Oben im Waldviertel …

… im Norden Österreichs, waren wir rund um unseren Workshop in der GEA-Akademie wieder einmal auf Entdeckungstour. Die kleine Stadt Schrems an der tschechischen Grenze war unser Ziel. Mittlerweile hat dieser Ort durch die Firma GEA und seinen Inhaber Heini Staudinger ja ziemlichen Bekanntheitsgrad. Erst kürzlich lief im ORF der Film Das Leben ist keine Generalprobe, und gab Einblicke in sein Leben, seine Philosophie und seine Firma. Eine eindrucksvolle Dokumentation über Menschen, denn viele stehen ihm zur Seite, die mit Engagement, Mut, Zivilcourage und Hingabe Positives für unsere Gesellschaft bewegen und bewirken. Dieser Geist ist dort jedenfalls spürbar.

Wir suchten bei unserer Ankunft zuerst einmal das GEA Hotel Post am Schremser Hauptplatz, und fanden es gleich beim Springbrunnen, bevor man zur Kirche kommt. Das alteingesessene Hotel, möglichst im ursprünglichen Zustand belassen, einfach, aber originell und stilvoll gestaltet, mit einem großen, wunderschönen Saal war unser Workshop-Stützpunkt. Denn die Schuhwerkstatt samt Verkaufsräumen und GEA-Akademie befand sich ein paar Straßen und Gehminuten vom Hauptplatz entfernt. Ein Gebäude-Ensemble mit Innenhof bildet das Herzstück dieser besonderen Firma, an deren Leben wir ein Wochenende lang teilhaben durften.

Nach einem herzlichen Empfang gab es gleich einmal die erste Überraschung. Wir wurden zu einem Theaterabend ins Wald4tler Hoftheater mit der Aufführung von Faust eingeladen. Ein kleines, privat geführtes Theater in einem alten Bauernhof bietet das ganze Jahr über ein vielfältiges Programm. Wir waren jedenfalls bezaubert als wir zuerst den romantischen Innenhof, dann das Theatercafé und schließlich den Bühnenraum betraten. Als dann die Lichter ausgingen, war ich gleich gefangen in der modernen Inszenierung dieses Theaterklassikers. Ein besonderes Erlebnis gleich zu Beginn unseres Aufenthaltes.

Am nächsten Morgen weckte uns die Sonne, und das war gut, denn wir wollten das Schremser Hochmoor erkunden, einen Naturpark am Stadtrand auf dem Gebiet des größten niederösterreichischen Torfmoores. Wir begannen unsere Wanderung an der Uferpromenade des Moorbades und gelangten bald in eine einzigartige Landschaft – eine Landschaft, die sich seit der letzten Eiszeit kaum verändert hat. Still und schön liegt sie da. Kraft und Mystik dieser Moorlandschaft nehmen uns sofort in ihren Bann. Von der Himmelsleiter aus in 20 Metern Höhe scheint man über dieser geheimnisvoll anmutenden Landschaft zu schweben. Wieder am Boden kann man den seltenen Moorfrosch oder den Waldwasserläufer beobachten. Auch die Pflanzenwelt ist eine ganz besondere und das frische Grün um diese Jahreszeit eine Wohltat für die Augen. So verließen wir erholt und gestärkt nach einigen Stunden dieses Naturparadies. Jetzt fehlte nur noch ein kräftiges Waldviertler Essen, z.B. gebackener Karpfen in Mohnpanier mit Erdäpfelsalat, das wir im Hotel Post zu uns nahmen, und ein Schremser Bier, um rundum glücklich zu sein.

Am Abend begann unser Workshop, der ja schon monatelang vorher ausgebucht war. Für uns und GEA war es eine Premiere, der wir alle gespannt, aber mit Vorfreude entgegen sahen. Und auch als die ersten TeilnehmerInnen eintrafen, hörten wir immer wieder: „Ich bin schon so gespannt!“ Wunderbare Begegnungen mit interessanten, neugierigen, achtsamen, … Menschen, der mit Tangomusik erfüllte Hotelsaal, intensives, stundenlanges Tangotanzen und eine herzliche Betreuung sowohl durch das Hotel-Team als auch das GEA-Team machten dieses Workshop-Wochenende zu einem ganz besonderen. Die Atmosphäre des Ortes, geprägt durch die Menschen dort, die offen sind und Raum für Neues bieten, aber gleichzeitig ihren Zielen und ihren Visionen folgen, hat sich auch auf uns und unseren Workshop übertragen. Wir passen einfach gut zusammen und freuen uns über diese Kooperation, die sicher noch länger andauern wird. Im Juli sind wir ja schon wieder dort!!!

Andrea

 

2 Kommentare zu “Oben im Waldviertel …

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