Tango around the world

Tango around the world

Diesmal möchte ich zu einer Weltreise auf den Spuren des Tangos einladen, denn er ist heute auf allen Kontinenten zuhause: in trendigen Nachtclubs von Seattle bis Stockholm genauso wie in kultivierten Tanzsälen rund um den Globus.

Seine Verbreitung begann schon ziemlich früh – vor ca. 100 Jahren trat er seine erste Weltreise an. Entstanden am Rio de la Plata, in Buenos Aires und Montevideo, unter den Einflüssen unterschiedlichster Kulturen, gelangte er nach Paris. Er kam schnell in Mode, und ausgehend von Frankreich war bald ganz Europa vom Tangofieber gepackt.

So kam er 1913 nach Finnland und fand dort besonderen Anklang, da sich die Finnen durch den Tango in ihrem Leid unter der russischen Herrschaft verstanden fühlten. Der Tango drückte das aus, worüber zu sprechen unmöglich war. Es entwickelte sich ein eigener Musikstil voller Poesie, Trauer und Tiefe. Wahrscheinlich steht finnischer Tango deshalb öfter in Moll statt in Dur. Die bekanntesten Komponisten sind Toivo Kärki und Unto Mononen, die finnischen Tango zu einer Art Nationalmusik machten. Er ist auch heute noch weit verbreitet und man trifft in Restaurants, Tanzlokalen und im Sommer beim sogenannten „Tanz auf dem Bretterboden“ auf Tangomusik. Tangotanzen gilt als Freizeitvergnügen. Das Seinäjoki Tango Festival, das jeden Sommer stattfindet, zieht BesucherInnen aus aller Welt an. Und es ermöglicht jungen MusikerInnen, die sich dem Tango widmen, bekannt zu werden. 14097480675_888b7bd64c_bSo gibt es z. B. die freche, junge Formation Las chicas del Tango, die eine Brücke zwischen der Welt des finnischen und argentinischen Tangos bauen, indem sie spanische Liedertexte mit Eigenkompositionen kombinieren. Auf ihrer CD Tango de norte a sur vereinigen sich Klassiker des argentinischen und finnischen Tangos mit einem Wirbel von Tango Nuevo im Helsinki-Stil. Sehr zu empfehlen! Jedenfalls ist finnischer Tango, nach dem argentinischen, wohl am meisten bekannt und ausgeprägt. Es gibt sogar Finnen, die behaupten, der Tango sei eigentlich in Finnland entstanden.

4647162978_5cdfa38511_bNun ja, der Tango reiste nicht nur nach Norden sondern auch gegen Osten. Hier entwickelte sich Bukarest, das „Paris des Ostens“ in den 1920er und 1930er Jahren zur Tangometropole. Das elegante und multikulturelle Bukarest der damaligen Zeit war ein Zentrum europäischer Kultur. Rumänische Tangostars wie Jean Moscopol oder Maria Tanase prägten den Bucharest Tango. In den besten Restaurants und Hotels der Stadt mit klingenden Namen wie Lafayette, Lido oder Astoria, konnte man Tangos hören. Nach dem 2. Weltkrieg gerieten sie allerdings vollkommen in Vergessenheit und vor einigen Jahren hat sie nun die rumänische Sängerin Oana Catalina Chitu wieder belebt. Auf ihrer CD Bucharest Tango öffnet sie wieder die Türen zu den Tangos und Liedern des Bukarest jener Zeit. Diese Tangos haben einen ganz besonderen Charme und einige davon gehören zu unseren Lieblingstangos.

6846938318_2504aff84e_oSchon die Wurzeln des Tangos sind ja multikulturell. Unter den Einflüssen afrikanischer, kubanischer und europäischer Musik entstand er und wenn heute auf der ganzen Welt Tangoklassiker interpretiert oder neue Tangos komponiert werden, dann auch meist unter den Einflüssen der jeweiligen Kulturen. Auf der CD Tango around the world kann man dem nachspüren und sich auf musikalische Tangoweltreise begeben. Hier finden sich neben Tangos aus Argentinien auch solche aus Senegal, Finnland, Brasilien, Norwegen, Griechenland, Serbien und Portugal. Tango beeinflusst die Musik rund um den Erdball und umgekehrt.

Ich denke, dass gerade dieses Gemisch der Kulturen, angefangen bei seiner Entstehung bis herauf in die heutige Zeit, die Seele des Tangos ausmachen.

Andrea

 

Mujeres y Tango – Frauen und Tango

Mujeres y Tango – Frauen und Tango

Vor drei Jahren in Buenos Aires besuchten wir regelmäßig die Tangoschule „Escuela de Tango Argentino“, die sich im selben Haus mit einer Galerie befand. Anfang Jänner gab es in dieser Galerie die Ausstellung Somos mujeres (Wir sind Frauen). Und jedes Mal auf dem Weg zu unserem Tangounterricht gingen wir durch die Ausstellungsräume. Ein Text beschrieb, worum es in dieser Ausstellung ging:dscf3750

Ser
hacer
parecer
pertenecer

Somos mujeres
desde ese lugar hacemos
a veces parecemos p
ero sobre todo pertenecemos

Ich würde diesen Text folgendermaßen übersetzen:dscf3755

Sein
tun
scheinen
gehören

Wir sind Frauen
seit wir diesen Ort schaffen
manchmal scheinen wir …
aber vor allem gehören wir …

Mir scheint dieser Text am Beginn meines Artikels über Frauen und den Tango sehr passend. In der Geschichte des Tangos war die Frau anfangs eindeutig das Opfer, die Fügsame, die Dienende, die durch dominante Männer unterdrückt wurde, die ihnen gehörte. Der Tango entstand ja in den Spelunken, Kneipen und Bordellen des Hafenviertels von Buenos Aires zu Beginn des 20. Jahrhunderts. So war „die Tanguera ein knappes Jahrhundert lang pures Produkt männlicher Projektionen: eine Hure mit Herz auf der Zunge und Rhythmus im Blut. Eine Frau, die keine Zukunft, dafür aber viel Vergangenheit hatte und dem Mann als Vorwand für sein Unglück diente.“ Diese Beschreibung findet sich im Einleitungstext der CD von Silvana Deluigi mit dem Titel Tanguera Woman in Tango. Sie will auf ihrer musikalischen Suche mit diesem Klischee „saufender Machos und weinender Huren“ aufräumen. Lied für Lied rekapituliert sie die Geschichte des Tangos aus dem Blickwinkel der Frau. Und sie bewegt sich weg von den Hymnen des Machismus hin zur poetischen Beschreibung der Veränderung von Alltag und Gesellschaft, wenn sie z.B. Carlos Gardels Pero hay una melena umtextet und singt:“ Heute scheinen alle Mädchen zu rauchen, Whisky zu trinken und Hosen zu tragen, …“ . Mit der Emanzipation der Frau entstehen als wieder Klischees oder Trugbilder, die der Rolle der Frau nicht gerecht werden.

Nun, konnten sich Frauen in der Welt des Tangos von oben genannten Rollenzuweisungen befreien und zur Entwicklung des Tangos als Schaffende beitragen? Tatsächlich waren Frauen immer schon ein wichtiger Teil der Tangogeschichte. Auch wenn ihre Rolle nur als Tanzpartnerinnen der Männer begann, hatten in den 20er und 30er Jahren des vorigen Jahrhunderts einige von ihnen einen wohlverdienten Platz als Sängerinnen und Darstellerinnen eingenommen. Es etablierte sich ein neues Frauenbild: starke und begeisterungsfähige Frauen, die ihren eigenen Stil und ihre Persönlichkeit in das Milieu einbrachten, das bis dahin ausschließlich eine Männerdomäne gewesen war. Schwieriger war es für Musikerinnen und Komponistinnen. Auch wenn es eine Zeit gab, in der die sogenannten „Damenorchester“ sehr en vogue waren, gab es doch in den führenden „typischen“ Orchestern lange Zeit keinen Platz für sie. Als Komponistinnen wurden sie überhaupt nicht wahrgenommen. Obwohl z.B. Mercedes Simone, die „die Dame des Tangos“ genannt wurde, bereits in den 1930er Jahren viele ihrer Stücke selbst komponierte und auch textete. Eine der ganz großen Tangokomponistinnen war Eladia Blázquez. Sie hat während der 1970er Jahre Stil und Thematik der Tangopoesie verändert und zu Texten berühmter argentinischer Schriftsteller, wie z.B. Jorge Luis Borges, zahlreiche Kompositionen geschaffen, die zu „Tangohits“ wurden. Diese Tradition setzen heute junge Tangomusikerinnen fort, wenn z.B. Las Chicas del Tango aus Finnland zu Gedichten der großen argentinischen Poetin Alfonsina Storni, bekannt für ihren feministischen Gesichtspunkt zu der Rolle der Frau, Werke komponieren.

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20140721_142_web-2Heutzutage kann man Frauen an allen Instrumenten eines Tangoorchesters, auch am Bandoneon, bewundern. Einige haben auch die Leitung von Orchestern übernommen. Beba Pugliese z.B., die Tochter des berühmten Musikers Osvaldo Pugliese, leitete das Orchester ihres 1955 verstorbenen Vaters. Als Tänzerinnen hatten Frauen ja schon zur Anfangszeit des Tangos, zwar nur als Tanzpartnerinnen der Männer, ihren Platz. Aber auch in diesem Bereich begannen sie als eigenständige Tänzerinnen und Choreografinnen aufzutreten, wie z.B. auch unsere Lehrerin in Buenos Aires, Aurora Lubiz. Darüber hinaus gibt es Tangotanzformationen, die nur aus Frauen bestehen, wie Tango between women, die beim Queertango-Festival 2016 in Buenos Aires aufgetreten sind. Und auch wir sind als Frauenduo tangotanzend unterwegs.

„Die Damen sind an der Reihe“ heißt die Überschrift zum Kapitel über Frauen und Tango im Buch Tango von Eduardo Araníbar. Ich würde sagen die Frauen sind bereits ein Jahrhundert lang wesentlich an der Entwicklung des Tangos beteiligt, waren also immer schon in der Reihe.

Andrea

Verwendete Literatur: Tango, Eduardo Araníbar, HEEL Verlag

Gibt es Tango – Weihnachtsmusik?

Gibt es Tango – Weihnachtsmusik?

In vielen Genres gibt es eigene Musikstücke für Weihnachten, die meist schon Tage und Wochen vor dem Fest erklingen. Ich denke an weihnachtliche Gospels oder traditionelle Volkslieder, alte Madrigale oder die Weihnachtshits der Rock- und Popmusik. Letztere werden in unseren Breiten bekanntlich in Geschäften und Lokalen und sämtlichen Radiosendern so häufig gespielt, dass man sie am liebsten gar nicht mehr hören möchte – oder wie steht es mit deiner Vorliebe für Last Christmas … ? Während ich das schreibe fällt mir übrigens auf, dass ich diesen Song heuer noch gar nicht gehört habe – dieses Glück hatte ich bisher nur einmal, nämlich vor drei Jahren, als wir ab Mitte November in Buenos Aires waren und dort eine gänzlich andere Advent- und Weihnachtsstimmung erlebten. Und Buenos Aires ist auch schon das Stichwort für die Frage, die diesem Artikel zugrunde liegt: Gibt es auch im Genre Tango eigene Musikstücke für die Weihnachtszeit?

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Nun, ich habe bisher keinen Tango gehört, in dem die Worte felicidas festas oder navidad vorgekommen wären, würde mich aber nicht getrauen, deshalb diese Frage mit hundertprozentiger Sicherheit zu verneinen, denn so sehr ich Tangomusik liebe und mittlerweile schon viele Stücke kenne, so ist die Welt der Tangomusik zu groß, um alles kennen zu können. Bei genauerem Nachdenken, Hinhören und Hineinlesen in die Texte fällt mir aber ein ganz wesentlicher Aspekt auf, der bei vielen Tangos auftaucht und der doch ganz nahe an die modernen Weihnachtslieder aus Pop und Rock kommt: Im Tango geht es um die „großen Gefühle“ – um Liebe, Sehnsucht, Schmerz, Verlassen werden, Liebeskummer, …

Der Text von Last Christmas wäre da nicht unpassend:
Last Christmas, I gave you my heart
But the very next day, you gave it away
This year, to save me from tears
I’ll give it to someone special

So weit, so gut. Aber mir geht es ja um den Tango, also auch um die Tangotexte. Die Texte sind eigentlich Gedichte, die älteren davon im Dialekt Lunfardo, der in den Hafenvierteln von Buenos Aires gesprochen wurde. Aber auch die Texte auf Spanisch sind oft schwer zu übersetzen, will man nicht nur die Worte, sondern die Stimmung vermitteln. Ich erinnere mich in diesem Zusammenhang an eine Begegnung mit einem alten Herrn in Buenos Aires. Wir waren zum Tanzen ausgegangen und saßen neben ihm. Lange Zeit tanzte er nicht, sondern sang die jeweiligen Tangos mit. Er fragte dann, ob uns die Texte auch so gut gefallen und war ganz verwundert, dass wir sie ja gar nicht verstehen, weil wir die Sprache nicht so gut beherrschen. Erstaunt frage er, wie wir dennoch den Tango lieben können. Für ihn gehörten Musik und Text untrennbar zusammen und erst in jenen Tagen, als er schon über 70 Jahre alt war, lernte er das Tangotanzen. Seine Frage hat mich veranlasst, immer wieder Übersetzungen anzuschauen und so in die Welt der Tangotexte einzutauchen.

Manchmal erlebe ich dabei eine ziemliche Überraschung, zum Beispiel bei dem Tango Vida mia: Die Melodie klingt romantisch, beim Zuhören und Tanzen habe ich das Gefühl nicht nur Sehnsucht und Liebe sondern auch Geborgenheit, Nähe und Erfüllung zu spüren. Der Blick auf den Text enthüllt aber einen Tango über die Sehnsucht nach dem geliebten Menschen und über den Schmerz, die Trennung, die Einsamkeit:

Mein Leben
Aus der Ferne liebe ich dich mehr.
Mein Leben, denk an meine Rückkehr.
Ich weiß, dass man für Gold deine Küsse nicht haben kann …
Und ich wünsche mir, dich zu halten
An meine Seite gebunden
Und so zu ersticken
Meine Einsamkeit.

Und da bin ich, fast möchte ich sagen „leider“, schon wieder bei Last Christmas, einem romantisch-schmalzigen Ohrwurm über eine unglückliche Liebe …

Tangotexte erzählen zwar häufig, aber doch nicht ausschließlich von enttäuschter Liebe. Die Sehnsucht, die Hoffnung und Erwartung wird immer neu besungen und durch die Musik verstärkt. So etwa bei einem der ganz berühmten Tangos, der in den Goldenen Jahren von Carlos Gardel gesungen wurde und seither sozusagen „sein Tango“ geworden ist:2127081511_1cb5e6b1be_o

El Dia que me quieras / Der Tag an dem du mich liebst

Am Tag, an dem du mich liebst
Wird die Rose sich schmücken
Und sich feierlich kleiden in den schönsten Farben.
Und Glockenläuten zum Wind
Um zu sagen, dass du nun mir gehörst …

Am Tag, an dem du mich liebst,
Wird es nichts als Glück geben. …
Das Leben wird blühen
Und es wird kein Leid mehr geben.

Mit einem Text, der in ganz anderer Weise über die Sehnsucht nach Liebe spricht, beschäftigen wir uns derzeit intensiv beim Erarbeiten eines neuen wo/men tango acts. Der Text der Balada para un loco zur Musik von Astor Piazzolla stammt von Horacio Ferrer, einem der ganz großen Tangodichter. Die Sehnsucht nach Liebe kann uns ja wirklich manchmal verrückt werden lassen …

Liebe mich, so wie ich bin,
verrückt, verrückt, verrückt,
mach den Weg frei für die Liebe, so dass wir die verrückte Magie des Lebens
noch mal versuchen werden …

So komme ich zur Erkenntnis, dass es keinen Weihnachtstango braucht, um einzutauchen in die Sehnsucht nach Liebe und die Magie des Lebens, von der viele gerade in diesen Tagen träumen. Denn eigentlich geht es dabei ja nicht um Weihnachten, um diese wenigen Tage im Jahr, die manchmal gar so überhäuft sind mit Sentimentalität. Es geht um unsere Sehnsucht als Menschen, zu lieben und geliebt zu werden, an jedem Tag des Jahres. Und davon erzählen viele Tangotexte – egal, wann wir sie hören.

Sigrid

 

PS.: Wie wir Weihnachten 2013 in Buenos Aires erlebt haben, kannst du in diesen beiden Artikeln nachlesen!

Feliz Navidad und Weihnachtsparty

Unvergänglicher Tango

Unvergänglicher Tango

Es gibt ihn bereits seit mehr als hundert Jahren – den Tango Argentino. Er hat viele Veränderungen durchlebt, seine Entwicklung hat sich in vier Phasen abgespielt: die sogenannte génesis währte von 1880 bis 1900, die zweite Phase von 1900 bis 1920 ist bekannt als die guardia vieja (Veteranen, traditionelle Tango-Musiker), in der Carlos Gardel eine Schlüsselfigur darstellt, die dritte dauerte von 1920 bis 1940, es waren die „goldenen Jahre“ des Tangos. Heutzutage bewegt sich der Tango durch seine vierte Etappe, die 1940 begann und als tango nuevo, als „Neuer Tango“ bezeichnet wird.

Astor Piazzolla ist der herausragendste Repräsentant dieser letzten Phase. Seine Kompositionen sind weltweit bekannt. 1921 in Argentinien geboren, verbrachte er seine Kindheit in New York. Als er neun Jahre alt war, kaufte ihm sein Vater ein Bandoneon und Astor fing an, das Instrument spielen zu lernen. Seine Begabung trat bald zu Tage, mit elf Jahren komponierte er bereits seine ersten Tangos und im Alter von zwölf spielte er bereits Konzerte. 1938 kehrte er nach Buenos Aires zurück und wurde hier zu einem virtuosen Bandoneonisten. Ständig auf der Suche nach der Musik, über die er sich am besten ausdrücken konnte, zog es ihn immer wieder ins Ausland, nach Paris, in die USA, wo er sowohl Klassik als auch Jazz studierte. Diese Musikrichtungen ließ er schließlich in „seine“ Musik, den „Neuen Tango“ einfließen. Er erhob Tangomusik zu einer Kunstform, in Konzertsälen und Opernhäusern auf aller Welt aufgeführt. Er schrieb Opern (Maria de Buenos Aires), Sinfonien (Sinfonía de Buenos Aires) und die Musik für mehrere Filme. Seine wohl berühmtesten Tangos sind Adiós Nonino, Balada para un loco und Libertango. Sein Aufstieg, seine unangepasste Persönlichkeit und seine revolutionäre Musik führten aber auch zu Spannungen zwischen dem „Neuen“ und dem „Alten“, zwischen der Avantgardebewegung und der Tradition.

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Die Tradition wurde durch die großen Orchester repräsentiert, doch diese verschwanden schließlich und die Leute wollten sie nicht mehr hören. So kam es, dass der Tango während der 1960er und 1970er Jahre in kleinen Konzertsälen und Tanguerías (Orte, an denen ausschließlich Tango aufgeführt wurde) Unterschlupf fand. Es war ein schwaches Echo, eine Art Parodie der goldenen Jahre des Tangos. Auch Tango getanzt wurde in dieser Zeit kaum, bei den jungen Leuten war der Rock’n’Roll „in“. Und als dann Ende der 70er Jahre in Argentinien die Zeit einer der furchtbarsten Militärdiktaturen anbrach, stand es sowieso schlecht um den Tango. Viele Intellektuelle und KünstlerInnen emigrierten, lebten fortan in Paris, Berlin und London. Und ein zweites Mal, wie vor 100 Jahren, kehrte der Tango dann über den „Umweg Europa“, wo es in den 80er Jahren zu einem Tango-Boom kam, wieder nach Buenos Aires zurück.

dsc_6960s2Ausgelöst wurde dieser Boom durch Tango-Produktionen, wie z.B. das Musical Tango Argentino, das ein großer Welterfolg wurde. TangomusikerInnen, -sängerInnen und –tänzerInnen gingen in Folge auf Tourneen um die ganze Welt und so ist der Tango heute auf allen Kontinenten zu Hause und wurde sogar zum Weltkulturerbe erhoben. Und wieder einmal lassen die Einflüsse der unterschiedlichen Kulturen oder Musikstile, elektronische Instrumentierungen z.B., ganz neue Tangos entstehen.

Als Soundtrack der Stadt Buenos Aires, die permanenten Veränderungen unterlag, hat der Tango jeden Wandel miterlebt: Sowohl die Förderung der beliebten Leidenschaft als auch den Widerstand und die Nebensächlichkeit. Im globalen Umfeld der jetzigen Zeit hält Buenos Aires an seiner mächtigen Identität fest, die in der Art der Musik begründet liegt, die vielmehr ist als einfach nur Musik. Es ist die Art zu gehen, die Art zu sein, eine Haltung, ein Gefühl.

Andrea

Verwendete Literatur: Tango, Eduardo Araníbar, Heel-Verlag 2008

 

Goldene Jahre des Tangos

Goldene Jahre des Tangos

Wie ich schon im Blogartikel über die Entstehung des Tangos erzählt habe, wurde er in seinen Anfängen von der Mehrheit der Leute als eine Art niedere Musik betrachtet, unzüchtig und der Beachtung nicht wert. 1921 hieß es noch in einer argentinischen Zeitschrift, dass „die gebildeten Bürger noch nicht bereit seien, diese vorstädtische Musik zu akzeptieren, die für die Unterschicht gemacht war.“ Aber nach und nach hat er sich doch Eintritt verschafft und „unter das kultivierte Ästhetikempfinden der Oberschicht gemischt“.

Die Cafés im Zentrum der Stadt Buenos Aires begannen Tango-Trios zu engagieren. Tangopartituren wurden von den jungen Leuten der Oberschicht, zuerst zwar noch heimlich, aber doch erworben und gespielt. Langsam löste sich die Tangomusik vom Rotlichtmilieu, um in Bars, Cafés und Salons aufgeführt zu werden.

13192685785_2fecdf5ab9_oSeinen Durchbruch erhielt der Tango Argentino aber über den Umweg Paris. Es gab ein paar wagemutige Argentinier, junge Männer der Oberschicht, die den Tango in den noblen Pariser Salons einführten, die so anders und so weit weg waren von der Welt, in der er geboren wurde. Ab 1907 kamen argentinische Musiker (in den Tango-Orchestern gab es damals keine Frauen) und SängerInnen nach Paris. Fest steht, dass der Tango 1912 Paris ganz und gar erobert hat, man tanzte ihn genau so viel oder mehr als Walzer. Paris war ja zu Anfang des Jahrhunderts das kulturelle Zentrum der westlichen Welt, was dort angesagt war, strahlte auf ganz Europa und auf die Vereinigten Staaten aus. Das Tangofieber erfasste alle sozialen Schichten von den Varietétänzerinnen bis zum Präsidenten Frankreichs und seiner Frau. Kirche, PolitikerInnen, Adlige, BürgerInnen, Intellektuelle, KünstlerInnen, alle beteiligten sich an dem heiß geführten Meinungsstreit, niemand der nicht Position bezogen hätte zum Tango. Sogar vor dem Papst wurde Tango getanzt, um zu entscheiden, ob er Sünde sei oder nicht. Das finde ich sehr amüsant, wenn ich daran denke, dass der jetzige Papst Argentinier ist und selbst Tango getanzt hat.

In nur wenigen Jahren verbreitete sich also der Tango von den Salons der Adeligen und KünstlerInnen zu den Tangotees, den Dancings und den Musette-Bällen. Dabei muss man bedenken, welches Klima in jenen Jahren herrschte: die Spannungen vor dem ersten Weltkrieg, der Streik der Staatsbediensteten, die Trennung von Kirche und Staat, … Der damaligen französischen Gesellschaft passte der Tango wie angegossen. Alles war in Aufruhr, im Umbruch. Diese dumpfe, überall unterschwellig zu spürende Unruhe, dieser Befreiungsdrang, der in diesen angespannten Körpern nahezu explodierte, nichts anderes war der Tango. Das alles lässt Elsa Osorio ihre Protagonistin in ihrem Roman Im Himmel Tango sagen. Vielleicht hat der Tango-Boom heute mit den Parallelen zu jener Zeit zu tun?

4322248164_0293b7d336_oDie ArgentinierInnen waren erst mal überrascht, als in den französischen Gesellschaftsseiten zum Thema Argentinien nicht von Fleisch und Getreide die Rede war, sondern vom Tango. Über den Umweg Paris wurde der Tango schließlich auch in Buenos Aires akzeptiert, und bald gefeiert. Es entstanden in Folge die „typischen Orchester“ mit ihren großen Namen, wie Julio De Caro, Osvaldo Fresedo, Anibal Troilo, Juan D’Arienzo, Carlos Di Sarli, … um nur einige zu nennen. Auch heute noch wird auf den Milongas zu den Werken dieser Musiker getanzt. Außerdem traten in der Zeit auch erstmals Chansonniers in Erscheinung, die später die eigentlichen TangosängerInnen wurden.

3658517924_caafbc54dc_oZur Legende unter ihnen wurde Carlos Gardel (1890 – 1935). In Buenos Aires aufgewachsen, galt seine Liebe von Anfang an dem Gesang. Er nahm früh Gesangsunterricht, sang bis 1917 aber ausschließlich Heimatlieder. Berühmtheit erlangte er aber dann als Tangosänger. „Er singt jeden Tag besser“, machte bald die Runde, und so war er schnell fester Bestandteil der Tangoszene. Er betätigte sich auch als Schauspieler und war ein äußerst produktiver Komponist. Sein früher Tod durch einen Flugzeugabsturz und viele geheimnisvolle Rätsel um einige Aspekte seines Lebens (u. a. dass er möglicherweise schwul war) machten ihn jedenfalls, neben Evita und Diego Maradonna, zu einem der drei „Nationalheiligen“ Argentiniens. Sein Grabmal am Friedhof von Chacarita in Buenos Aires ist jedenfalls auch heute noch Pilgerstätte seiner BewunderInnen.

Sicherlich auch durch ihn lebte Buenos Aires als Tango-Metropole auf und ist bis heute Anziehungspunkt der Tangobegeisterten aus aller Welt. So möchte ich meinen Artikel mit den Zeilen aus einem seiner berühmtesten Lieder, Mi Buenos Aires querido, beschließen:

Mein geliebtes Buenos Aires
Am Tag, an dem ich dich wiedersehe
Wird es kein Leid und keine Achtlosigkeit mehr geben.

Andrea

Verwendete Literatur:
Tango, Eduardo Araníbar, Heel-Verlag 2008
Im Himmel Tango, Elsa Osorio, Suhrkamp-Verlag, 2008

 

Entstehung des Tangos

Entstehung des Tangos

Wenn man sich in die Welt des Tango Argentino vertieft, ist natürlich auch seine Geschichte von Bedeutung. Wie ist dieser Tanz entstanden, was sind seine Wurzeln?

Die Geburt des Tangos gibt auch heute noch viele Rätsel auf und in manchen Punkten Uneinigkeiten. Einig ist man sich, was den Zeitpunkt seiner Entstehung betrifft. Die Anfänge des Tango Argentino waren in den letzten beiden Jahrzehnten des 19. Jahrhunderts. Ob sein Ursprung jedoch in Buenos Aires oder in Montevideo liegt, darüber streiten sich die Geister. Heutzutage assoziiert man Tango Argentino sofort mit Buenos Aires, er dürfte aber an beiden Ufern des Rio de la Plata entstanden sein und wurde deshalb auch als Ufermusik bezeichnet.

15635766339_066d8a8afa_bIn beiden Ländern, sowohl Argentinien als auch Uruguay, gab es zu der Zeit eine große Zahl von europäischen Immigranten, die hier den Traum vom besseren Leben verwirklichen wollten. Sehr aktuell, wenn man an die Menschen denkt, die zurzeit bei uns Zuflucht suchen. Damals waren es europäische Wirtschaftsflüchtlinge, sechs Millionen Menschen kamen und mehr als die Hälfte blieb für immer. Buenos Aires war also bald von alleinstehenden Männern überbevölkert und die ärmeren Schichten ließen sich in den Außenbezirken von Buenos Aires nieder. Und in diesem Milieu entstand der Tango – im Armenmilieu, im verbotenen Milieu der Bordelle. Für die gehobene Schicht der damaligen Zeit in Buenos Aires war „Tango“ ein unflätiges Wort. Sie verbanden damit eine niedere Form der Musik, die die Außenseiter der Gesellschaft repräsentierte. Eine interessante Tatsache wenn man bedenkt, dass Tango bei uns heute eher in der gehobenen, intellektuellen Schicht getanzt wird. Aber zurück zu seinen Ursprüngen. Da gibt es, was seine Entstehung betrifft auch ziemlich radikale Aussagen, wie: der Ursprung des Tangos ist schwul und schwarz.

8386532695_76af36f851_oDer oben erwähnte Frauenmangel führte die Männer zusammen. Sie trafen sich in Kneipen und Bordellen, sangen und tanzten Tango. „Tango hat die herkömmliche weiße Männerrolle unterminiert, der Mann wird weiblich, indem er jammert und schluchzt“, lässt der Autor Wolfram Fleischhauer eine seiner Protagonistinnen im Roman Drei Minuten mit der Wirklichkeit sagen. Männer, die miteinander Tango tanzten, waren um diese Zeit also kein ungewöhnliches Bild in Buenos Aires. Das ist auch einer der Hintergründe für unsere wo/men tango acts, in denen wir als Herrendarstellerinnen auftreten.

Was hat nun aber Tango mit den Schwarzen zu tun? Unter den vielen Bewohnern von Buenos Aires und Montevideo gab es auch eine schwarze Bevölkerung, die ursprünglich als Sklaven auf den Kontinent kam. Sie durchmischten sich mit der europäischen Bevölkerung, bzw. unzählige verschwanden – in Kriegen und auf Plantagen verschlissen. 4418261974_e7f8b8ac04_bSie waren aber für diese neu aufkeimende Musik wesentlich. Das Wort Tango soll aus dem Äthiopischen kommen. Tangú bezeichnet einen bestimmten Rhythmus, der in der Candombe, einer schwarzen Musik mit schnellen, heiteren Rhythmen, vorkommt. Und auch die älteste überlieferte Zeichnung eines Tango tanzenden Paares zeigt zwei Schwarze. Mit der Zeit kam es zu einer Fusion der europäischen und afrikanischen Musik. Verschiedene volkstümliche Musikstile, die Habanera aus Kuba, die Candombe aus Afrika, die Land-Milonga aus Spanien und der Walzer verschmolzen zu der Musik, die wir heute Tango nennen.

Außerdem kam zu dieser Zeit auch eine neue Tanzmode auf, nämlich der Volkstanz, bei dem es ebenso zu einer Vermischung von Gesellschaftstanz und schwarzem Tanz kam. Es entstanden neue Tanzzentren, in denen sich die Tanzpaare im Tangorhythmus wiegten. Anfangs wurde dieser Tanz noch mit größerem Abstand getanzt und man imitierte die schwungvollen Bewegungen der Candombe. Mit der Verbreitung des Tangos bis nach Europa, in der Modestadt Paris wurde er Anfang des 20. Jahrhunderts schnell modern, verschwanden die afrikanischen Wurzeln immer mehr und man ist sich heute dessen kaum noch bewusst.

Abschließend kann jedoch gesagt werden, dass die Entstehung des Tangos eine gemeinschaftliche Schöpfung der Portenos, der Hafenbewohner unterschiedlicher Kulturen, dies- und jenseits des Rio de la Plata, war.

Andrea

Verwendete Literatur:
Tango, Eduardo Araníbar, HEEL Verlag, 2008
Drei Minuten mit der Wirklichkeit, Wolfram Fleischhauer, Knaur Verlag, 2002

 

Loco, loco, loco …

Loco, loco, loco …

4521832941_0199802f07_bEs gibt einen berühmten gesungenen Tango namens „Balada para un loco“ (Ballade für einen Verrückten), der uns schon lange fasziniert. Erst kürzlich in Berlin haben wir ihn bei einem Tango-Chanson-Abend live gehört und unsere Faszination wurde dadurch noch gesteigert. Der Text ist von Horacio Ferrer, die Musik von Astor Piazzolla. Ich möchte diesmal Auszüge aus diesem Tango für meinen Artikel verwenden.

Ich weiß, ich bin verrückt, verrückt, verrückt
Siehst du nicht den Mond durch die Callao-Straße rollen
Und einen Chor von Astronauten und Kindern
Die um mich herum tanzen …?

Nun, dieses Gefühl, verrückt zu sein, überkommt mich auch immer wieder, seit wir uns auf den Weg gemacht haben, um Tango-Straßentänzerinnen zu werden. Oder ist es nicht verrückt, einen gut bezahlten, sicheren Job als Lehrerin aufzugeben, um auf der Straße zu tanzen? Zuerst einmal für drei Monate nach Buenos Aires zu gehen, in eine Stadt, die ebenso verrückt ist wie der Tango.

Die Nachmittage in Buenos Aires
Haben etwas, ich weiß nicht was
Verstehst du? Ich verlasse mein Haus
Und schlendere die Arenales-Straße entlang.
Immer dasselbe, in den Straßen und in mir
Als er plötzlich hinter diesem Baum erschien
Eine sonderbare Mischung aus dem letzten und einzigen Landstreicher
Und dem ersten blinden Passagier auf einer Reise zur Venus.

10163015685_b72f3bcc29_oAn den Nachmittagen in Buenos Aires mit 40 Grad und mehr, von den es viele gab, als wir dort waren, meinte ich auch manchmal Halluzinationen zu haben, wenn wir durch die Straßen mehr schlichen als schlenderten. Das Tangotanzen konnten wir trotz der Hitze nicht lassen. In den Tanzstudios gab es zwar Klimaanlagen oder Ventilatoren, aber oft waren sie auch kaputt. In einer der Tanzstunden bei unserem Lehrer Augusto Balizano fragte er, nachdem es am Vortag 47 Grad gehabt hatte: „Wer hat gestern getanzt?“ Als wir uns meldeten, meinte er, wir seien verrückt – loco!

Das zeigt auch schon einen der Aspekte, warum dieser Tanz so verrückt ist. Wenn er eine gepackt hat, kann sie nicht mehr davon lassen. Ich weiß nicht, ob es die Musik ist, die besondere Art sich zu bewegen, das Fühlen und Spüren, was die Tanzpartnerin an Bewegungssignalen aussendet und diese zu interpretieren, das Versinken in eine andere Welt, … oder alles zusammen, das eine wie in einem Sog mitzieht und dem sie sich dann nur schwer entreißen kann. Seit wir vor ein bisschen mehr als zwei Jahren aus Buenos Aires zurückgekehrt sind, tanzen wir ungefähr fünfmal die Woche Tango und es wird nie langweilig. Einerseits ist die Welt des Tango Argentino unendlich, es gibt immer Neues zu lernen, andererseits ist dieser Tanz ein Improvisationstanz, das heißt jeder Tanz entsteht neu, je nach Musik, Stimmung, Können, Beziehung, … Und außerdem muss man auch ständig an den Basics arbeiten – der Körperhaltung, der bestimmten Art zu gehen, der Umarmung und der „Disociación“ (Verdrehung des Körpers). Ich weiß nicht, wie oft wir verzweifelten, weil wir das Gefühl hatten, wieder von vorne anfangen zu müssen. Mittlerweile ist es aber so, dass wir es schätzen, uns immer wieder auch mit diesen Grundelementen auseinanderzusetzen, weil sie ein besseres Körpergefühl geben.

Liebe mich, so wie ich bin
Verrückt, verrückt, verrückt …
Steig empor in diese wahnsinnige Zärtlichkeit, die ich in mir habe

In vielen Tangos wird die Liebe besungen, aber auch Schmerz, Trauer und Abschied. Auf alle Fälle geht es um große Gefühle. Darum geht es auch in einem Tangofilm, der gerade in den Kinos läuft: Ein letzter Tango. Eine Mischung aus Dokumentation und nachgespielten Szenen über zwei der großartigsten TangotänzerInnen aus Buenos Aires – Maria Nieves und Juan Carlos Copes. Dass mittlerweile auf der ganzen Welt Tango getanzt wird, ist zu einem großen Teil diesen beiden zu verdanken, denn durch ihre Art zu tanzen, wurde er wieder populär. Die beiden waren auch im Leben ein Paar, zunächst das Traumpaar. Mit der Zeit war ihre Beziehung dann aber von einer Hassliebe geprägt, wie sie verrückter nicht sein kann. Es gab unzählige Trennungen und Versöhnungen, bis zu jener Trennung, die endgültig war, weil Juan Carlos Copes eine um vieles jüngere Frau heiratete. Auf der Bühne tanzten sie zunächst dennoch gemeinsam, und Maria Nieves empfand dabei nichts als Hass. Die Eifersucht der jungen Frau machte jedoch auch diesen gemeinsamen Auftritten ein Ende. Jetzt sind beide über 80 und man spürt, wenn sie selber zu Wort kommen, die Verletzungen und Wunden, den Hass, der immer noch da ist, aber auch immer noch eine gegenseitige Anziehung und Achtung.

Liebe mich, so wie ich bin,
verrückt, verrückt, verrückt,
mach den Weg frei für die Liebe,
so dass wir die verrückte Magie des Lebens noch mal versuchen werden
Komm, flieg, komm, tra … lala … lara …

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Wahrscheinlich muss man ein bisschen verrückt sein, wenn man sich der Tangoleidenschaft verschreibt. Und wenn man Tango mit Straßenkunst kombiniert, erst recht! Aber gelegentlich spielt sie eben verrückt – die Magie des Lebens.

Andrea