Spontane Straßenkunst versus Festivals

Spontane Straßenkunst versus Festivals

DSCF5187La Strada ist vorbei, und wir sind wieder einmal von der Stadt zurückgekehrt aufs Land. Hier sinniere ich noch nach über die Eindrücke der vergangenen Woche. So ein Straßenkunst-Festival versetzt eine Stadt schon in eine ganz besondere Stimmung. Gebündelte Kreativität und viele Menschen, die dem offen und mit Neugier begegnen. Wir sahen, wie ich ja schon im letzten Beitrag beschrieben habe, einige großartige Aufführungen und hatten auch selbst einige ganz tolle Auftritte – beides auf Straßen und Plätzen der Stadt, mit engem Kontakt zum Publikum und einfachen Mitteln umgesetzt. Im Gegensatz dazu gab es im Programm von La Strada aber auch Vorführungen im Opernhaus mit 40 € Eintritt. Sicherlich eine aufwendige und auch faszinierende Produktion, aber es stellt sich die Frage, was das mit Straßenkunst zu tun hat bzw. ob dadurch nicht eine 2-Klassen-Straßenkunst geschaffen wird. Wir hörten im Laufe der Woche diesbezüglich jedenfalls viele kritische Stimmen.

DSCF5188Es hat sich mittlerweile ja ein Festivalmarkt entwickelt, bei dem anscheinend auch die Devise immer mehr, immer aufwendiger, immer spektakulärer, … vorherrscht bzw. einen großen Teil einnimmt. Es gibt unzählige Straßenkunst-Festivals in vielen Ländern Europas. Allein innerhalb Frankreichs z.B. kann eine Gruppe mit einer Produktion drei Jahre lang auf Tournee gehen, so viele Festivals gibt es da. Mit dieser Entwicklung ging aber auch eine andere Entwicklung einher, nämlich die, dass spontane Straßenkunst, also Straßenkunst außerhalb von Festivals, fast verschwunden ist. Auf Grund der Bestimmungen und rigorosen Einschränkungen, die es mittlerweile in fast allen Städten gibt, aber auch kein Wunder. In Graz z.B. muss man sich für den Innenstadtbereich Platzkarten besorgen, die man persönlich mit Lichtbildausweis bis 14.00 Uhr an Werktagen im Rathaus abholen muss. Während der Auftritte werden diese Platzkarten von den Ordnungswachen kontrolliert und auch da muss man einen Lichtbildausweis vorweisen. Wenn das der Fall ist, ist in der Zwischenzeit das Publikum dahin. In der La Strada-Woche war allerdings sehr auffällig, dass erstens kaum Ordnungswachen unterwegs waren und zweitens, wenn sie vorbeikamen, dass sie nicht kontrolliert haben. Anscheinend hatten sie Instruktionen, sich in dieser Woche zurückzuhalten. Außerdem muss man nach jeder halben Stunde den Platz wechseln, gewisse Uhrzeiten und Abstände zu Eingängen, Lokalen, … einhalten. Es gibt aber auch Städte, in denen die Bestimmungen noch strenger sind oder man für Platzkarten zahlen muss, manchmal so viel, dass sich ein Auftritt im wahrsten Sinne des Wortes nicht auszahlt. Aber da in vielen Städten Straßenkunst als Störung oder Bettelei gesehen wird, und nicht als Belebung einer Stadt, erreicht man so, dass spontane Straßenkunst verschwindet.

Nun, das Schöne an der spontanen Straßenkunst, finde ich, ist der Überraschungseffekt – für die KünstlerInnen ebenso wie für das Publikum. Wir sind jedes Mal vorher sehr gespannt, wie ein Auftritt wird, weil das von so vielen Faktoren abhängt und immer anders ist. Wie wirkt der Platz, wie ist das Wetter, welche Menschen kommen vorbei? Es können sich spontane Begegnungen ergeben, die noch lange nachwirken. Menschen, die in der Stadt unterwegs sind, werden überrascht, indem da etwas stattfindet, mit dem sie nicht gerechnet haben, das sie für kurze Zeit innehalten lässt. Es ist jedes Mal ein besonderes Glücksgefühl, wenn es uns gelingt, Menschen für einen Moment aus ihrem Alltag heraus in eine andere Welt eintauchen zu lassen. Und das ist etwas, das die spontane Straßenkunst auszeichnet.

Auf Festivals läuft Straßenkunst in organisierter Form in einem begrenzten Zeitraum ab. Man hat alles unter Kontrolle. Ich möchte dadurch die Darbietungen und großartigen Leistungen der KünstlerInnen nicht schmälern. Auch die Atmosphäre, die durch so ein Festival in einer Stadt entsteht, ist wunderbar – aber eben nur für eine Woche oder gar nur für ein Wochenende. Und das finde ich schade.

DSCF4926 (2)Auch wir werden uns diesen Winter erstmals für Festivals bewerben, weil wir sie brauchen, um von unserer Kunst leben zu können. Aber die spontane Straßenkunst wird immer ein wesentlicher Teil unserer Auftritte bleiben, denn die Erfahrungen und Erlebnisse, die wir bisher damit gemacht haben, sind unvergesslich und besonders wertvoll.

Andrea

 

 

Liebes Publikum!

Liebes Publikum!

Bei unseren Auftritten auf der Straße gibt es als Einleitung für den wo/men tango act immer eine kurze Ansage. Diese beginnt mit den Worten: Geschätzte Damen und Herren! Liebes Publikum! … Jedes Mal, wenn ich diese Worte ausspreche, spüre ich, wie wichtig sie mir sind und wie sehr sie den Kern dessen ausdrücken, worum es für uns in der Straßenkunst geht: Das Publikum ist unser größter Schatz!

Über die Begegnungen und Gespräche, die sich nach einem Auftritt immer wieder ergeben, haben wir ja schon erzählt. Aber auch während wir auftreten ist die Verbindung zum Publikum wesentlich für uns. Obwohl der Tango es verlangt, dass wir im Tanz ganz aufeinander konzentriert sind, kommt auf der Straße diese dritte Kommunikationsebene hinzu. Oft sind es nur kurze Momente, ein Wahrnehmen einer Person oder deren Geste im Augenwinkel, bevor sich der Blickwinkel durch eine Drehung ändert. Dann wieder, vor allem wenn jemand lange zusieht, spüre ich, ob unsere Geschichte, unser Tanz bei dieser Person „ankommt“. Es kommt dann auch vor, dass Impulse aus dem Publikum in den Tanz einfließen, sich aus einem Blick oder einer Geste ein besonderer Akzent im Tanz ergibt.

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Da ergeht es uns wie dem Tangosänger Carlos Roulet, der sagt: „Was mich am meisten mobilisiert sind die Empfindungen, die aus der Verbindung mit dem Publikum entstehen, die Blicke, Emotionen, die Atmosphäre, die jedes Mal entsteht.“ Und weil Straßenkunst, um mit den Worten des Straßenkünstlers Tom Zabel zu sprechen, „Kunst auf Augenhöhe“ ist, ist diese Verbindung zum Publikum besonders intensiv. Als wir einmal wegen eines Gewitters auf einer Bühne auftreten mussten und das Publikum sich unter Schirme und Zelte flüchtete und somit noch weiter von uns entfernt war, haben wir diesen Unterschied extrem zu spüren bekommen! Es ist uns absolut nicht gelungen, diese Verbindung aufzubauen und wir haben erlebt, dass damit ein ganz wesentlicher Teil unserer Auftritte verloren geht. Aber neben dieser einen negativen Erfahrung stehen die unzähligen Momente, in denen wir ganz unmittelbar in Beziehung zu unserem Publikum treten können. Wiederum möchte ich eine Künstlerin, die Tänzerin Guggi Zuzáková, zitieren, die sagt, wenn sie auftritt, „dann lässt sie die Zuschauenden an der Erschaffung einer liebevollen Beziehung teilhaben, lässt sie in eine Art Liebesblase hineinschauen, die in drei, vier Minuten entsteht.“

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Wer aber ist „unser Publikum“? Welche Menschen sprechen wir mit unserem Tanz an? Das Erstaunliche ist, dass es keine bestimmte Gruppe von Menschen ist, die uns zuschauen. Sowohl Frauen als auch Männer, Menschen die alleine unterwegs sind ebenso wie Paare oder kleinere Gruppen, DSCF5061Obdachlose oder Menschen im Anzug und im Businesskostüm, bleiben stehen um uns für kurze oder längere Zeit zuzuschauen. Manche werfen uns im Vorbeigehen einen kurzen, erfreuten Blick zu, andere machen es sich bei einer nahen Sitzgelegenheit oder sogar am Asphalt gemütlich und bleiben länger. RadfahrerInnen kehren manchmal um, nachdem sie an uns vorbeigefahren sind und bleiben stehen oder winken uns mit einem Lächeln zu, obwohl sie gar nicht stoppen. Ältere Menschen und immer wieder auch Menschen im Rollstuhl bleiben lange und beobachten uns sehr genau. Am meisten überrascht hat uns schon bei unseren ersten Auftritten, dass wir Kinder ansprechen! Auch sie schauen oft lange Zeit ganz gespannt zu und wollen manchmal, wenn die Eltern zum Weitergehen drängen, gar nicht weggehen. Der Allroundkünstler Eddie Luis aus Graz, der uns im Winter bei der Regiearbeit für das Stück Encuentro begleitet hat, gab uns den Rat: „Achtet auf die Kinder, wenn die länger als zwei Minuten ruhig stehen bleiben, dann seid ihr auf dem richtigen Weg.“ Das haben wir bei den bisherigen Aufführungen von Encuento schon erlebt und wir nehmen es mit Freude und Dankbarkeit zur Kenntnis.

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Nun sind wir schon gespannt auf eine neue Art der Begegnung mit unserem Publikum. Morgen werden wir nicht auf der Straße auftreten, sondern wir wurden gebucht, um bei einem Sommerfest mit einen wo/men tango act aufzutreten. Das Publikum sammelt sich also nicht spontan im öffentlichen Raum, sondern es sind die Gäste, die zu diesem Fest geladen sind. Ich denke, dass dies eine ganz neue Erfahrung für uns sein wird. Ganz sicher aber wird unsere „Schatzkiste“ weiter gefüllt werden und meine Worte „geschätzte Damen und Herren“ treffen einmal mehr zu.

Sigrid

Zitate aus: Tangodanza, Nr. 1/2015, Bielefeld

AdanzaS am CSD Parkfest in Graz

AdanzaS am CSD Parkfest in Graz

Hallo!

Am Samstag fand im Grazer Volksgarten das CSD Parkfest statt und wir freuten uns sehr, dort mit einem wo/men tango act aufzutreten. Pünktlich zur Eröffnung des Events ist ein Gewitter über Graz gezogen und hat unseren Auftritt leider „verregnet“. Wir sind zwar kurzerhand auf der Bühne statt auf der Straße aufgetreten, aber das Publikum flüchtete natürlich unter Schirme und Zelte ins Trockene und so konnte keine wirkliche Stimmung aufkommen. Schade, aber dass unsere Straßenkunst stark vom Wetter abhängt ist, ist ja keine neue Erfahrung für uns.

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Aber, so fragt ihr vielleicht, was ist eigentlich das CSD Parkfest? Das Fest fand in Graz zum 3. Mal anlässlich des internationalen Aktions- und Gedenktages, an dem in zahlreichen Städten weltweit ein Zeichen für die Gleichberechtigung für Lesben und Schwulen gesetzt wird, statt. Der „Christopher Street Day“ – kurz CSD – geht auf ein geschichtliches Ereignis zurück, geschehen am 28. Juni 1969 in der „Christoper Street“ in New York. Damals kam es häufig zu gewalttätigen Razzien der New Yorker Polizei gegen Schwule, insbesondere jene afroamerikanischer und lateinamerikanischer Herkunft. An diesem Tag wehrten sie sich erstmals gegen diese Polizeiwillkür und das war der Ausgangspunkt für mehrtätige Straßenschlachten mit der Polizei. Bereits am ersten Jahrestag wurde ein Straßenumzug organisiert, um dieses Ereignisses zu gedenken. Daraus ist eine internationale Tradition geworden, rund um dieses Datum eine Demonstration gegen Diskriminierung und für das Recht auf Gleichbehandlung von Lesben und Schwulen abzuhalten. Die größten CSD Paraden in Europa finden jährlich in Köln und Berlin statt. In Österreich ist die Regenbogenparade, die seit 1996 über die Wiener Ringstraße führt, eine große politische Demonstration und zugleich ein farbenfroher Umzug. Und nun wurde diese Parade und das anschließende Fest auch in Graz zur Tradition, im nächsten Jahr hoffentlich wieder bei schönem Wetter.

Und gerade an diesem Wochenende zeigt sich, dass die Anliegen dieser Demonstrationen noch längst nicht „überholt“, weil „erfüllt und selbstverständlich“ sind. Während beim CSD Parkfest in Graz gefeiert wurde, gab es in Florida ein Massaker in einer Schwulenbar mit 50 Toten und 53 Verletzten! Heute wird diese Gewalt in Amerika und Europa nicht mehr von der Polizei verübt – wie im Jahr 1969 – sondern die Terrororganisation IS bekennt sich dazu. Das ändert nicht wirklich etwas an der Tatsache, dass homosexuelle Menschen Ziel eines Gewaltaktes sind. Auch im Jahr 2016!!!

Nun, ausgehend von einem festlichen Anlass bin ich in diesem Beitrag bei einem denkwürdigen geschichtlichem Ereignis und einer traurigen aktuellen Schlagzeile gelandet. Aber die zeitliche Nähe dieser Ereignisse zwingt mich geradezu, sie anzusprechen und hier meine Betroffenheit und Nachdenklichkeit zum Ausdruck zu bringen. Als Zeichen der Trauer und der Solidarität erstrahlt die Spitze des World Trade Centers in New York derzeit in den Farben des Regenbogens. Zumindest dies sehe ich als kleinen Trost, dass sich seit 1969 etwas geändert hat!

Es grüßt euch eine nachdenkliche Sigrid!

Berlin klingt nach …

Berlin klingt nach …

Nun sind wir zwar schon eine Woche zuhause und genießen wieder das Landleben, aber ich muss diesmal doch noch von Berlin berichten – von unserem letzten Abend da und von den Begegnungen, die diesen Abend möglich gemacht haben.

Also, wir hatten die Idee, wenn wir schon in Berlin sind, die Zeit auch fürs Kontakteknüpfen zu nützen. Ich habe ja schon in meinem ersten Berlin-Artikel erwähnt, dass das Buch „Die Straßensängerin“ eine Inspirationsquelle für unseren Weg war. Nun wussten wir, dass die Autorin dieses Buches, Traude Bührmann, in Berlin lebt und beim Verlag Krug und Schadenberg, ebenfalls mit Sitz in Berlin, als eine der Autorinnen geführt wird. So nahmen wir mit dem Verlag unter dem Motto „Wie Bücher weiterwirken …“ Kontakt auf. Ein anderes Buch, von diesem Verlag herausgegeben, war nämlich der Anlass, dass wir begannen, uns mit Herrendarstellerinnen zu beschäftigen und jetzt auch als solche auftreten: „Die Muschelöffnerin“ von Sarah Waters. Das und unsere Geschichte erzählten wir also kurz in einer Mail und baten darum, den Kontakt zu Frau Bührmann herzustellen. DSCF4961Unser Wunsch, Traude Bührmann persönlich kennenzulernen, ging in Erfüllung. Mehr als das, die beiden Verlegerinnen waren von unserer Geschichte so begeistert, dass sie diese gleich auf ihre Website stellten. Und Traude Bührmann trafen wir insgesamt gleich drei Mal. Sie kam zu einem unserer Auftritte auf dem Hackeschen Markt und interessierte sich sehr dafür, wie es im Moment um die Straßenkunst bestellt ist. Da sie auch Stadtführerin in Berlin ist, kamen wir in den Genuss, eine ganz private Führung zu erhalten. Das Ziel war das Tempelhofer Feld, ehemaliger Flughafen von Berlin. Nach der Stilllegung des Flughafens, haben die BürgerInnen von Berlin per Volksentscheid durchgesetzt, dass dieses Gelände nicht verbaut, sondern als Freizeitareal genutzt wird. Und das wird es, und wie! Radfahren, Skaten, Drachensteigen, Gärtnern, Grillen, Chillen, … – vor allem am Wochenende finden sich hier unzählige Menschen ein und beleben das weite, freie Feld. „Dieser Volksentscheid zeigt, dass wir wirklich etwas bewirken können“, erzählt Traude Bührmann stolz, denn er hat sich gegen massiven Widerstand von der Stadtregierung durchgesetzt.

DSCF4954Als wir dort sind, haben wir noch eine andere interessante Begegnung. Wir kommen an einem Stand mit jungen Menschen vorbei, von denen wir angesprochen werden. Sie seien TänzerInnen und für ein Projekt würden sie Briefe an den Tanz sammeln, ob wir bereit wären etwas zu schreiben. Wenn das kein Zufall ist – eine Autorin und zwei Tänzerinnen schreiben also jeweils einen Brief an den Tanz. Als „Danke“ erhalten wir bereits die Eintrittskarten zu der Performance, in die diese Briefe einfließen werden. Wäre ein schöner Grund, um wieder nach Berlin zu kommen. Aber dass wir wieder kommen müssen, ist nach dem letzten Abend sowieso klar.

wft-imagekarte4-page-001Der zweite Kontakt, den wir geknüpft haben, ist mit Women Fair Travel. Die Frau dahinter ist Evelyn Bader, die schon lange Reisen für Frauen veranstaltet. Auch sie hatte sofort Interesse daran, uns kennenzulernen. Schon die erste Begegnung war von gegenseitigem Wohlwollen geprägt und mittlerweile ist daraus eine Kooperation geworden. Women Fair Travel veranstaltet über Silvester eine Tangoreise nach Umbrien (wo wir ein Jahr gelebt haben!) und wir leiten die Tango-Workshops. Bei einem unserer Treffen mit Evelyn entstand dann auch die Idee, an einem Abend bei ihnen in der Straße aufzutreten. Und das war an unserem letzten Abend in Berlin. Nach einem verregneten Vormittag, begann es nachmittags aufzureißen, um einem Sommerabend, wie man ihn sich nur wünschen kann, Platz zu machen. Die Crellestraße, in der das Büro von Women Fair Travel liegt, öffnet sich ein paar Schritte von diesem entfernt, zu einem kleinen Platz. Der Platz ist von einigen Lokalen mit Tischen im Freien umgeben und hat ein bisschen französisches Flair. Dort traten wir also in der Abendsonne auf und füllten den Platz mit Tangomusik. Wir hatten begeistertes Publikum von kleinen Kindern bis zu TangotänzerInnen, vielen Frauen – Freundinnen von Evelyn, darunter auch Traude Bührmann, bis zu einem Zuseher, der uns im Nachhinein ein Video und Fotos von dem Auftritt geschickt hat. Der „l’ultimo Tango“ in Berlin hätte nicht schöner sein können. Mit Evelyn, Traude und deren Freundinnen sind wir dann noch in einem der Lokale bis spät nachts zusammen gesessen, bei gutem Essen, gutem Wein und anregenden Gesprächen.

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So fiel uns der Abschied von Berlin nicht ganz leicht. Aber dieser Abend und die Begegnungen wirken weiter. Bis hierher ins Südburgenland – ich sitze, während ich das schreibe, an einem ebenso schönen Sommerabend auf unserer Terrasse und lasse unseren Berlinaufenthalt mit großer Dankbarkeit nachklingen …

Andrea

Arbeitsalltag von Straßenkünstlerinnen

Arbeitsalltag von Straßenkünstlerinnen

Hallo!

Da schreiben wir von Nachmittagsspaziergängen und Entdeckungsreisen, von Großevents an den Pausentagen und Streifzügen durch die Stadtviertel und ihr fragt euch wohl schon, ob unsere Reise zur Urlaubsreise mutiert ist. Es ist also an der Zeit, einmal zu erzählen, wie unsere Arbeitstage hier verlaufen.

Der Tagesbeginn ist eigentlich ganz gleich wie an den Arbeitstagen zu Hause: Um sieben Uhr läutet der Wecker, dann nehmen wir uns noch ein wenig Zeit, um gemütlich an diesem Tag anzukommen. Der erste Programmpunkt ist unser einstündiges Yogatraining. Bevor wir vor zweieinhalb Jahren nach Buenos Aires aufgebrochen sind, hat uns eine Yogalehrerin dieses Programm zusammengestellt und es uns gelehrt. Es hat uns nicht nur geholfen, den Körper wieder viel beweglicher zu machen, sondern es ist sowohl bezüglich Körperhaltung als auch bezüglich Atmung eine wunderbare Ergänzung zum Tangotanzen. Und nicht zuletzt hilft es mir immer wieder, den Kopf frei zu bekommen und mich zu erden. Danach ist es dann höchste Zeit fürs Frühstücken.

DSCF4872 (2)Der nächste Programmpunkt ist das Tanztraining. Zu Hause ist dieses Training fünfmal in der Woche Fixpunkt. Auf unseren beiden Reisen im Vorjahr haben wir gemerkt, wie wichtig es auch während der Zeit der Auftritte ist, so oft wie möglich zu trainieren. Als Straßenkünstlerin ist es nicht möglich, sich während des Tanzes nur auf sich und die Partnerin, auf den Tanz und die Musik zu konzentrieren, sondern es gibt immer Impulse von außen, vom Publikum, von zufälligen Ereignissen oder Geräuschen ringsum. So besteht auch die Gefahr, dass sich Ungenauigkeiten in den Bewegungen oder der Haltung einschleichen. Ohne Training würden sich diese verfestigen und die Präzision, die der Tango erfordert, die Harmonie und die Eleganz, auf die wir in unserem Tanz großen Wert legen, würden darunter leiden. Kurz, wir trainieren also auch auf Reisen regelmäßig.

Hier in Berlin besteht unser Arbeitstag aber erstmals auch aus viel „Büroarbeit“. Im letzten Jahr hatten wir uns ja noch nicht als Künstlerinnen selbständig gemacht, und es gab weder die Website noch den Workshop Solo Tango. Nun gilt es auch während wir unterwegs sind, mit KooperationspartnerInnen per Mail in Kontakt zu sein, Auftritts- und Workshoptermine für die nächsten Monate zu organisieren, Infomaterial zu erstellen und zu verschicken, PR-Aktionen zu setzen … kurz, als AdanzaS auch von hier aus zu arbeiten. Und das, was ich jetzt gerade mache, ist auch Teil unseres Arbeitsalltags geworden: das Schreiben der Blogbeiträge jede für sich, gemeinsam machen wir dann das Korrekturlesen, die Auswahl der Bilder und die Gestaltung der Beitragsseite.

Fixpunkt jedes Arbeitstages ist das Kochen und Genießen unseres Mittagessens! Diesen Luxus, dafür gemeinsam in Ruhe Zeit zu haben, gönnen wir uns einfach. Meist geht sich danach auch ein kurzer Verdauungsspaziergang oder ein kleines „Rasterchen“ aus.

Zur täglichen Arbeit gehört natürlich auch, dass unsere Kostüme auf Schuss gehalten werden. Diesbezüglich haben wir eine klare Arbeitsteilung: Andrea putzt täglich unsere Tanzschuhe und ich bin fürs Waschen und Bügeln zuständig. Vor allem die Figur, in die Andrea in unserem Stück „Encuentro“ schlüpft, verlangt, dass da alles perfekt ist. Erst wenn die Kostüme bereit sind, können wir beginnen, uns für einen Auftritt vorzubereiten.

DSCF4940Hier in Berlin beginnt unser Auftritt am Hackeschen Markt etwa um 17.30 Uhr. Daher fangen wir um 16.00 Uhr erst einmal damit an, alle nötigen Requisiten und Utensilien zusammen zu packen. Darin sind wir mittlerweile schon sehr geübt und wir haben eine gute Technik entwickelt, um alles auf einer kleinen Gepäcksrodel zu befestigen. Danach ziehen wir die Kostüme an, stylen die Haare und schminken uns und zugleich schlüpfen wir dabei in die Rollen unserer Alter Egos. Um kurz vor 17.00 Uhr sollten wir uns dann auf den Weg machen können. Zur U-Bahn haben wir es zum Glück nicht weit, leider gibt es zum Teil aber keine Rolltreppen bzw. funktioniert am Bahnhof Friedrichstraße, wo wir in die S-Bahn umsteigen, jeden zweiten Tag der Aufzug nicht. Aber wir sind auch schon recht geübt, wie wir unser Gepäck über Stufen transportieren.

Am Hackeschen Markt angekommen geht es zuerst einmal ans Aufbauen der Requisiten. Dann ziehen wir die Tanzschuhe an, versuchen uns noch kurz zu konzentrieren, und dann können wir zu tanzen beginnen. Bisher haben wir das Stück „Encuentro“ jeweils dreimal zur Aufführung gebracht. Dazwischen tanzen wir zwei frei improvisierte Tangos und nach dem Stück ergibt sich oft eine kurze Pause, weil wir von Menschen aus dem Publikum angesprochen werden. Insgesamt dauert ein Auftritt also ca. 75 Minuten. Danach geht es wieder ans Schuhewechseln und Einpacken und wir machen uns auf den Heimweg.

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Um ca. 19.30 Uhr kommen wir dann in der Wohnung an und da ist der Hunger schon recht groß. Trotzdem ist zuerst noch die Dusche fällig, auch um das Gel aus den Haaren heraus zu bekommen. So sind wir also für 75 Minuten Auftrittszeit knapp vier Stunden „beschäftigt“. Für ein Abendprogramm sind wir dann meist schon zu müde und unsere Arbeitstage klingen ruhig, ohne viele Ereignisse, aus. Immer wieder aber sind wir von einem Auftritt, von der Atmosphäre und den Begegnungen so bewegt, dass es trotz der Müdigkeit gar nicht so leicht fällt, zur Ruhe zu kommen. Aber es ist eine angenehme Erregtheit, ein Erfüllt-Sein von dem, was uns die Straßenkunst schenkt.

So freue ich mich schon auf die nächsten, bald schon die letzten Auftritte hier in Berlin!

Sigrid

Straßenkunst in Berlin

Straßenkunst in Berlin

Ja, hier in Berlin lebt sie wirklich noch, die Straßenkunst – vor allem in Form von Straßenmusik. Das neueste GEO Special über Berlin hat sogar der Straßenmusik einen ausführlichen Beitrag gewidmet, den wir schon im Vorhinein mit großem Interesse gelesen hatten. Hier gibt es wirklich junge MusikerInnen, die lieber auf der Straße musizieren, als sich mit einem Plattenvertrag zu binden und damit ihre Freiheit aufzugeben. Manche von ihnen sind trotzdem so erfolgreich, dass sie davon leben können. Und so sieht man hier auch, wenn man durch Berlin streift, an allen möglichen oder auch unmöglichen Ecken (z.B. die lauteste Straßenkreuzung Berlins) MusikerInnen aller Genres. Fast alle sind mit Verstärkeranlagen ausgestattet, worüber wir anfangs sehr gestaunt haben, denn das ist in jeder anderen Stadt verboten. Die insgesamt liberalen Bestimmungen für Straßenkunst und die offene Atmosphäre dieser Stadt machen eben diese lebendige und kreative Straßenkunstszene möglich. So waren wir natürlich sehr gespannt, wie es uns hier ergehen wird in dieser riesigen Stadt, mit viel Konkurrenz und unserem neuen Programm.

DSCF4726Die Suche nach geeigneten Auftrittsorten hat sich erst einmal schwieriger herausgestellt, als wir erwartet hatten. Einerseits brauchen wir einen tanzbaren Boden, in Berlin gibt es sehr viel Kopfsteinpflaster, und andererseits fürs Tanzen auch viel mehr Platz als MusikerInnen, wir können uns nicht an jede Straßenecke stellen. Auf wiederum zu großen Plätzen wie dem Alexanderplatz verlieren wir uns und außerdem fühlen wir uns besser, wenn wir Rückendeckung haben. So waren unsere ersten Auftritte hier eher frustrierend. Als erstes versuchten wir es wie gesagt gleich einmal am Alexanderplatz. Aber auf diesem riesigen Platz mit Menschenmassen, hatten wir das Gefühl, wir gehen unter. Als dann auch noch eine christliche „Sekte“ eine Missionsveranstaltung mit einer platzbeschallenden Verstärkeranlage abhielt, wussten wir, das war´s hier für uns!

Am nächsten Tag versuchten wir es auf der Museumsinsel, da auf Grund des langen Wochenendes sehr viele TouristInnen in der Stadt waren. Am liebsten hätten wir in den Kolonnaden der Alten Nationalgalerie getanzt, ein wunderschöner Ort, aber auf Nachfrage beim Wachpersonal durften wir da nicht auftreten, ist ja auch kein öffentlicher Raum. Also haben wir den Platz davor ausgewählt, bei dem uns allerdings die Rückendeckung fehlte. Menschen kamen aus allen Richtungen und so taten wir uns mit der Ausrichtung unseres Stückes schwer. Außerdem gab es hier auch eine Begegnung, die uns sehr irritierte. Bald nachdem wir angefangen hatten, tauchte eine andere Straßenmusikerin mit Ziehharmonika auf. Sie platzierte sich direkt neben uns und obwohl wir gerade mitten in unserem Stück waren und auch Publikum hatten, begann sie laut auf ihrem Instrument zu spielen und auch zu singen, leider nicht einmal gut. Anfangs versuchten wir sie zu ignorieren, aber da fing sie dann an, uns ganz bewusst zu stören, indem sie ganz in unseren Raum eindrang. Wir suchten also das Gespräch, merkten aber bald, dass das zu nichts führen würde, dann sie begann sofort in einer fremden Sprache herumzuschreien und uns zu beschimpfen. Sigrid wollte anfangs noch unseren Platz verteidigen, aber ich hatte unter diesen Umständen keine Lust, hier länger zu bleiben. Wir fingen also auch noch an zu streiten, anstatt das Ganze mit Humor zu nehmen. Ziemlich genervt, verärgert und frustriert packten wir unsere Siebensachen und zogen ab. So eine Erfahrung hatten wir noch nie gemacht. Und auch daran merkten wir, Berlin ist eben ein anderes Pflaster. Aber zum Glück hat sich das Blatt inzwischen gewendet.

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Mittlerweile haben wir unseren Platz gefunden. Es scheint hier überhaupt so zu sein, dass jede/r Künstler/in einen Platz hat, an dem er/sie hauptsächlich auftritt. Nun, unserer ist der Hackesche Markt. Wie der Name sagt, findet hier zweimal die Woche ein Markt statt. Es ist ein sehr netter Platz mit Bäumen, vielen Lokalen, Bänken zum Verweilen, einem S-Bahnhof (gut für unser Stück, das ja auf einem Bahnhof spielt!) und stark frequentiert, da die Hackeschen Höfe daneben ein Touristenmagnet sind. Vor einem blühenden Kastanienbaum und vielen Sträuchern, nach drei Seiten offen, haben wir unseren idealen Platz gefunden. Hier haben wir unser Stück bereits sechsmal (an zwei Tagen mit je drei Durchgängen) mit Erfolg und begeistertem Publikum aufgeführt. Und es hat uns wieder gepackt, dieses Fieber, das uns förmlich auf die Straße zieht, um aufzutreten. Es macht uns einfach Riesenspaß zu tanzen und zu spielen und dem Publikum zu begegnen. Und wir hatten wieder einige wunderbare Begegnungen. Zum Beispiel mit einer jungen, spanisch sprechenden Straßenkünstlerin, die mit Seifenblasen Kunststücke vollführt. Auch hier war es so, dass sie kurz nach uns auf dem Platz eintraf, aber sofort fragte, ob es für uns okay wäre, wenn sie neben uns ihre Darbietungen mache, da wir ohnehin ein anderes Publikum ansprechen würden. Wir waren einverstanden und haben uns sogar gegenseitig befruchtet, denn Leute, die zuerst bei ihr stehen blieben, haben dann auch bei uns zugesehen und umgekehrt. Und wir haben inmitten von Seifenblasen getanzt. Das hat, glaube ich, wunderschön ausgesehen, denn es wurden sehr viele Fotos gemacht. Nach jeder Aufführung von uns wurden wir auch von Leuten aus dem Publikum angesprochen, die uns Komplimente machten oder von einer Fotografin, die fragte, ob sie Porträts von uns machen dürfe. Eine Begegnung wird uns wohl noch lange in Erinnerung bleiben. Mit einem Berliner, der zuerst einmal feststellte: „Ihr habt sicher schon bemerkt, dass es in Berlin sehr viel Straßenkunst gibt, leider ist sie nicht immer gut, aber das, was ihr macht, ist etwas ganz Besonderes.“ Nach unserem Gespräch hatte er sich dann eigentlich schon verabschiedet, kam aber nochmals zurück, um uns spontan zu sich nach Hause einzuladen, er würde nicht weit von hier wohnen. Nach unserem letzten Auftritt an diesem Tag suchten wir also seine Wohnung auf und wurden herzlich empfangen. Eine wunderschöne Wohnung in Top-Lage mit Dachterrasse! Hier saßen wir dann bei Sonnenuntergang über Berlin und wurden von unserem Gastgeber mit köstlicher Jause und ausgezeichnetem Wein verwöhnt. Die Gespräche mit ihm waren so interessant, die Atmosphäre so angenehm, der Abend so lau, dass wir bis 11.00 Uhr nachts blieben, um dann reich beschenkt den Heimweg anzutreten. Diese Erlebnisse sind es unter anderem, die Straßenkunst so schön machen!

Im Moment hat uns das Wetter wieder ein paar Pausentage beschert, die auch guttun. Wir haben zwar kaum Regen, aber es hat extrem abgekühlt, gestern hatten wir nicht einmal 10 Grad und starken Wind, äußerst ungemütlich. Aber sobald es besser wird, werden wir wieder den Hackeschen Markt bespielen.

Aus dem lauten, spannenden, coolen Berlin grüßt euch

Andrea

Kunst kann Straße – kann Straße Kunst?

Kunst kann Straße – kann Straße Kunst?

Hallo,

diesmal aus dem Westen Österreichs. Ich sitze gerade im Zug von Innsbruck nach Graz, und an den Fenstern gleitet eine wunderschöne, herbstliche Gebirgslandschaft vorbei. Nun, was hat uns nach Innsbruck geführt? Wir erhielten eine Einladung von unserem lieben Freund Tom Zabel, der seit 1985 als Straßenkünstler arbeitet. Er war schon auf zahlreichen Straßenkunstfestivals und macht Theater auf Augenhöhe für Kindergärten, Schulen, Festivals und Feste. Straßenkunst und auch der Kontakt zu anderen KünstlerInnen ist ihm ein besonderes Anliegen. So hat er an diesem Wochenende ein Straßenkunst-Event unter obigem Titel organisiert. Es sollte ein Come-together vor allem für StraßenkünstlerInnen aus Tirol (wir aus dem Südburgenland waren als special guests geladen) sein – einerseits ein Rahmen für Auftritte  und andererseits ein Raum für Austausch der teilnehmenden KünstlerInnen. Als wir die Einladung dazu erhielten, waren wir sofort begeistert, fanden die Idee großartig und es war schnell klar, dass wir dabei sein wollten. Mit unserem kleinen Stück namens „Encuentro“ (Begegnung), mit dem wir eine Tangogeschichte erzählen, im Gepäck, machten wir uns also auf nach Westen.

_MG_2293Ein herzlicher Empfang von Tom und Innsbruck bei strahlendem Sonnenschein eröffneten das Wochenende. Das Event verlief dann aber etwas anders als geplant. Als Location dafür hatte Tom das „Motel“ ausgewählt, eine ehemalige Recyclingfabrik, die nun als Kulturraum genutzt und von Vinzenz Mell mit viel Engagement betrieben wird. Ein „schräger“ Ort als Kulisse für dieses Event, das dann aber leider nur wenige so interessant fanden, um auch zu kommen. Als KünstlerInnen waren außer dem Veranstalter Tom nur wir vertreten, und auch die BesucherInnen waren spärlich gekommen. Aber wir versuchten, aus der Situation das Beste zu machen. Wir traten zweimal vor einer kleinen Gruppe Publikum auf und tanzten sogar auf dem Dach des „Motel“ mit der Nordkette im Hintergrund. Als „magisch“ hat eine Besucherin unseren Auftritt bezeichnet, und so wirken auch einige Fotos, die dabei entstanden sind. Es war nämlich ein wunderbarer Fotograf, Chris Niewo, anwesend, der uns mit diesen Fotos beschenkt hat.

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Schade fanden wir, dass der Austausch mit anderen KünstlerInnen ausfiel, denn darauf hatten wir uns besonders gefreut. Aber die interessanten Gespräche mit Tom, für die es dadurch mehr Zeit gab, haben diesbezüglich einiges wett gemacht. Und auch die Podiumsdiskussion, die dann am Abend doch stattfand und bei der es um die Frage ging, welchen Stellenwert Straßenkunst für das kulturelle Leben einer Stadt hat. An der Diskussion haben außer uns StraßenkünstlerInnen, Mesut Onay, ein Gemeinderat der Grünen, Vinzenz Princell, der Betreiber des Motel, und einige Leute aus dem Publikum teilgenommen. Darunter die junge Medizinstudentin Vera Wallner, die ausgehend von dieser Diskussionsrunde, einen Beitrag im Radiosender „Freirad“ über Straßenkunst gestalten möchte. Sobald dieser fertig ist, könnt ihr unter folgendem Link die Diskussion mit verfolgen: Hier zum Radiobeitrag

Nun, wir nähern uns immer mehr wieder den östlichen Gefilden und nehmen Auftrittserfahrungen, Gedanken aus Gesprächen und Begegnungen, Eindrücke von einem golden strahlenden Innsbruck und wunderschöne Fotos mit.

Andrea