Ankommen in Berlin

Hallo!

Nun sind wir wieder einmal in einer Großstadt gelandet. Nach Berlin mussten wir ja kommen, denn hier wurde unser Traum geboren, Straßentänzerinnen zu werden. Nämlich als wir das letzte Mal hier waren, vor fünf Jahren beim Queer-Tango Festival. Wir waren damals im Berliner Frauenhotel abgestiegen und in der Bibliothek des Hotels fiel uns ein Buch in die Hände: Die Straßensängerin von Traude Bührmann. Dieses Buch und die Idee, immer wieder für längere Zeit an einem anderen Ort zu leben, waren also der Ausgangspunkt für den Weg, den wir nun eingeschlagen haben.

DSCF4721 (2)Diesmal sind wir einen Monat hier und haben uns über das Netzwerk der Frauenbude eine Wohnung gemietet. Mitten in Kreuzberg, in der ruhigen Alten Jakob Straße gelegen, ist sie uns ein idealer Rückzugsort in dieser quirligen Stadt. Wir fühlen uns hier sehr wohl und schon nach wenigen Tagen heimelig. Es ist eine Altbauwohnung ganz nach unserem Geschmack gestaltet und eingerichtet. Eine Mischung aus Antiquitäten und modernen Möbeln, viele nette Dinge, die das Auge erfreuen, interessante Bilder und Bücher und eine Küche, in der wir alles vorfinden, um uns zu versorgen. So haben wir schon einige Male köstlich aufgekocht und ich habe mich bereits verliebt – in die Gusseisenpfanne, die es hier gibt. Wir haben uns ja schon darauf gefreut, wieder einmal auf Gas zu kochen. Es lässt sich zwar nicht logisch erklären, aber auf Gas gekocht, schmeckt das Essen besser. Die Steigerung ist jetzt noch: auf Gas in der Gusseisenpfanne gekocht. In ebendieser Pfanne gebratene Pilze oder Gemüse über Nudeln mit frischem Olivenöl, einem guten Parmesan, ein paar Kräutern oder frisch gemahlenem Pfeffer – und ein einfaches, aber köstliches Essen ist fertig.

DSCF4741DSCF4736

Auch fürs Einkaufen haben wir unseren Ort gefunden. Ein paar Stationen mit dem Bus und wir befinden uns bei der Marheineke Markthalle in der Bergmannstraße. In der Markthalle gibt es köstliche französische, italienische und griechische Spezialitäten, durch die wir uns alle durchkosten möchten. Im französischen Bistrot gibt es außerdem Croissants, die schmecken wie in Frankreich und sogar ausgezeichneten Espresso. Wir haben nämlich eigens unsere Espressomaschine mitgenommen, weil wir die letzten Male in Berlin nirgends guten Kaffee bekommen haben. Im Umkreis der Markthalle gibt es einen Bio-Supermarkt und auch sonst alles, was man so braucht. Wir haben uns also schon ganz gut eingelebt.

Es ist auch sehr spannend, in ein anderes Leben hier einzutauchen. Die Vermieterin der Wohnung, sie heißt auch Sigrid, hat uns bei der Ankunft empfangen und uns dann bereitwillig ihre Wohnung überlassen. Durch dieses entgegengebrachte Vertrauen und die netten Empfangsgesten, wie z.B. Blumen am Tisch, haben wir uns gleich willkommen gefühlt. Sie selbst hat einen Garten außerhalb von Berlin mit einem Häuschen, wo sie lebt, während wir in ihrer Wohnung sind. Jetzt beleben, bekochen, betanzen, … wir sie – und trotzdem ist auch die Besitzerin hier, und ich stelle mir Fragen über sie, was für ein Mensch sie ist, was ihr wichtig ist, welche Art Leben sie führt, … Durch ihre Wohnung und die Dinge, die wir hier vorfinden oder auch nicht vorfinden, es gibt z.B. keine Behältnisse aus Plastik (finde ich super), mache ich mir ein Bild von ihr, aber ob es stimmt?

Jedenfalls bin ich dankbar, hier sein zu können und wieder einmal Großstadtleben zu genießen.

Tschüss aus Berlin!

Andrea

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s