirken können“, erzählt Traude Bührmann stolz, denn er hat sich gegen massiven Widerstand von der Stadtregierung durchgesetzt.

DSCF4954Als wir dort sind, haben wir noch eine andere interessante Begegnung. Wir kommen an einem Stand mit jungen Menschen vorbei, von denen wir angesprochen werden. Sie seien TänzerInnen und für ein Projekt würden sie Briefe an den Tanz sammeln, ob wir bereit wären etwas zu schreiben. Wenn das kein Zufall ist – eine Autorin und zwei Tänzerinnen schreiben also jeweils einen Brief an den Tanz. Als „Danke“ erhalten wir bereits die Eintrittskarten zu der Performance, in die diese Briefe einfließen werden. Wäre ein schöner Grund, um wieder nach Berlin zu kommen. Aber dass wir wieder kommen müssen, ist nach dem letzten Abend sowieso klar.

wft-imagekarte4-page-001Der zweite Kontakt, den wir geknüpft haben, ist mit Women Fair Travel. Die Frau dahinter ist Evelyn Bader, die schon lange Reisen für Frauen veranstaltet. Auch sie hatte sofort Interesse daran, uns kennenzulernen. Schon die erste Begegnung war von gegenseitigem Wohlwollen geprägt und mittlerweile ist daraus eine Kooperation geworden. Women Fair Travel veranstaltet über Silvester eine Tangoreise nach Umbrien (wo wir ein Jahr gelebt haben!) und wir leiten die Tango-Workshops. Bei einem unserer Treffen mit Evelyn entstand dann auch die Idee, an einem Abend bei ihnen in der Straße aufzutreten. Und das war an unserem letzten Abend in Berlin. Nach einem verregneten Vormittag, begann es nachmittags aufzureißen, um einem Sommerabend, wie man ihn sich nur wünschen kann, Platz zu machen. Die Crellestraße, in der das Büro von Women Fair Travel liegt, öffnet sich ein paar Schritte von diesem entfernt, zu einem kleinen Platz. Der Platz ist von einigen Lokalen mit Tischen im Freien umgeben und hat ein bisschen französisches Flair. Dort traten wir also in der Abendsonne auf und füllten den Platz mit Tangomusik. Wir hatten begeistertes Publikum von kleinen Kindern bis zu TangotänzerInnen, vielen Frauen – Freundinnen von Evelyn, darunter auch Traude Bührmann, bis zu einem Zuseher, der uns im Nachhinein ein Video und Fotos von dem Auftritt geschickt hat. Der „l’ultimo Tango“ in Berlin hätte nicht schöner sein können. Mit Evelyn, Traude und deren Freundinnen sind wir dann noch in einem der Lokale bis spät nachts zusammen gesessen, bei gutem Essen, gutem Wein und anregenden Gesprächen.

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So fiel uns der Abschied von Berlin nicht ganz leicht. Aber dieser Abend und die Begegnungen wirken weiter. Bis hierher ins Südburgenland – ich sitze, während ich das schreibe, an einem ebenso schönen Sommerabend auf unserer Terrasse und lasse unseren Berlinaufenthalt mit großer Dankbarkeit nachklingen …

Andrea

Reisen, nicht nur um anzukommen

Reisen, nicht nur um anzukommen

„Reise nicht nur, um anzukommen“ ist eine Kapitelüberschrift in dem Buch „Slow Travel“ von Dan Kieran. Das Buch des Engländers, der von manchen Journalisten als der „Meister des langsamen Reisens“ bezeichnet wird, ist uns vor einiger Zeit in die Hände gefallen und es war in weiten Teilen eine Bestätigung für unsere Art des Reisens.

Wann immer es möglich ist, reisen wir mit dem Zug. Die einzige Ausnahme in den letzten Jahrzehnten war die Reise nach Buenos Aires. Wir hatten damals noch überlegt die mehrwöchige Schiffsreise zu wählen, mussten dann aber doch den Langstreckenflug in Kauf nehmen. Der Umweltgedanke spielt in der Frage des Fliegens natürlich eine wesentliche Rolle, aber er ist nicht der einzige Grund, nicht zu fliegen. Wir lieben einfach das langsame Reisen mit der Bahn! Und auf dem Weg nach Berlin und wieder zurück nach Hause konnten wir diese Art zu reisen wieder voll auskosten!

Bei der Anreise waren wir tagsüber unterwegs. In der Früh ging es zuerst mit der S-Bahn von Fehring nach Graz und weiter mit dem Railjet über Wien nach Prag. Dort sind wir in einen Intercityzug, der aus Budapest kam, umgestiegen und direkt bis Berlin gefahren. Und es war ein wunderschöner, ein geschenkter Tag! Ich liebe es, dazusitzen, einfach nur aus dem Fenster zu schauen und die Landschaft an mir vorbeigleiten zu lassen! An so einem Reisetag kann – und muss – ich endlich einmal nichts tun! Meist, so auch auf dieser Fahrt nach Berlin, habe ich nicht einmal Lust etwas zu lesen. Dieser Blick auf die Landschaft, dieses Kommen und Gehen der Bildausschnitte hat eine beruhigende, entspannende Wirkung auf mich. Wie die Bilder im Äußeren, kommen und gehen auch meine Gedanken, viele fliegen ebenso schnell vorbei wie die Landschaften, andere begleiten mich einige Kilometer lang. Selten bin ich so frei im Kopf wie auf einer Zugfahrt. An jenem Reisetag bin ich manchmal ein wenig eingeschlafen (wir sind an diesem Morgen schon sehr zeitig aufgestanden), ohne dabei auf die Zeit zu achten. Und manchmal hatte sich während dieses Schläfchens die Landschaft sehr verändert. Die Strecke führt ja quer durch die Tschechei, lange Zeit entlang der Moldau und später der Elbe und dann, von Dresden nordwärts, durch die ehemalige DDR. Als der Hunger kam, sind wir in den Speisewagen gegangen, zuerst zu einem gemütlichen Frühstück und auf der letzten Wegstrecke auf eine ungarische Gulaschsuppe – immerhin waren wir ja in einem ungarischen Zug. So sind wir gut gestärkt am Hauptbahnhof in Berlin angekommen, einem modernen und architektonisch äußerst interessanten Bauwerk mit perfekter Anbindung an den öffentlichen Verkehr der Großstadt. Zugegeben, obwohl frau den ganzen Tag nur herumsitzt, ist so ein Reisetag anstrengend und wir waren müde, als wir die Wohnung erreicht hatten. Aber es ist eine angenehme Müdigkeit.

DSCF4990Für die Heimreise vor wenigen Tagen haben wir den Nachtzug gewählt. Weil wir sehr viel Gepäck hatten war klar, dass wir in einem 4er Liegeabteil nicht Platz haben werden und so buchten wir einen Double-Schlafwagen. Und das war einfach perfekt! Es gab nicht nur reichlich Platz für unser Gepäck, sondern das Bett ist viel breiter und bequemer als die Liegefläche im Liegewagen. Versteckt in einem Schrank befindet sich das Waschbecken mit Trinkwasser und Handtüchern. Beim Schlafwagenschaffner gibt es sogar Snacks, Getränke und Naschereien und in der Toilette könnte frau sogar duschen. Wir richteten uns gemütlich ein, stärkten uns mit einer Jause und einem guten Tropfen Rosé, den wir uns mitgenommen hatten und blickten hinaus auf die weite Heidelandschaft, die von der Abendsonne angestrahlt wurde. Um ca. 20.00 Uhr erreichten wir Dresden und da gab es eine ziemliche Überraschung: Die Lautsprecherdurchsage informierte uns, dass der Zug „planmäßigen Aufenthalt bis 21.08 Uhr hat“. Mehr als eine Stunde? Perfekt! Das Schlagwagenabteil kann abgeschlossen werden, wir stiegen aus dem Zug und spazierten los. DSCF4983Zuerst schauten wir den Bahnhof selbst an, der uns bei der Durchreise schon so gut gefallen hat. Ein alter Kopfbahnhof wurde hier auf ästhetische und praktische Weise umgebaut: dort, wo früher die Züge eingefahren sind und nicht wenden können, sind heute die Bahnsteige für die Regionalzüge und für die Fernzüge, für die ein Kopfbahnhof nicht praktisch ist, wurde erhöht eine Trasse mit durchlaufenden Gleisen eingezogen. Bald sind wir am Bahnhofsvorplatz gelandet und ein Blick auf die Uhr machte klar, dass wir in die angrenzende Fußgängerzone spazieren können. Wir gelangten bis in die Altstadt, auf den Alten Markt, sahen einige der berühmten Dresdner Bauwerke, hörten im Vorbeigehen StraßenmusikerInnen zu und waren rechtzeitig zum Sonnenuntergang zurück in der großen Bahnhofshalle! Das macht das Reisen so wertvoll – diese unerwarteten Geschenke und Gelegenheiten! Wieder in unserem Abteil eingetroffen, legten wir uns bald zu Bett und konnten in dieser Nacht wirklich gut schlafen. Um sieben Uhr morgens erreichten wir dann den Wiener Hauptbahnhof.

Der letzte Streckenabschnitt dieser Reise ist uns sehr vertraut, da wir mit dem „Thermenlandexpress“ sehr oft von Fürstenfeld über Wiener Neustadt nach Wien fahren. Im Vergleich zu den Fernzügen scheint es, als würde hier eine Straßenbahn durch die kleinen Ortschaften, durch Wald und Wiesen fahren. Diese bekannten Bilder, Wegabschnitte und Ausblicke, das langsame Tempo des Zuges erleichtern dieses Abtauchen in das Gefühl des Reisens, von dem ich anfangs schon erzählt habe, noch mehr. Die Verbindung aus Vertrautheit und Fremde, aus Unterwegssein und „sich auskennen“ hat eine ganz eigene Qualität. Und so ist es – nach einer Reise von einem Monat – ein langsames Nach-Hause-kommen, ein gleitender Übergang zurück in den Alltag. Und das ist es wohl, was „Slow Travel“ ausmacht. Der Slogan ist gerade mal wieder modern, aber darum geht es mir nicht. Mit dem Autor des Buches „Slow Travel“ kann ich auch für mich sagen: „In Wirklichkeit reise ich auf diese Weise, weil es einfach interessanter und unterhaltsamer ist. Darüber hinaus habe ich nicht das Gefühl, tatsächlich zu reisen, wenn ich nicht langsam reise.“ Und ich möchte hinzufügen: Und am besten gelingt langsames Reisen mit dem Zug!

Schöne Reise!

Sigrid

 

Berlin und der Tango

Berlin und der Tango

Nochmals hallo aus der Großstadt!

Ja, er verfolgt uns hier auf Schritt und Tritt, der Tango. Aber eigentlich haben wir es gar nicht anders erwartet, denn unsere erste wirklich intensive Begegnung mit dem Tango fand vor fünf Jahren beim Queer-Tango-Festival hier in Berlin statt. Da haben wir gespürt, der Tango lässt uns nicht mehr los.

Berlin gilt ja als die Tangohauptstadt Europas, einmal abgesehen vom finnischen Tango. Vor allem was Tangomusik betrifft, ist eben Berlin schon einige Jahre der Hotspot. Hier oder von hier aus entstehen viele Produktionen, Aufnahmen oder auch die Proben dafür, finden hier statt. Einige unserer Lieblings-CDs wurden hier aufgenommen. Es leben auch viele Menschen aus Argentinien bzw. Buenos Aires zumindest für eine Zeit lang hier. So haben auch wir vor kurzem drei MusikerInnen aus Buenos Aires kennengelernt.

Auf unserem Weg zur Arbeit kommen wir an dem Café MadaMe, das nicht weit von unserer Wohnung entfernt ist, vorbei. Als wir eines Tags gerade auf dem Heimweg waren, sehen wir vor diesem Café die Ankündigungstafel „Heute Tango-Chanson-Abend!“ Wir beschließen spontan, zu kommen und erleben einen wunderbaren Abend. Anahí Setton (Gesang) und Javier Tucat Moreno (Klavier), beide in Buenos Aires geboren, sehen sich als Weltbürger, und so singen sie Geschichten darüber, was Menschen verbindet. Ihr musikalischer Stil ist geprägt von den Einflüssen der argentinischen Folklore und des Tangos. An diesem Abend gab es auch noch einen special guest, nämlich den Chansonsänger Carlos Fassanelli, ebenfalls aus Buenos Aires. Alle drei haben mit ihrer Musik eine so dichte Atmosphäre geschaffen, dass es in dem Moment nichts gab, als diese Musik. Ein „Entrücktsein“, das so richtig gut tat. Im Anschluss an das Konzert haben wir mit ihnen geplaudert, und hatten für einen Moment das Gefühl, wir seien in Buenos Aires.

Die Herzlichkeit der Menschen war ja das, was uns dort so beeindruckt hat. Das haben wir nicht nur mit diesen drei MusikerInnen wieder erlebt, sondern auch bei der Wiederbegegnung mit Mariana Docampo. Sie ist eine der OrganisatorInnen des Queer-Tango-Festivals in Buenos Aires. Sie ist gerade für ein paar Wochen in Europa unterwegs und ihre erste Station war natürlich Berlin. Hier gibt es ja eine große Queer-Tango-Szene mit monatlicher Milonga neben Workshops und Practicas, und das größte Queer-Tango-Festival weltweit, organisiert von Astrid Weiske, findet hier statt. Wir hatten das Glück, dass nun bei der Milonga im Monat Mai, Mariana hier und als DJane tätig war. Sie hat uns sofort wieder erkannt und nicht nur das, sie hat gleich festgestellt, dass Sigrid ihre Frisur verändert hat. Das nach zweieinhalb Jahren und ich weiß nicht wie vielen anderen SchülerInnen in der Zwischenzeit später! Sie wollte sogar zu einem unserer Auftritte kommen, das dürfte sich dann zeitlich aber doch nicht ausgegangen sein. Den Abend haben wir jedenfalls sehr genossen.

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Möglichkeiten, um auf eine Milonga – das sind die Tangotanz-Veranstaltungen – zu gehen, gibt es hier in Berlin ohne Ende. Ein besonderer Ort dafür, wenn das Wetter schön ist, ist die Strandbar Mitte. Eine Freiluft-Milonga direkt an der Spree, die drei Mal die Woche stattfindet. Wir waren an einem Samstagabend dort. Auf Grund einer falschen Auskunft kamen wir dort an, als die Milonga gerade aus war, und ein Schwoof Tanzabend begann. Zuerst waren wir ein wenig enttäuscht, aber die Musik war sehr gut, eine Mischung aus Swing, Walzer, Latein und auch Tango. So kamen wir dazu, auch wieder einmal Foxtrott, Walzer und Co. aufzufrischen. Die Atmosphäre und Stimmung war sehr angenehm – unter den Tanzpaaren auch viele Männer- und Frauenpaare. Sehr zu empfehlen, dorthin zum Tanzen zu gehen! Es gibt dort jeden Tag die Möglichkeit, manchmal sogar zwei unterschiedliche Tanzveranstaltungen pro Tag, immer zu einem anderen Thema.

Wir sind nach jenem Abend jedenfalls beschwingt in „unsere“ Wohnung zurückgekehrt. Und auch hier haben wir täglich den Tango vor Augen. In einem ehemaligen Fabriksgebäude gegenüber ist nämlich das Tanzstudio „Tango Berlin“. Abends, wenn die Lichter angehen, sehen wir vom Küchenfenster aus die Tanzpaare gegenüber vorbei schweben. Ein interessanter Blick, weil man ja immer nur einen Ausschnitt erhascht, aber sehr schön anzusehen. Das ist also das Letzte, das wir vor dem Schlafengehen, sehen. Wie sollen wir da nicht verrückt nach dem Tango sein?

Andrea

Arbeitsalltag von Straßenkünstlerinnen

Arbeitsalltag von Straßenkünstlerinnen

Hallo!

Da schreiben wir von Nachmittagsspaziergängen und Entdeckungsreisen, von Großevents an den Pausentagen und Streifzügen durch die Stadtviertel und ihr fragt euch wohl schon, ob unsere Reise zur Urlaubsreise mutiert ist. Es ist also an der Zeit, einmal zu erzählen, wie unsere Arbeitstage hier verlaufen.

Der Tagesbeginn ist eigentlich ganz gleich wie an den Arbeitstagen zu Hause: Um sieben Uhr läutet der Wecker, dann nehmen wir uns noch ein wenig Zeit, um gemütlich an diesem Tag anzukommen. Der erste Programmpunkt ist unser einstündiges Yogatraining. Bevor wir vor zweieinhalb Jahren nach Buenos Aires aufgebrochen sind, hat uns eine Yogalehrerin dieses Programm zusammengestellt und es uns gelehrt. Es hat uns nicht nur geholfen, den Körper wieder viel beweglicher zu machen, sondern es ist sowohl bezüglich Körperhaltung als auch bezüglich Atmung eine wunderbare Ergänzung zum Tangotanzen. Und nicht zuletzt hilft es mir immer wieder, den Kopf frei zu bekommen und mich zu erden. Danach ist es dann höchste Zeit fürs Frühstücken.

DSCF4872 (2)Der nächste Programmpunkt ist das Tanztraining. Zu Hause ist dieses Training fünfmal in der Woche Fixpunkt. Auf unseren beiden Reisen im Vorjahr haben wir gemerkt, wie wichtig es auch während der Zeit der Auftritte ist, so oft wie möglich zu trainieren. Als Straßenkünstlerin ist es nicht möglich, sich während des Tanzes nur auf sich und die Partnerin, auf den Tanz und die Musik zu konzentrieren, sondern es gibt immer Impulse von außen, vom Publikum, von zufälligen Ereignissen oder Geräuschen ringsum. So besteht auch die Gefahr, dass sich Ungenauigkeiten in den Bewegungen oder der Haltung einschleichen. Ohne Training würden sich diese verfestigen und die Präzision, die der Tango erfordert, die Harmonie und die Eleganz, auf die wir in unserem Tanz großen Wert legen, würden darunter leiden. Kurz, wir trainieren also auch auf Reisen regelmäßig.

Hier in Berlin besteht unser Arbeitstag aber erstmals auch aus viel „Büroarbeit“. Im letzten Jahr hatten wir uns ja noch nicht als Künstlerinnen selbständig gemacht, und es gab weder die Website noch den Workshop Solo Tango. Nun gilt es auch während wir unterwegs sind, mit KooperationspartnerInnen per Mail in Kontakt zu sein, Auftritts- und Workshoptermine für die nächsten Monate zu organisieren, Infomaterial zu erstellen und zu verschicken, PR-Aktionen zu setzen … kurz, als AdanzaS auch von hier aus zu arbeiten. Und das, was ich jetzt gerade mache, ist auch Teil unseres Arbeitsalltags geworden: das Schreiben der Blogbeiträge jede für sich, gemeinsam machen wir dann das Korrekturlesen, die Auswahl der Bilder und die Gestaltung der Beitragsseite.

Fixpunkt jedes Arbeitstages ist das Kochen und Genießen unseres Mittagessens! Diesen Luxus, dafür gemeinsam in Ruhe Zeit zu haben, gönnen wir uns einfach. Meist geht sich danach auch ein kurzer Verdauungsspaziergang oder ein kleines „Rasterchen“ aus.

Zur täglichen Arbeit gehört natürlich auch, dass unsere Kostüme auf Schuss gehalten werden. Diesbezüglich haben wir eine klare Arbeitsteilung: Andrea putzt täglich unsere Tanzschuhe und ich bin fürs Waschen und Bügeln zuständig. Vor allem die Figur, in die Andrea in unserem Stück „Encuentro“ schlüpft, verlangt, dass da alles perfekt ist. Erst wenn die Kostüme bereit sind, können wir beginnen, uns für einen Auftritt vorzubereiten.

DSCF4940Hier in Berlin beginnt unser Auftritt am Hackeschen Markt etwa um 17.30 Uhr. Daher fangen wir um 16.00 Uhr erst einmal damit an, alle nötigen Requisiten und Utensilien zusammen zu packen. Darin sind wir mittlerweile schon sehr geübt und wir haben eine gute Technik entwickelt, um alles auf einer kleinen Gepäcksrodel zu befestigen. Danach ziehen wir die Kostüme an, stylen die Haare und schminken uns und zugleich schlüpfen wir dabei in die Rollen unserer Alter Egos. Um kurz vor 17.00 Uhr sollten wir uns dann auf den Weg machen können. Zur U-Bahn haben wir es zum Glück nicht weit, leider gibt es zum Teil aber keine Rolltreppen bzw. funktioniert am Bahnhof Friedrichstraße, wo wir in die S-Bahn umsteigen, jeden zweiten Tag der Aufzug nicht. Aber wir sind auch schon recht geübt, wie wir unser Gepäck über Stufen transportieren.

Am Hackeschen Markt angekommen geht es zuerst einmal ans Aufbauen der Requisiten. Dann ziehen wir die Tanzschuhe an, versuchen uns noch kurz zu konzentrieren, und dann können wir zu tanzen beginnen. Bisher haben wir das Stück „Encuentro“ jeweils dreimal zur Aufführung gebracht. Dazwischen tanzen wir zwei frei improvisierte Tangos und nach dem Stück ergibt sich oft eine kurze Pause, weil wir von Menschen aus dem Publikum angesprochen werden. Insgesamt dauert ein Auftritt also ca. 75 Minuten. Danach geht es wieder ans Schuhewechseln und Einpacken und wir machen uns auf den Heimweg.

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Um ca. 19.30 Uhr kommen wir dann in der Wohnung an und da ist der Hunger schon recht groß. Trotzdem ist zuerst noch die Dusche fällig, auch um das Gel aus den Haaren heraus zu bekommen. So sind wir also für 75 Minuten Auftrittszeit knapp vier Stunden „beschäftigt“. Für ein Abendprogramm sind wir dann meist schon zu müde und unsere Arbeitstage klingen ruhig, ohne viele Ereignisse, aus. Immer wieder aber sind wir von einem Auftritt, von der Atmosphäre und den Begegnungen so bewegt, dass es trotz der Müdigkeit gar nicht so leicht fällt, zur Ruhe zu kommen. Aber es ist eine angenehme Erregtheit, ein Erfüllt-Sein von dem, was uns die Straßenkunst schenkt.

So freue ich mich schon auf die nächsten, bald schon die letzten Auftritte hier in Berlin!

Sigrid

Ein Wald im Großstadtdschungel

Ein Wald im Großstadtdschungel

Hallo!

Wie ja schon in meinem ersten Bericht aus Berlin erwähnt, ist die Wohnung, in der wir hier sind, ein äußerst angenehmer Erholungsort, wenn wir von unseren Auftritten oder Streifzügen „heimkommen“ – ja, wir fühlen uns hier wirklich schon zuhause und können so richtig entspannen. Wenn das Wetter schön ist, wie jetzt zum Glück wieder, freuen wir uns aber auch, wenn wir Erholungsorte im Freien finden. Einer dieser Orte ist ganz nah bei unserer Wohnung, z.B. für eine kurze Mittagsrast bestens geeignet.

DSCF4862Es ist der Garten des Jüdischen Museums Berlin, das insgesamt eine sehr interessante Anlage ist. Das alte Gebäude wurde um einen großen, modernen Zubau erweitert, der mit vielen architektonischen Details, immer wieder zu neuen Entdeckungen führt. Nun, ein Teil dieser komplexen Anlage ist ein großer, schöner Garten, der auch ohne Eintrittskarte zugänglich ist, und das Beste daran – es werden Liegestühle zur Verfügung gestellt, die man sich einfach nehmen kann, um sich damit einen Platz im Garten zu suchen. So haben wir es schon genossen, dort zu liegen, in die Bäume zu schauen, die Wolken am Himmel ziehen zu sehen und die Gedanken schweifen zu lassen – süßes Nichtstun eben.

An einem auftrittsfreien Tag haben wir uns weiter auf den Weg gemacht, um einen viel größeren Erholungsort zu erkunden – den Tiergarten. Das ist ein Wald mitten in der Stadt, in den Parkanlagen eingestreut sind. Auf zahlreichen Wegen kann man durch diesen Wald spazieren, entlang von Bächen oder kleinen Teichen. Zwischendurch vergisst man wirklich, dass man sich eigentlich inmitten einer Großstadt befindet. Ich jedenfalls, als wir im Rhododendron-Hain angekommen waren. Es gab unzählige Rhododendren so groß wie Bäume und alle gerade in vollster Blüte. Ein Farbenspiel von weiß über gelb bis orange, lila und rot! Kleine Wege führten mitten hinein in diesen Wald im Wald und ich kam mir vor wie in einem Zauberwald. Aber vielleicht sollte ich an dieser Stelle jetzt einfach die Fotos sprechen lassen.

DSCF4820DSCF4818DSCF4831DSCF4836DSCF4825DSCF4817DSCF4839 (3)DSCF4839 (2)

DSCF4813 (2)Auch Tiere kann man hier beobachten, verschiedenste Vogelarten und sogar Schildkröten, die gerade ein Sonnenbad nehmen. Und erst wenn man auf eine Parkanlage stößt, wie z.B. den Rosengarten oder den Floraplatz, weiß man, dass man sich doch in einer Stadt befindet. Am Floraplatz haben wir aber auch eine schöne Entdeckung gemacht. In der Mitte des Platzes umgeben von Blumen erhob sich die Statue einer stolzen Amazone zu Pferd, ausgestattet mit ihrer Doppelaxt. Ein Denkmal zu Ehren der Amazonen – das haben wir noch in keiner Stadt gesehen!

Als wir dann nach einigen Stunden bei der Siegessäule ankamen, dem Mittelpunkt von Berlin und neben dem Brandenburger Tor und dem Alexanderturm eines der Wahrzeichen der Stadt, waren wir schnell wieder der Zauberwald-Atmosphäre entrissen. Verkehrslärm, TouristInnen aus aller Welt und Großstadthitze empfingen uns. Mit einem Bus machten wir uns auf den Heimweg.

DSCF4851In „unserer“ Wohnung empfingen uns die drei Zwerge, die es hier im Bücherregal gibt und die mich, seit wir hier sind, faszinieren. Seit jenem Ausflug versetzt mich ihr Anblick jedenfalls zurück in diesen Zauberwald aus Rhododendren, und so hat diese Wohnung einen Erholungsfaktor mehr.

Liebe Grüße aus einem Berlin, das immer wieder für Überraschungen sorgt!

Andrea

Beschauliche Orte mitten im Verkehrslärm

Beschauliche Orte mitten im Verkehrslärm

Nahe dem Halleschen Tor und damit unserer Wohnung gibt es eine laute, stets stark befahrene Kreuzung. Zwei Straßen mit je vier Fahrspuren und die U-Bahn auf der Hochflurtrasse aus Stahl bilden die Kulisse. Wir überqueren diese Kreuzung häufig auf unseren alltäglichen Wegen. An einem frühen Nachmittag der letzten Woche sind wir einfach zu einem kleinen Spaziergang aufgebrochen und haben unerwartete Entdeckungen gemacht.

DSCF4807Unser Weg führte uns zuerst in die historischen Friedhöfe am Halleschen Tor. Hinter der Mauer des „Kirchhofes“, wie es hier heißt, sind wir eingetaucht in eine üppig grüne, andere Welt. Nie zuvor habe ich auf einem Friedhof so viele grüne Freiflächen, sehr alten Baumbestand und blühende Sträucher gesehen. Die Grabstätten liegen verstreut in dieser grünen Insel und viele davon sind sehr alt. Zahlreiche große Familiengräber aus dem 19. Jahrhundert, darunter auch das Grab von Felix Mendelssohn-Bartholdy, dazwischen kleinere Gräber aus dem vorigen Jahrhundert. Der Verkehrslärm schwappt zwar über die Mauer in diese melancholische Idylle, aber er kann die dichte, intensive Atmosphäre hier nicht wirklich stören.

DSCF4844Wir verlassen den Friedhof und treten auf den Mehringdamm, ebenso eine laute, vierspurige Straße. Nach wenigen Metern erblicken wir durch eine Glasfront die Regalreihen einer Bibliothek. Wir gelangen zum Haupteingang der Amerika Gedenkbibliothek und tauchen wieder in eine stille Welt ein. Diesmal aber ist es eine Stille inmitten von unzähligen Menschen und abertausenden Büchern. Wir schlendern an den Regalreihen entlang, nehmen hier und dort ein Buch heraus, um einen Blick darauf zu werfen und sind fasziniert von dieser Fülle. Es herrscht reges Treiben hier, aber die Menschen sind nicht aufeinander bezogen, sondern in Bücher, Computer oder Zeitschriften vertieft. Leise Gespräche bilden eine zarte Hintergrundmusik. Es fällt uns schwer uns von dieser Welt loszureißen und wir nehmen uns vor, demnächst hier einen ganzen Nachmittag zu verbringen.

DSCF4812 (2)Unser Spaziergang geht weiter durch den Blücherpark, einer kleinen Grünfläche inmitten dieser stark befahrenen Straßen. Am Wochenende lagern hier unzählig viele Familien aus den umliegenden Wohnblöcken, sie treffen sich hier zum Picknick oder zum Grillen. Die BerlinerInnen – egal ob alt eingesessen oder zugewandert – lieben ihre Parkanlagen und verteidigen diese Freiflächen um jeden Preis. An diesem Nachmittag sitzt hier, beinahe verloren auf der großen Rasenfläche, nur eine Familie. Der Grill ist angeheizt, das Fleisch schon aufgelegt. Hört man hier Verkehrslärm? Gibt es hier irgendetwas Störendes oder hat diese Familie ihr Paradies im Großstadtdschungel gefunden?

DSCF4850Wir verlassen den Park und überqueren die Zossener Straße. Gleich gegenüber der Parkanlage liegt die Heilig-Kreuz-Kirche, ein mächtiger Backsteinbau mit einer riesigen Kuppel. Auch dieser Ort der Stille hat eine seine eigene Ausstrahlung. Aus Stahl und Holz wurden Treppen und eine Galerie eingezogen, sodass man bis zur Orgel und hinauf bis zu den runden Fenstern der Querschiffe gelangen kann. Doch für uns ist er ein ganz besonderer Platz: Beim QueerTango-Festival im Sommer 2011 hat hier, in dieser Kirche, die Gala-Milonga stattgefunden. Vor unseren inneren Augen sehen wir diesen Raum also auch in einer ganz anderen Weise. Die Erinnerung an jene Tangonacht ist noch so lebendig, weil es eine der ersten Gelegenheiten war, in denen wir den Tango ganz intensiv erlebt haben. Augusto Balizano, der während unseres Aufenthaltes in Buenos Aires unserer Lehrer war, hat in jener Nacht mit Claudio Gonzalez einen Tango getanzt, der uns damals schon überwältigt hat. Und jetzt stehe ich hier in dieser Kirche und sehe nicht mehr die Sitzgelegenheiten und den Altar mit seinen Blumen, sondern tauche ein in die Welt des Tango. Von diesem Tanz gibt es ein Video auf youtube – falls du sehen möchtest, was ich gerade vor meinem inneren Auge sehe: Hier zum Video

Wir verlassen auch diesen magischen Ort, am Verkehrslärm draußen hat sich nichts geändert, und kehren zurück in den Alltag der Großstadt. So nah beieinander hat so Gegensätzliches Platz. Vielleicht wieder einmal ein Hinweis, nicht im Schema von „entweder – oder“ sondern in jenem von „sowohl – als auch“ zu denken.

Sigrid

Karneval der Kulturen

Karneval der Kulturen

DSCF4754 (2)Unsere wetterbedingten Pausentage sind zeitlich mit einem Riesenspektakel, das jedes Jahr zu Pfingsten hier in Berlin stattfindet, zusammengefallen. An diesen vier Tagen feiert Berlin seine Buntheit und seine kulturelle Vielfalt mit einem Straßenfest und dem großen Straßenumzug. Das Straßenfest fand sogar direkt „vor unserer Haustür“, am Blücherplatz, statt. Es gab vier Musikbühnen, zahlreiche Verkaufsstände mit Kunsthandwerk und im eingegliederten Park war der „Rasen in Aktion“, mit Performances von Streetdance bis Straßentheater, vom Trommelworkshop bis zur Gestaltung von Recyclingkostümen und zahlreichen Kreativangeboten für Kinder. Dazwischen gab es unzählige Stände mit Köstlichkeiten aus aller Welt, teilweise als wunderschön gestaltete Food-Trucks.

Mit etwas gemischten Gefühlen erwartete ich die angekündigte Menschenmasse, denn die U-Bahnstation „Hallesches Tor“, von der aus wir uns stets auf den Weg machen, war der „Verkehrsknotenpunkt“ dieses Events. Die Station wurde dann noch zusätzlich für „private“ Verkaufsstände genutzt: ein Klapptisch, ein Plakat oder eine marktschreierische Stimme und schon wurden hausgemachte Kuchen, Snacks oder Hochprozentiges verkauft. Trotz all diesem Rummel ist es aber recht ruhig und nicht wirklich ungemütlich zugegangen. Wir sind nur aus dem Staunen und Wundern und Kopfschütteln ob all dieser Eindrücke nicht herausgekommen: Berlin ist einfach herrlich verrückt! Wir kennen jedenfalls keine andere Stadt, in der es das alles gibt.

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Den Straßenumzug im letzten Jahr sollen 1,5 Millionen Menschen besucht haben und die Sicherheitshinweise im Programmheft ließen uns schon ahnen, was da los sein wird. Es wurde festes Schuhwerk angeraten, da erfahrungsgemäß Glasscherben am Boden liegen, Kinder sollten wegen der Lautstärke Gehörschutz tragen und im Falle einer Überfüllung sollte man ….

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Heuer war es kalt und windig, einige Besucher trugen ihren Wintermantel und mehrmals gab es einen Regenschauer. Trotzdem ist alles recht ruhig abgelaufen und nach einiger Zeit haben wir tatsächlich ein Plätzchen gefunden, an dem wir gut sehen konnten und einige Gruppen sind direkt vor uns vorbeigezogen. Die teilnehmenden Gruppen sind fast ausschließlich aus Berlin. Einerseits sind es Menschen aus allen Kontinenten, die jetzt hier leben und die Kultur ihrer Heimat weiterpflegen und an diesem Tag alle daran teilhaben lassen. Andererseits sind es Gruppen und Organisationen, die sich für ein interkulturelles Zusammenleben in Berlin engagieren. So ist es nicht erstaunlich, dass heuer auch das Flüchtlingsthema in einigen Darbietungen präsent war. Aber im Vordergrund steht bei diesem Umzug die Lebensfreude, mit Performance und Tanz, mit Gesang und Trommeln wird die Vielfalt gefeiert. Es war wirklich toll einfach mittendrin zu sein und sich anstecken zu lassen von dieser Atmosphäre. Die Stimmung war trotz des kalten, unfreundlichen Wetters, heiter und gelassen, abertausende Menschen auf engem Raum nicht nur in friedlicher, sondern in fröhlicher Stimmung.

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So haben wir Berlin wieder von einer ganz anderen Seite kennengelernt. Und ich bin mir sicher, dass dies noch nicht die letzte Entdeckung hier gewesen sein wird.

Sigrid