Spätherbst an der Kvarner Bucht

Spätherbst an der Kvarner Bucht

Während ich diese Zeilen schreibe, sitze ich am Balkon unseres Zimmers im Hotel Miramar und blicke immer wieder hinaus auf die Kvarner Bucht. Vor mir liegt das glitzernde Meer, die tiefstehende Sonne zaubert um diese Jahreszeit eine ganz neue, ungewöhnliche Atmosphäre aufs Wasser. Eine leichte Brise lässt die Wellen tanzen und sorgt so gemeinsam mit der Sonne für eine stetig wechselnde Choreographie. Dahinter heben sich die Inseln Cres und Krk ab, liegen scheinbar verlassen im Meer, denn durch die tiefstehende Gegensonne sind keine Einzelheiten, sondern nur ihre Umrisse auszumachen. Noch weiter am Horizont sind die schneebedeckten Berge zu sehen und der Blick reicht bis hinunter zum Velebit Gebirge. Am Morgen war der Wind, der von diesen Schneebergen her kam, noch frisch. Jetzt, zur Mittagszeit, ist er angenehm und kühlend, denn mit einer der Jahreszeit angepassten, wärmeren Hose und einem Pullover ist es hier an diesem Sonnenplätzchen richtig  warm.

Soeben sind wir von einem Spaziergang durch Opatija zurückgekehrt. Das kleine Städtchen im Nordwesten der Kvarner Bucht mit seinen 13.000 Einwohnern ist zur Ruhe gekommen. Nach einer langen Sommersaison, in der vor allem im Juli und August die Straßen, Strände und Bars ziemlich überfüllt sind, scheint es nun wieder zu sich selbst zu finden. Am Lungomare, dem Spazierweg direkt am Meer, begegnen uns fast nur Einheimische, alle im Wintermantel oder mit einer Daunenjacke, manche beim gemütlichen Flanieren, manche auf der täglichen Runde mit ihrem Hund, andere beim Joggen oder gemütlich auf einer Bank sitzend. Alles geht hier langsam von statten, und auch die wenigen TouristInnen, die jetzt hierher kommen, scheinen sich diesem Tempo anzupassen. Ein Kaffee oder ein Aperitif auf der Sonnenterrasse des Cafe Wagner, ein kleiner Tratsch, für alles scheint Zeit zu sein. Mir fällt dabei ein Liedtext von Reinhard Mey ein, in dem er zwar eine Seebad an der Ostsee besingt, der aber auch hier an der Kvarner Bucht im Spätherbst voll und ganz zutrifft:

Ich liebe das Ende der Saison!

Die Tage werden kürzer und die Schatten werden länger..
Im Kurhaussaal rücken sie die Tische enger
Und heizen manchmal schon den vord‘ren Raum.
Der heißumkämpfte Tisch, den nur die Halbgötter bekamen,
Ist nicht mehr heißumkämpft und plötzlich frei.
Und dein Gesicht hat endlich für den Kellner einen Namen,
Du bist auf einmal wichtig und nicht nur Tisch Nummer drei!

An den verwaisten Fahnenmasten klopfen lose Leinen
Und irgendwo dort drüben schlägt ein Gartentor im Wind.
Wie all diese Geräusche deutlicher und lauter scheinen,
Wenn erst die lauten Stimmen der Saison verklungen sind!

Der Kiosk und das Eiscafé machen nach und nach dicht.
Zittern glitzernde Tautropfen im späten Sonnenlicht.
Wenn jetzt die Sonne scheint, dann ist das nicht mehr selbstverständlich,
Und du nimmst jeden Strahl einzeln und dankbar hin.
Nichts ist mehr so wie‘s war, und du kannst spür‘n: Alles ist endlich.

Ich liebe das Ende der Saison!

(Reinhard Mey, Text gekürzt)

Für das heutige Opatija ist Ende November wirklich die Sommersaison zu Ende, denn die Zeit, als Adelige und BürgerInnen aus Mitteleuropa hier den Winter verbrachten, ist längst vorbei. Gerade noch für Weihnachten oder Silvester öffnen einige wenige Hotels, darunter auch das Hotel Miramar, dann ist endgültig alles für die Winterpause geschlossen. Für die Menschen, die hier leben, ist das wohl gut so, denn nun haben sie ihre Stadt am Meer wieder für sich. Im Café um die Ecke treffen sich wieder alte Bekannte, die Einkaufsstraße erstickt nicht mehr im Verkehrsstau und in der alten Markthalle bieten die Frauen die herbstliche Ernte an – Spinat, winzig kleiner Radicchio, Kohl und Kraut, Nüsse, Kaki und getrocknete, kleine Feigen, die an den Sommer erinnern.

Wir haben Opatija nun schon zu den verschiedensten Jahreszeiten bereist – im April und Mai, im Juli und nun zum zweiten Mal Ende November. Es ist spannend einen Ort immer wieder anders zu erleben und jedes Mal haben wir dieses Plätzchen an der Kvarner Bucht genossen. Aber, eines ist mir heute klar geworden: Ich liebe Opatija am Ende der Saison!

Sigrid

 

Tango Argentino – ein Lebensstil!

Tango Argentino – ein Lebensstil!

 Eine Art zu gehen, eine Art zu sein, eine Haltung, ein Gefühl.

Diese Aussagen beschreiben sehr gut, dass Tango Argentino mehr ist als ein Tanz.  Je intensiver wir uns mit diesem Tanz auseinander setzen, umso mehr wird uns bewusst, wie sehr er auf unser Leben einwirkt, in die Tiefe geht und Lebenseinstellungen verändert. Was meine ich genau damit?

Nun, zum einen ist es die Körperhaltung, die sich verändert hat. Ich bemerke es nicht nur selbst, sondern bekomme es auch als Rückmeldung sowohl von „alten“ Freundinnen als auch von Menschen, denen ich zum ersten Mal begegne. Ich hatte noch vor vier Jahren eine sehr schlechte Körperhaltung mit hängenden Schultern und nach vorne geneigtem Kopf, dadurch auch immer wieder Verspannungen und Schulterschmerzen. Langsam, aber sicher, hat sich mit intensivem Tangotanzen in diesen vier Jahren meine Körperhaltung in eine aufrechte Haltung verwandelt und die Beschwerden sind verschwunden. Es hat sich überhaupt meine Körperwahrnehmung verändert, ich nehme meine Bewegungen bewusster wahr, wozu mein Körper fähig ist und wozu nicht, wie ich dastehe, wie ich gehe, usw. Diese Wahrnehmungen wirken in die Tiefe und führen in Folge auch zu einer anderen Lebenshaltung (Wie gehe ich durchs Leben?). Mit der Erkenntnis, dass die Lebenshaltung wiederum die Körperhaltung beeinflusst, schließt sich der Kreis.
In unseren Solo Tango-Workshops legen wir auch großen Wert darauf, Körperwahrnehmung zu schulen und auf die Haltung zu achten. Und Rückmeldungen, wie diese, zeigen, was es bewirkt: Ich habe gelernt, Haltung zu bewahren und gehe jetzt aufrechter und traue mich mehr aufzuschauen, das habe ich (vor allem in der jetzigen Lebensphase) gebraucht!

Eine weitere Lebenseinstellung, die sich durch das Tangotanzen verändert hat, betrifft das Wahrnehmen von Zeit. Hatte ich früher oft das Gefühl, nicht genug Zeit zu haben bzw. gestresst zu sein, so habe ich dieses Gefühl jetzt nur noch ganz selten. Tango ist Entschleunigung! Ein wesentliches Grundelement des Tangotanzens ist das Gehen, ein Gehen im Rhythmus der Musik. Einen Fuß vor den anderen setzen, nichts überstürzen, sich nicht hetzen, nicht drängen lassen. Schritt für Schritt vorgehen und jeden Schritt genießen. Nicht zu weit vordenken. Die Vorhaben ohne Eile angehen, die Geschwindigkeit auf mein eigenes Maß reduzieren. So wird im Buch Tango macht glücklich von Susanne Köb beschrieben, was Schritte setzen im Tango bedeutet. Aber nicht nur die Schritte, auch viele andere Bewegungen kann man im Tango bewusst langsam ausführen, sozusagen Langsamkeit zelebrieren. Mir liegt das besonders, da ich ein eher langsamer Typ bin, es entspricht meinem Lebenstempo. Und gleichzeitig kann ich aber auch Schnelligkeit trainieren, denn damit ein Tanz interessant wird, braucht es beides, Verzögerung und Beschleunigung, langsam-zelebrierte Schritte im Wechsel mit blitzschnell ausgeführten Überraschungseffekten. Je mehr ich das übe, umso mehr Sicherheit bekomme ich, dass ich schnell sein kann, wenn es darauf ankommt. Und das führt insgesamt zu mehr Gelassenheit in meinem Leben.

Tango Argentino ist ein Ausdruckstanz, kein abstrakter Tanz, deshalb kann er symbolisch für das Leben im Allgemeinen interpretiert werden, heißt es auch im oben genannten Buch. Tangotanzen ermöglicht mir, meine Persönlichkeit zum Ausdruck zu bringen. Ein kreatives Element des Tangotanzens sind sogenannte Verzierungen, mit denen ich spielen und damit dem Tanz meine ganz persönliche Note geben kann. Diese Verzierungen, wie der Tanz überhaupt, sind immer auch eine Interpretation der Tangomusik. Die Musik transportiert grundlegende Gefühle von Liebe und Würde einerseits, Schmerz und Trauer andererseits. So habe ich die Möglichkeit, meine Emotionen und Gefühle im Tanz auszudrücken und dabei Haltung zu bewahren. Und das sind Konzepte, die ich analog für mein ganzes Dasein sehen kann.

Zum Schluss möchte ich noch eine weitere Teilnehmerin eines unserer Solo Tango-Workshops zu Wort kommen lassen, die uns ihre Conclusio zukommen ließ:

TANGO hilft dabei den Weg zu gehen. Ganz im Hintergrund wirkend.
Ich werde es bewusst einsetzen für mich, noch mehr, gerade die Verzierungen.
AUFRECHT
IM EIGENEN TEMPO
MIT ERHOBENEM HAUPT
MIT DER MÖGLICHKEIT ZUR FREIEN ENTSCHEIDUNG
MIT DER MÖGLICHKEIT DIE ENTSCHEIDUNGSPHASEN MIT VERZIERUNGEN DARZUSTELLEN

Dem ist wohl nichts mehr hinzuzufügen!

Andrea

 

Verwendete Literatur:
Tango macht glücklich, Susanne Köb, agiledition, Wien 2015

 

Argentinischer Tango im Südburgenland?!

Argentinischer Tango im Südburgenland?!

Im Sommer 2013 war ein Kamerateam mit der ORF-Redakteurin Sabine Lentsch bei uns, um einen Beitrag für die Serie Mein Traumhaus zu gestalten. Wir sollten uns für einen Lieblingsplatz auf unserem Hof entscheiden und sofort war klar, dass dies unser Tanzsaal ist! Das Interview begann dann ebendort mit der Frage: „Argentinischer Tango im Südburgenland?“ Nun, was damals überraschend und unglaublich geklungen hat, ist Realität geworden.

In den letzten Jahrzehnten hat sich der Tango ausgehend von Buenos Aires auf der ganzen Welt verbreitet. In beinah jeder größeren Stadt gibt es die Möglichkeit, Tango zu tanzen.

Wir leben seit einigen Jahren im Südburgenland und haben hier bei einem Wochenendworkshop im Jahre 2007 unsere ersten Tangoschritte gemacht, denn überraschenderweise war diese ländliche Region kein weißer Fleck auf der Tango-Weltkarte. Als wir den Tango zu unserem Beruf machten, wollten wir dazu beitragen, den Tango hier noch stärker zu verwurzeln und gerade in dieser Woche erleben wir voller Freude, dass uns dies gelungen ist!

Mit dem Workshop SOLO TANGO reisen wir seit mehr als einem Jahr durch Österreich, nach Kroatien und demnächst auch nach Deutschland. Am vergangenen Wochenende gab es den ersten Workshop hier im Südburgenland. Gemeinsam mit der Grazer Yogalehrerin Christine Swoboda gestalteten wir im Hotel Das Eisenberg YOGA &/oder TANGO. Die Kombination von Yoga und Tango ist für uns nicht neu, praktizieren wir doch täglich Yoga und erleben es als wunderbaren Ausgleich und als Ergänzung zum Tanz. Christine haben wir als Musikerin kennengelernt, sie spielt das Bandoneon und macht gemeinsam mit einer Grazer Sängerin Tangomusik. Da war sofort klar, dass wir ein gemeinsames Wochenende anbieten wollen, an dem sich unsere Leidenschaften verbinden, Grenzen verschwimmen und Körper, Geist und Seele in Einklang gelangen. Am Ende der Yogaeinheiten führte uns Tango-Livemusik, gespielt am Bandoneon, in die Entspannung. Am freien Tanzabend tanzten Tanzpaare und SolotänzerInnen auf der gleichen Tanzfläche – eine Vision für zukünftige Milongas?

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Das Eisenberg hat den perfekten Rahmen für dieses Wochenende geboten. Bestens umsorgt, kulinarisch-herbstlich verwöhnt, mit Zeit für Wellness oder einem Spaziergang zum Dreiländereck haben die TeilnehmerInnen die Zeit hier im Südburgenland sehr genossen. Und wir hatten unseren ersten Workshop SOLO TANGO quasi vor der Haustür, am nächsten Hügel, fast in Sichtweise von unserem Traumhaus.

In den nächsten Tagen geht es aber gleich mehrfach weiter mit dem Tango im Südburgenland:

Morgen Abend geben wir einer Tangobegeisterten hier in unserer Gemeinde wieder eine Privatstunde. Diese Tango Lessons sind nur ein kleiner, aber überaus schöner Teil unserer Arbeit, bei dem wir Einzelpersonen oder Paaren klassischen Unterricht im Tango als Paartanz geben. Der große Vorteil von Einzelstunden ist, dass wir ganz individuell auf die Wünsche und den jeweiligen Tanzlevel eingehen können und daher rasch Erfolge sichtbar werden, die wiederum Lust aufs Weitertanzen machen.

Neben den Privatstunden gibt es einmal im Monat in Neumarkt an der Raab einen Tango-Übungsabend und der nächste Termin ist gleich am kommenden Sonntag. Diese Abende sind offen für alle Tanzbegeisterten, egal ob sie die ersten Tangoschritte wagen oder schon leidenschaftlich Tango tanzen. Wir begleiten die Tanzenden, sind da bei Fragen, geben Tipps und Hilfestellungen oder zeigen gerne auch neue Schritte. Auch an diesen Abenden ist die Runde meistens nicht sehr groß, ein Übungsabend im Südburgenland wird nicht so rege besucht wie einer in Graz oder Wien. Aber das ist für uns nicht entscheidend. Wir freuen uns, dass es diese Abende schon seit mehreren Jahren gibt und manche dafür extra aus der Weststeiermark, dem Mittelburgenland oder sogar aus Wien anreisen, um im Südburgenland Tango zu tanzen!

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Neben SOLO TANGO und den Tango Lessons sind Auftritte, bei denen wir Tango tanzen ein wichtiger Teil unserer Arbeit. Und gerade damit hat es hier in der Region am längsten gedauert! Nun, das Südburgenland bietet sich ja wirklich nicht so ganz für Straßenkunst an. Zum zweiten Mal aber wurden wir vom Tanzverein sidestep zu einem Auftritt im Rahmen einer seiner Veranstaltungen eingeladen. Am 11. November feiert St. Martin an der Raab das FESTUM MARTINI NOVUM mit einem vielfältigen Programm. Unter dem Motto „gan(s)z fantastisch“ gibt es ein buntes Abendprogramm mit unterschiedlichsten Tanzperformances. Wir werden dabei unseren wo/men tango act Encuentro tanzen, einen Cross-over-Tango zu Don’t cry form me Argentina aus Evita darbieten und gemeinsam mit anderen Frauen erstmals eine SOLO TANGO – Performance zur Aufführung bringen. So sind wir an diesem Abend gleich dreimal auf der Bühne und damit ist der Argentinische Tango wohl endgültig im Südburgenland angekommen!

OLYMPUS DIGITAL CAMERAEs ist wohl zwischen den Zeilen zu lesen und lässt sich auch nicht verheimlichen, dass wir uns darüber sehr freuen und auch ein klein wenig stolz darauf sind. In dieser Woche ist der Tango hier in der Region ganz komprimiert und intensiv zu erleben. Aber das Schönste ist, dass es darüber hinaus noch weitere Kooperationen hier im Südburgenland gibt und es im nächsten Jahr unter anderem bei der Sommerakademie im Künstlerdorf Neumarkt eine ganze Tangowoche geben wird. Aber davon erzählen wir besser ein andermal. Denn, der Tango ist hier nicht nur angekommen, um kurz mal vorbei zu schauen, wir sind uns sicher, dass er sich hier ebenso wohlfühlt wie wir und dass er hier bleiben wird!

Sigrid

 

Meine, deine, uns’re Leibspeis!

Meine, deine, uns’re Leibspeis!

Wer ins Waldviertel reist, landet früher oder später bei Sonnentor! Und wenn, wie für uns auf der Durchreise zur GEA Akademie, die Zeit nicht für eine Führung reicht, dann ist es eben eine gemütliche Mittagspause im Bio- Gasthaus Leibspeis. Mitten im kleinen Ort Sprögnitz, südlich von Zwettl, ist es nicht nur optisch eine überraschende Neuauflage der Institution Dorfwirtshaus sondern zugleich ein kulinarischer Quantensprung in der Kategorie Ausflugsgasthaus!

Schon beim Betreten des hellen, großen Gastraumes ist eine offene und angenehm leichte Atmosphäre spürbar. Die helle Holzverkleidung, der hohe Raum, die bunten Sessel und Pölster wirken sehr einladend. Wir suchen uns einen Platz nahe dem Kräuterregal und erkunden gleich die riesige Auswahl, bevor wir uns in die Speisekarte vertiefen. Die Herbstkarte bietet natürlich Köstlichkeiten mit Kürbis und Kastanien, Pilzen und Äpfeln. Dann erblicken wir die große Tafel mit den Tagesspezialitäten und spätestens da wissen wir, dass wir wiederkommen werden, denn am liebsten würden wir uns von oben nach unten durchkosten!

Aber zuerst kommt die Frage nach den Getränken: selbstverständlich gibt es eine große Auswahl an Bio-Säften und Sonnentor-Tees. Sollte es einen Grund zu feiern geben (und den Weg hierher gefunden zu haben, wäre schon ausreichend als Begründung!), wartet ein Brut Rosé vom Weingut Loimer aus Langenlois. Er ist einer von fünf Winzern des Vereins respekt-BIODYN, deren Weine hier in schöner Auswahl offen angeboten werden. Wir entscheiden uns aber für ein Hadmar, das bernsteinfarbene Bio-Bier aus Weitra und stoßen an auf den Genuss.

Bald schon steht die Klare Rindsuppe mit Steinpilz-Brandteigkrapferln vor uns auf dem Tisch. Und sie ist mit ihrer dunklen Farbe nicht nur optisch eindrucksvoll, sondern ein außerordentliches Geschmackserlebnis! Danach teilen sich unsere Geschmäcker: Andrea wechselt mit Waldviertler Mohnnudeln mit frischem Zwetschkenröster gleich auf die süße Seite, ich habe mich für eine Erdäpfel-Maronirolle mit fruchtigem Apfel-Rotkraut entschieden. Bei beiden Gerichten genießen zu allererst die Augen und erfreuen sich unsere Nasen ob der Fülle an Gerüchen, bevor der Gaumen an die Reihe kommt und, wie zu erwarten, keineswegs enttäuscht wird. Wir schlemmen schweigend und genießen die einzelnen Geschmacksnuancen, die sich hier zusammenfügen.

Noch bevor mein Teller leer ist, weiß ich aber leider, dass Erdäpfelteig und Maronifülle tatsächlich sehr sättigend sind und sich für mich keiner der Süßen Träume ausgehen wird. So muss ich mich mit einer neuerlichen Lektüre der Speisekarte und dem Erträumen dieser Träume begnügen: Omas Grießkochtopf mit Zwetschkenröster etwa, oder Schokomoussetörtchen mit Kürbiseis und eingelegtem Kürbis, dann gäbe es noch Schutzengel Creme-Brulee mit Roseneis oder eine Maroni-Oberstorte und natürlich die Mohnnudeln … . Aber, wie schon eingangs gesagt, vielleicht beim nächsten Mal!

Am Weg zum Auto schauen wir uns noch ein wenig um in diesem kleinen Dorf, das so ganz von Sonnentor geprägt wird. Wir erblicken die Kräuterhalle, den Frei-Hof und verschiedene Kräutergärten. Und bei diesem Rundblick kommt mir in den Sinn, was ich soeben gelesen habe: Leben und leben lassen, gegenseitige Anerkennung und Wertschätzung, fruchtbare Kooperationen: das ist unsere Philosophie. Das Waldviertel ist wahrhaft ein guter Boden, auf dem Ideen gedeihen und Lebenskonzepte umgesetzt werden – zur Freude der WaldviertlerInnen und weit darüber hinaus!

Sigrid

Über die Liebe, den Mut, die Wirtschaft und das Leben!

Über die Liebe, den Mut, die Wirtschaft und das Leben!

Die Überschrift dieses Artikels war das Thema eines Vortrages von Heini Staudinger in Feldbach, bei dem wir gestern gewesen sind. Wie bei unseren ersten beiden Begegnungen mit ihm an unseren Workshopwochenenden im Waldviertel trug er wieder seine rote Jacke, dunkle Jeans und natürlich Waldviertler. Und wie im persönlichen Gespräch wirkte er auch am Podium im ersten Moment beinahe unsicher, vielleicht unschlüssig. Er spricht anfangs sehr langsam und bedächtig und unterbricht seine Rede immer wieder an ungewöhnlichen Stellen, mitten im Satz, nach einem Wort. Es scheint so, als wollte er seine Gedanken gerade erst ordnen oder als wollte er gerade dieses eine Wort hervorheben, indem er es so isoliert im Satzgefüge dastehen lässt. Es braucht einige Minuten, um sich auf seine ganz besondere Sprechweise einzustellen und diese Pausen als Anker zu erkennen, um sich selbst in den Worten wiederzufinden. Im Laufe des Vortrages erzählt er von seinem Leben, beginnend mit einer Reise nach Afrika, per Moped von seiner Heimatstadt in Oberösterreich aus, die er mit einem Freund als 19jähriger gemacht hat. Er erzählt von seinem beruflichen Weg, von der Entstehung seiner Firma und natürlich von der Auseinandersetzung mit der Finanzmarktaufsicht, die ihm den Titel „Finanzrebell“ eingebracht hat. In all diese Erzählungen fließen seine Gedanken über das Leben, über die Welt, über uns Menschen und unsere Werte ein und immer wieder redet er sich richtig in Schwung. Da ist dann nichts mehr von Ruhe und Bedächtigkeit zu spüren, da kann es schon passieren, dass er sehr leidenschaftlich wird und manchmal Gefahr läuft ins Moralisieren zu kommen. Aber sogleich folgt die nächste Pause, in der er sich und uns Zeit lässt, wieder zur Ruhe zu kommen und das Gesagte nachklingen zu lassen. Im Folgenden möchte ich versuchen, einige seiner Aussagen zusammenfassen:

Immer wieder geht es um die Kraft der Ideen als Ausgangsbasis für Veränderungen. Darum, die eigenen Kräfte zu mobilisieren, um seiner Sehnsucht zu folgen. Da muss ich zuerst in mich hinein hören, um diese Sehnsucht überhaupt einmal zu spüren. Natürlich ist es dann nicht ganz leicht, die Zwänge aufzubrechen und auszubrechen aus dem üblichen Muster des Lebens. Da gibt es ja auch viele Ängste, die sich zu Wort melden. Er schlägt vor, mit diesen Ängsten in einen Dialog zu treten und ihnen zu sagen: „Heute Abend hab‘ ich was vor, bei dem ich froh wäre, wenn du ein bisschen zur Seite trittst…“ In dieser Aussage zeigt sich auch einer seiner Wesenszüge, die humorvolle Selbstkritik, mit der er an das Leben herangeht. Heini Staudinger meint, dass nicht Geldmangel unsere Projekte verhindert, sondern es sind unsere Ängste. Aber so wie es ansteckende Krankheiten gibt, gibt es auch ansteckende Gesundheit – so, wie Angst ansteckend ist, ist es auch der Mut!

Ein weiteres Thema, das immer wieder in kurzen Zwischensätzen auftaucht, ist die Freude an meiner Arbeit, an meinem Alltag. „Wenn du am Stammtisch im Wirtshaus sagst, dass es heute in der Arbeit leiwand war, dann wirst du für verrückt erklärt!“ Jahrzehntelang hat man uns eingeredet, schön sei es nur, wenn man möglichst wenig tun muss, nur faul sein kann und trotzdem viel Geld hat.

Das Thema Geld zieht sich wie ein roter Faden durch den Abend. Für Heini Staudinger gilt: Nicht, weil man viel Geld hat, kann man etwas machen, sondern weil man wenig braucht. Auf seiner Reise nach Afrika hat er gelernt, dass das Wichtigste im Leben das Leben selbst ist. In unserer Gesellschaft gelten so viele andere Dinge, etwa das Geld, das Auto, der Besitz … als die wichtigsten Dinge. Er erzählt auch von der Greißlerei seiner Eltern, in der er aufgewachsen ist und wo er die Grundfähigkeiten fürs Leben gelernt hat (grüßen, dienen und bedienen und kopfrechnen zählt er etwa dazu). Die wichtigste Erkenntnis habe er gewonnen, als es für kleine Greißler immer schwieriger wurde und rundum viele zugesperren mussten. Da sagten seine Eltern: „Solange wir das Auskommen haben, gibt es nichts zu jammern!“ Das sei der entscheidende Punkt für ein gelungenes Leben, den er auch noch mit einem Zitat von Seneca unterstreicht: Nie ist zu wenig, was genügt! In seiner Firma habe er sich jahrelang gefreut, wenn in der Bilanz eine „0“ herausgekommen ist, denn das hat bedeutet: wir haben das Auskommen! In diesem Zusammenhang erwähnt er auch, dass das Waldviertel häufig als „Krisenregion“ bezeichnet wird. Einmal habe ein Journalist ihn gefragt, ob dort jetzt Armut herrsche. Heini Staudinger hat geantwortet: „Wer weiß, dass er genug hat, der ist reich. In diesem Sinne haben wir viele Arme!“

Jetzt, während ich diese, seine Gedanken niederschreibe und sie in mir nachklingen, spüre ich, wie nahe mir vieles von dem, was Heini Staudinger als Basis für sein Leben bezeichnet, ist. Wir haben bisher noch nie ein längeres, persönliches Gespräch mit ihm geführt. Er kennt uns, unsere Geschichte der letzten Jahre und unseren Lebenstraum nicht. Aber ich weiß jetzt, warum uns unser Weg in die GEA Akademie geführt hat und diese Firma unser wichtigster Kooperationspartner geworden ist – wir denken sehr ähnlich über das Leben, wir setzten die gleichen Maßstäbe und wir schätzen das Glück des Lebens. Am Freitag werden wir zum dritten Mal in diesem Jahr ins Waldviertel fahren und unseren Workshop halten. Meine Freude und Dankbarkeit ist nun, nach diesem Vortrag und dem „gedanklichen Unterbau“ noch größer geworden. Danke, Heini Staudinger!

Sigrid

 

Queer Tango

Queer Tango

Und dann, beim vierten Stück, oder vielleicht war es auch das fünfte, tauschten sie die Rollen, ohne es vorher zu verabreden, ihre Körper trafen die Entscheidung, die Hände wanderten von der Taille zur Schulter oder von der Schulter zur Taille und gaben dem Tanz die entgegengesetzte Richtung, die allerdings, wie sie herausfanden, gar nicht entgegengesetzt war, sondern eine Fortsetzung desselben Tanzes, … . Sie tauschten wieder, immer wieder, bis ihre Körper schon vor den Gedanken wussten, wohin der Fluss des Tanzes sie führte.

Diese Beschreibung ist dem Roman Die Tangospielerin von Carolina De Robertis, den ich kürzlich gelesen habe, entnommen. Und sofort tauchen die Bilder von den Queer Tango Festivals in Berlin und Buenos Aires, die wir besucht haben, auf. Auf der Tanzfläche befinden sich Frauenpaare, Männerpaare und gemischte Paare, es gibt Frauen, die Männer führen und Paare, die das Führen und Folgen, wie oben beschrieben, während eines Tanzes mehrmals wechseln. Eine riesengroße Bandbreite an Möglichkeiten!

Queer Tango bricht die traditionelle Rollenaufteilung vom führenden Mann und der folgenden Frau auf. „Es geht nicht darum, die Rollen abzuschaffen, sondern sie nur mehr nicht dem Geschlecht zuzuordnen, sondern inneren Qualitäten, mit denen ich spielen und in denen ich mich ausprobieren kann“, meint Ute Walter, die gemeinsam mit Marga Nagel die Queer Tango Szene in Hamburg begründet hat. „Zu Queer Tango gehört aber auch, mit diesen Rollen zu experimentieren. Wir sind ja nicht auf eine bestimmte Rolle verpflichtet. Wir können doch frei wählen und ausprobieren. Und das geht auch über den Tango hinaus. Der Tango bietet gute Ansatzpunkte, weil Tanzen unvorbelasteter ist als manch anderer Lebensbereich, um Rollen zu erproben, eventuell wieder abzustreifen und zu wechseln und Anteile in sich zu entdecken, die im Alltagsleben vielleicht schwieriger entdeckt und erprobt werden können“, ergänzt Marga.

Aber was genau ist eigentlich „queer“? Die Tangotänzerin und Soziologin, Paula Villa, definiert diesen Begriff so: „Queer kann verstanden werden als die oft bewusste und oft spielerische, nicht immer, manchmal auch sehr leidvolle Erfahrung der Überschreitung von Identitätsgrenzen bei einem gleichzeitig mehr oder minder scharfen Bewusstsein davon, dass diese Grenzen existieren und überhaupt unsere Existenz ermöglichen.“ Marga Nagel führt das weiter aus, indem sie meint: „Es geht darum, anzuerkennen, dass geschlechtliche und sexuelle Identitäten immer im Fluss sind. Sie sind nicht zwangsläufig und lebenslänglich. Es sind Kategorien, die, wenn wir sie nie in Frage stellen, unseren individuellen Ausdruck und die Vielfalt beschränken. Wir müssen sie nicht als naturgegeben und unabänderlich betrachten.“

Diese Betrachtungsweise eröffnet ein mehr an Möglichkeiten, im Leben allgemein und im Speziellen beim Tangotanzen. „Voraussetzung dafür ist eigentlich nur die Offenheit diesen Möglichkeiten gegenüber und die freudige Bereitschaft auf beiden Seiten, das jeweils ‚Andere‘ in das eigene Tanzen, die eigene Person zu integrieren“, erläutert Marga.

Dass und wie das gelingen kann, wird jedenfalls auf den vielen Queer Tango Veranstaltungen, die es mittlerweile gibt, sichtbar. Die Pionierinnen Marga Nagel und Ute Walter haben im Jahr 2000 das erste Festival dieser Art ins Leben gerufen und damit einen Stein ins Rollen gebracht. So geht die Idee des Queer Tango um die (zumindest Tango-) Welt. In San Diego, Toronto, New Orleans, Sidney, London, Berlin und natürlich Buenos Aires gibt es mittlerweile Schulen und Veranstaltungen für queeren Tango. Das nächste Festival Tango Queer de Bs As  findet vom 13. – 19. November 2017 statt. Mariana Docampo und Augusto Balizano laden zu 18 Workshops und 6 Milongas. Internationalität gepaart mit den oben beschriebenen Möglichkeiten und erstklassigen LehrerInnen machen es zu einer herausragenden Veranstaltung. Für uns ist es nun schon vier Jahre her, dass wir dabei waren, aber es ist noch immer lebendig. Und irgendwann …

Andrea

PS: Einer der ersten Artikel dieses Blogs erzählt, wie wir das Queer Tango Festival 2013 in Buenos Aires erlebt haben.

Verwendete Literatur:
Die Tangospielerin, Carolina De Robertis, Fischer Verlag 2017
Tangodanza Nr 1, 2007, S 7 – 10

 

Alte Tangos treffen alte Autos

Alte Tangos treffen alte Autos

Wer den Tango liebt, bewegt sich manchmal haarscharf an der Grenze zur Nostalgie. Oder überschreitet diese bewusst, wie wir es bei unserem Auftritt am Freitag Abend gemacht haben. Wir waren eingeladen beim Eröffnungsevent der Vulkan Klassik 2017 zu tanzen. Schauplatz war das Atrium im Chateau Agata, besser bekannt als Schloss Oberradkersburg gleich über die Grenze, auf der slowenischen Seite der geteilten Stadt Radkersburg.

Für diesen Anlass erschien uns der wo/men tango act Encuentro / Begegnung, mit dem wir im Vorjahr auf der Straße aufgetreten sind, passend, und so haben wir das Stück in der letzten Woche wieder aufgefrischt. Es machte großen Spaß diese Geschichte nach so langer Zeit zu tanzen und wir haben schnell wieder in unsere Rollen hineingefunden: Andrés (Andrea), der reiche Gutsbesitzer, der geschäftlich in Buenos Aires zu tun hatte und nun – in der geänderten Form für diesen Event nicht am Bahnhof Retiro steht, sondern – auf seinen Chauffeur wartet, der ihn wieder auf sein Landgut bringt. Er strahlt Selbstbewusstsein aus, ist stolz und arrogant, zugleich aber auch einsam. Von den anderen Menschen auf den Straßen von Buenos Aires nimmt er keine Notiz. Einer dieser Menschen ist Segundo (Sigrid). Er ist auf der Suche, deshalb ist er oft auf den Straßen der Stadt unterwegs. Er ist ein unsicherer, zweifelnder Mensch mit wenig Selbstwertgefühl. Aber er tanzt wunderbar Tango und er trägt auch diese Sehnsucht in sich, die ihn hoffen lässt …

Schon bei unserer Ankunft im Schloss wurden wir inspiriert von dem Ambiente der alten Mauern und von den vielen, blitzblanken, schönen, alten Autos, die vor dem Schloss auf ihre Ausfahrt warteten. In unseren Kostümen im Vintagestil, sagen wir der 1930er Jahre, passten wir perfekt in dieses Bild. Erst waren die Anwesenden ein wenig überrascht über diese beiden „Herren“, bald aber wurden wir wohlwollend aufgenommen in den Kreis der LiebhaberInnen alter Autos. Und bei unserem Auftritt dann ist der Funke übergesprungen: sie sind tatsächlich mit uns in die Straßen von Buenos Aires gekommen und vielleicht haben sie ihren schönen Oldtimer neben diesem tanzenden Paar als einen der parkenden Wagen gesehen. Ein gelungener Auftritt und beinahe ein magischer Moment, wenn Raum und Zeit sich verschieben.

Sigrid und ein Maserati Vignale Spider, Baujahr 1962, Andrea und ein Volvo 544 Sport, Baujahr 1963

Für uns war diese Zeitreise noch am selben Abend zu Ende, für die 44 Fahrzeuge und die teilnehmenden Personen ging es am nächsten Tag erst so richtig los. Die 200 km lange Rundfahrt der Vulkan Klassik 2017 mit dem Start vor den Toren des Schlosses führte auf kleinen Straßen durch das steirische Vulkanland, über Straden und St. Anna am Aigen bis zum Ziel am Hauptplatz in Bad Radkersburg. Dabei folgen die FahrerInnen den Anweisungen ihrer BeifahrerInnen, die anhand des Roadbooks den Weg weisen. Es werden nicht nur Kontrollpunkte angefahren, sondern es gibt auch mehrere Sonderprüfungen, die unterwegs zu absolvieren sind. Bei der ganzen Rundfahrt geht es aber vor allem um die Langsamkeit! Schon bei der Eröffnung am Freitag hat eine der Organisatorinnen klar gemacht, welche Art des Fahrens bei diesem Event gefragt ist, als sie sagte: „Bitte nicht rasen!“. Und tatsächlich, einig Male wird gerade die Langsamkeit bewertet, zum Beispiel wenn eine kurze Strecke, markiert durch zwei am Boden liegende Schläuche, in exakt 7 Sekunden – und nicht schneller! – gefahren werden muss. Und wer die Gesamtstrecke zu schnell absolviert, bekommt dafür Strafpunkte! Ist das nicht herrlich! Nun weiß ich auch, warum mir diese alten Autos einfach gut gefallen: sie sind Symbole der Entschleunigung – und damit sind wir ja wieder beim Tango, der mir nach wie vor Lektionen punkto Langsamkeit beschert. So wie wir im Tangotanzen, so finden wohl auch die TeilnehmerInnen einer Oldtimerralley im Tun, oder besser gesagt im Fahren immer wieder diese Entschleunigung, die uns im Alltag so oft abhanden kommt. Dafür lohnt es sich ein wenig Nostalgie in Kauf zu nehmen!

Sigrid

 

PS: Schon einmal sind wir – out of program – bei einem Oldtimerevent mit Encuentro aufgetreten: bei der Mille Miglia 2016. In einem Blogartikel haben wir damals von den Begegnungen bei diesen Auftritten erzählt.